Elektrischer Strom und Sicherheit


Elektrischer Strom und Sicherheit


Auch am und im Gartenteich läuft ohne elektrischen Strom fast gar nichts – und das im wörtlichen Sinn. Das Wasser muss in Bewegung gehalten werden, Pumpen und Filteranlagen müssen betrieben, Wasserfontänen in Gang gehalten oder der Teich effektvoll beleuchtet werden. Immer braucht man dazu elektrischen Strom.

Doch die Kombination Wasser – elektrischer Strom ist nicht ungefährlich. Das gilt besonders für den 220/240 Volt Wechselstrom, der zwar über weite Strecken verlustfrei transportiert wird, aber in Verbindung mit Wasser sehr schnell tödlich werden kann. Denn Wasser ist ein besonders guter Leiter und leitet den Strom gut in den Boden ab. Wo immer möglich, sollte man daher Wechselstrom durch einen Gleichrichter in ungefährlicheren Gleichstrom umwandeln. Da Gleichstrom über längere Strecken jedoch nicht verlustfrei arbeitet, muss die Strecke zwischen Transformator und Endgerät möglichst kurz gehalten werden. Zudem wandeln moderne Brücken-Gleichrichter mit Hilfe einer Diodenschaltung negativen Stromfluss in positiven um, sodass der elektrische Strom gleichmäßiger und verlustärmer zur Verfügung steht. Dank moderner LED-Technik arbeiten ja auch bereits viele Geräte im Niedervoltbereich. Das gilt insbesondere für die Beleuchtung des Gartenteiches.

In jedem Fall ist die Sicherheit oberstes Gebot beim Verlegen und Installieren elektrischer Leitungen und Geräte im Garten und im Teich. Grundsätzlich dürfen nur Leitungen, Stecker und Geräte verwendet werden, die für Installationen im Freiland zugelassen und entsprechend gekennzeichnet sind. Für die Stromversorgung im Außenbereich muss zudem ein Fehlerstrom-Schutzschalter – kurz FDI- oder RCD-Schalter genannt, zur automatischen Unterbrechung des Stromkreises verwendet werden. Dies ist bereits seit nunmehr fast 30 Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Diese RCD/FI-Schalter unterbrechen die Stromzufuhr bereits bei einem Fehlerstrom von 30 Milli-Ampere. Z.B. wenn durch in ein Kabel eindringende Feuchtigkeit der Null-Leiter mit der Strom-führenden Ader kurz geschaltet wird. Solche RCD/FI-Schalter können fest in den Stromkreis eingebaut werden. Es gibt sie aber auch als mobile RCD/FI-Schalter als Vorschaltstecker in einem spritzwassergeschützten Gehäuse mit Kontrollschalter.

Grundsätzlich ist der gesamte Gartenbereich einschließlich natürlich des Gartenteiches wie ein Feuchtraum zu behandeln; deshalb müssen alle Installationen und Geräte feuchtraumgeschützt sein. Diese Arbeiten sollte man einem Elektriker überlassen.

Die Stromleitungen zum Gartenteich hin sollten grundsätzlich als Erdkabel in einem frostgeschützten Rohr in mindestens 40cm Tiefe verlegt werden. Grundsätzlich müssen die Steckdosen für Kabel und Geräte mindestens 2m vom Teichrand entfernt und spritzwassergeschützt installiert werden.

Besondere Probleme, was die Sicherheit bezüglich auf Fehlströme und Wasserlecks angeht, bereiten Kabeldurchführung durch die Beckenwand eines Fertig- oder Folienteiches. Hierauf wird im Abschnitt Unterwasserinstallationen näher eingegangen.





Fachbegriffe
Häufige Fragen