Chemische Abläufe im Gartenteich



Chemische Abläufe im Gartenteich

Wasserhärte

Wasserhärte ist ein Begriff aus der angewandten Chemie, der sich aus der Praxis im Umgang mit Wasser entwickelt hat. Ursprünglich definierte sich die Wasserhärte aus dem Verhalten von Wasser gegenüber einer seifigen Lösung. Bei Anwesenheit bestimmter Kationen, sogenannter Härtebildner, entstehen wasserunlösliche Ca und Mg-Seifen. Und so wurde früher die Wasserhärte auch mit einer eingestellten Seifenlösung bestimmt. Heute gibt es einfachere Verfahren.

Stickstoffkreislauf

Qualitativ hochwertiges Fischfutter enthält einen hohen Anteil an Proteinen. Ein wichtiger Baustein dieser Eiweiße ist der Stickstoff. Die Eiweiße werden im Magen-Darmtrakt der Fische durch bestimmte Enzyme in Aminosäuren zerlegt und schließlich der anorganisch gebundener Stickstoff, soweit er nicht von den Aufbau körpereigener Substanzen gebraucht wieder oder als Abbauprodukt wieder ausgeschieden wird, vom Fisch als Ammoniak (NH3) und Ammonium (NH+4) über die Kiemen und mit dem Harn ins Wasser abgegeben.

Phosphorkreislauf

Im Gegensatz zu Stickstoff, der im Gewässer vor allem in Form von Nitrat, Nitrit und Ammonium gelöst ist, kommen anorganische Phosphorverbindungen im Gewässer meist nur in geringen Spuren vor. Da aber Phosphor ein lebensnotwendiger Nährstoff für die Primärproduzenten, also für Algen und die höheren Wasserpflanzen ist, werden die im Wasser gelösten Phosphate viel eher zum Minimumfaktor im Teich als der Stickstoff.

Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht

Im Gegensatz zu Meerwasser machen in mittelharten Süßgewässern von den im Wasser gelösten Feststoffen Karbonationen (CO3--) mit ca. 35% und Ca ++ mit ca. 20% den weitaus größten Anteil aus. Diese Süßgewässer bezeichnet deshalb als Karbonatgewässer. In Regionen mit kalkreichem Gestein z.B. der Schwäbischen Alb oder in Buntsandsteingebirgen kann der Anteil an CaCO3 noch wesentlich höher liegen. Im Gegensatz sind Gewässer in Urgestein oder Basalt karbonatarm und entsprechend weich, solche Gewässer werden als Silkatgewässer bezeichnet.





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