Rechtliche Aspekte

Baugenehmigung

Gartenteiche bis zu einem Wasservolumen von 7000 Litern sind grundsätzlich nicht genehmigungspflichtig, sofern sie im eigenen Garten in geschlossenen Bebauungsgebiet angelegt werden. Ab welcher Größe ein Bauantrag gestellt werden muss, das kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt sein. Die Genehmigungspflicht kann aber nicht nur vom Volumen, sondern auch stattdessen von der Wasseroberfläche abhängig sein. In Schleswig-Holstein beispielsweise sind Teiche ab einer Fläche von 30qm genehmigungspflichtig. Auch die Wassertiefe des Gartenteich kann dabei eine Rolle spielen, vor allem wenn man damit bis in den Grundwasserbereich vordringt.

Wasserschäden

Grundsätzlich gilt, dass für alle Schäden, die durch den Gartenteich entstehen können, der Teichbesitzer haftbar ist. Das kann zum Beispiel passieren, wenn bei einem Starkregen der Gartenteich überläuft oder wenn ein Teich in Hanglage einen Erdrutsch auslöst. Aber auch wenn durch eine unsachgemäße Installation der Teichpumpe ein Kabelbrand ausgelöst wird, der sich bis aufs Nachbargrundstück ausbreitet. Daher empfiehlt es sich eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die mögliche durch einen Gartenteich und dessen technisches Equipment verursachte Schäden abdeckt.

Meldepflicht für Koi-Seuche

Errger der sogenannten Koi-Seuche ist ein Herpesvirus, das Koi-Herpesvirus, kurz KHV genannt. Es befällt alle Karpfen und damit auch die wertvollen Koi, jene erstmals in China und Japan gezüchteten Farbkarpfenarten, der Stolz des Gartenetichbesitzers. Ob es sich dabei um das von Karpfen seit längerem bekannte Herpesvirus cyprini handelt, ist noch nicht geklärt. Andere Arten aus der Familie der Karpfenartigen Fische wie der Goldfisch, die Karausche oder Gras- und Silberkarpfen scheinen gegen den Virus immun zu sein, könnten aber möglicherweise Überträger sein.

Froschquaken

Wenn den Nachbar das nächtliche Froschkonzert im Gartenteich stört, kann er dann verlangen, dass die Frösche heraus gefangen und woanders ausgesetzt werden oder dass gar der ganze Teich zugeschüttet werden muss? Nein! In mehreren Gerichtsurteilen wurde entschieden, dass es sich beim nächtlichen Froschgequake nicht um einen ruhestörenden Lärm, sondern um Naturgeräusche handelt, die geduldet werden müssen. Bekanntlich stehen alle heimischen Amphibien unter Naturschutz. Man darf also gar keine freilebenden Frösche, Kröten oder Molche aus natürlichen Gewässern fangen und in den eigenen Gartenteich setzen.

Tiere aus anderen Gewässern mitnehmen

Kann man sich einheimische Tiere für den eigenen Gartenteich selbst aus Seen, Weihern, Fließgewässer der anderen natürlichen Gewässern fangen? Grundsätzlich darf man dies für alle Amphibien, Reptilien und unter Naturschutz stehenden Insekten, Muscheln und anderen Wirbellosen auf keinen Fall. Ebenso wenig darf man auch keine Tiere und Pflanzen aus unter Schutz stehenden Gewässern und Feuchtgebieten entnehmen, egal ob dies Arten an sich unter Naturschutz stehen oder nicht.

Gefahrenquellen für Kleinkinder am Gartenteich beseitigen

Sitzt man an einem lauen Sommerabend mit einem Glas Wein gemütlich vor dem Gartenteich, lauscht den zwitschernden Vögel und beobachtet das harmonische Treiben im und um den Gartenteich, dann denkt man sicher nicht daran das der Gartenteich eine Gefahrenquelle darstellen kann. Ob Tiere wie Igel oder Eichhörnchen beim Trinken in den Gartenteich fallen oder sogar Kleinkinder aus der Nachbarschaft, mit einfachen Mitteln kann man den Gartenteich schützen.





Fachbegriffe
Häufige Fragen