Der Sumpffarn - Thelypteris palustris


Der Sumpffarn - Thelypteris palustris


  • Sumpffarn
  • lat: Thelypteris palustris
  • Haltung: einfach
  • Zucht: mittel
  • Tiefe: bis 5cm
  • Standort: halbschattig
  • Winterhart: ja

Der Sumpffarn ist wie kaum ein anderer Farn für einen Platz am Gartenteich oder im angrenzenden Sumpfbeet geeignet. In der Natur kommt er an Gräben, auf Feuchtwiesen, in Sümpfen und in Mooren vor. Er verträgt aber auch als einer der wenigen Farne zeitweise Überflutung oder einen Platz im Flachwasserbereich von wenigen cm Wassertiefe. Besonders dekorativ sieht diese zierliche Staude aus, wenn sich im Frühjahr die hellgrünen Blätter aus einem zusammengerollten Blättchen langsam zu prachtvollen Wedeln entfalten. Mit einer maximalen Wachstumshöhe von 30 bis 40cm nimmt der Sumpffarn auch nicht so viel Platz am Gartenteich in Anspruch wie andere Farne. Auf der Blattunterseite bilden sich dunkelbraune Sporen. Im Herbst nehmen auch die Wedel eine bräunliche Farbe an. Er kann sich schnell über seine langen Ausläufer vermehren, und muss daher gelegentlich in Zaum gehalten werden, wenn man ihn nicht in die Fläche wachsen lassen will.

Foto: Lihtsaltmaria, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported



Verbreitung und Lebensraum des Sumpffarns

Der Sumpffarn, auch Sumpf-Lappenfarn genannt, ist vor allem in Mittel- und Nordeuropa verbreitet. Er kommt allerdings häufiger in der Ebene als in den Bergregionen vor. Er besiedelt Sümpfe, Verlandungszonen am Rand von fließenden und stehen Gewässern, Erlenbrüche, den Rand von Mooren und ähnliche Biotope.

Merkmale, Form und Färbung

Die Sumpffarngewächse (Thelypteridaceae) stellen mit mehr als 950 Arten eine der größten Gruppen unter den Farnen, die meisten Arten kommen allerdings in den Tropen vor. Nur wenige sind auch in Europa verbreitet, darunter der Sumpffarn Thelypteris palustris, der sich wie kaum ein anderer für einen Platz am heimischen Gartenteich eignet. Dieser Sumpffarn ist mehrjährig, aber wie die meisten einheimischen Farne nur sommergrün. Die oberirdischen Pflanzenteile ziehen im Spätherbst ein, und der Sumpffarn überwintert mit seinem Rhizom. Das Rhizom ist stark verlängert, sodass in regelmäßigen Abständen von dort aus Farnblätter nach oben „geschickt“ werden. Der Sumpffarn bildet daher nicht wie der Straußen- und andere Farne trichterförmige Blattrosetten, seine Blätter stehen eher weiter auseinander. Der Blattstiel ist ungefähr so lang wie die Blattspreite. Die Blätter sind doppelt gefiedert, wobei die untersten Fieder drüsig behaart sind, die folgenden Fieder aber kahl bleiben. Im Gegensatz zu den sterilen Blättern rollen sich die fertilen, sporangientragenden Blätter etwas nach unten ein.

Foto: Johan N, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Pflege des Sumpffarns im Gartenteich

Der Sumpffarn braucht einen Platz im Halbschatten oder Schatten entweder am Rand des Gartenteichs, in der Übergangszone zum Flachwasserbereich – wobei die Wassertiefe aber nicht mehr als 5cm betragen darf - oder in einem an den Teich angrenzenden Sumpfbeet. Das Bodensubstrat sollte humusreich und sandig-lehmig sein. Man setzt ihn am besten in kleinen Gruppen von 3 bis 4 Exemplaren mit einem Pflanzabstand von 30cm. Besonders dekorativ wirkt der Sumpffarn in Kombination mit Blutweiderich, Sumpfiris oder Rosenprimeln. Lediglich nach dem Anpflanzen wird der Sumpffarn einmal mit einem für Stauden geeigneten Flüssigdünger versorgt.

Vermehrung des Sumpffarns

Der Sumpffarn kann vegetativ durch Rhizomteilung vermehrt werden. Dazu gräbt man das Rhizom am Frühjahrsende aus und teilt es in einzelne Stücke, die dann wieder gleich tief in den Boden gepflanzt werden. Der Sumpffarn vermehrt sich aber auch über das in die Länge wachsende Rhizom mit der Zeit von selbst und breitet sich aus. Er kann viele Jahre am gleichen Standort bleiben und sollte zumindest in den ersten Jahren auch nicht umgesetzt werden.





Fachbegriffe
Häufige Fragen