Standortwahl für den Gartenteich


Die Standortwahl


Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um einen Gartenteich richtig anzulegen, einen Gartenteich, in dem sich im Laufe der Zeit ein stabiles Gleichgewicht einstellt, der nicht zu verlanden droht und auch später nur wenig Pflegeaufwand erfordert, ist die richtige Standortwahl. Fehler lassen sich in diesem Punkt später nur mit großem Aufwand, wenn überhaupt, korrigieren.

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So idyllisch dieser kleine Gartenteich auch sein mag; im Herbst wird es Probleme geben mit Unmengen an Falllaub, welches von den Laubbäumen ringsherum, in den Teich fällt

Die Standortwahl ist vor allem abhängig von der Gartengröße, der Hanglage und den Beschattungsverhältnissen. Außerdem müssen bei diesen Vorüberlegungen natürlich auch der Typ und der Zweck, den der Gartenteich erfüllen soll, mit einbezogen werden.



Standort für den Zierteich

Wenn man einen Zierteich anlegen will, in dem vor allem die verschiedensten Pflanzen gepflegt werden sollen, so sollte man die verschiedenen Zonen so staffeln, dass man wenigstens von einer Seite, am besten in Süd-Nord-Richtung, einen freien Blick über den Gartenteich auf das gegenüberliegende Ufer hat – am besten von der Veranda, einem Gartenpavillon oder einer Sitzgruppe aus. Besonders wichtig kann das werden, wenn kleine Kinder im Garten herumtollen und sich der Gefahrenzone Teich nähern.

Gartenteich für Fische

Sollen neben den Wasserpflanzen auch einige Fische zur Belebung des Teiches eingesetzt werden oder soll der Teich in erster Linie zur Haltung und Zucht von Kois oder anderen Zierfischen genutzt werden? Dann muss man die Teichgröße und das Wasservolumen auf die Zahl der Teichfische abstimmen (oder umgekehrt Wieviel Teich brauchen die Fische, wieviel Fische braucht der Teich). Dann darf nicht die ganze Wasseroberfläche der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Sonst würde sich der Teich im Sommer zu stark aufheizen und schlimmstenfalls der Gehalt an gelösten Sauerstoff mit steigender Temperatur unter den mit der Temperatur steigenden Sauerstoffbedarf der Fische sinken. Deshalb sollte wenigstens ein Drittel der Wasserfläche im Schatten oder Halbschatten liegen (aber möglichst nicht im Schatten von Laubbäumen). Außerdem muss ein Teil der Wasserfläche von Schwimm- und Röhrichtpflanzen frei bleiben. Dann kann bei stürmischem Wind das Teichwasser kräftig durchmischt werden und genügend Luft und Sauerstoff auch in die unteren Wasserschichten über dem Teichgrund hineingeblasen werden. Ist solch eine teilweise windexponierte Lage des Gartenteichs nicht möglich, dann wird man später mit technischen Mitteln für eine zusätzliche Belüftung und Durchmischung sorgen müssen.

Standort für den Schwimmteich

Besonders viel Platz erfordert natürlich ein Schwimmteich mit breiten und rutschfesten Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten, einem angrenzenden Areal mit Sumpf- und Wasserpflanzen zur Biologischen Reinigung des Badewassers und zusätzlichem Raum für die Filter, Pumpen und weiteres technisches Equipment.

Schattige oder sonnige Laage

Der Gartenteich sollte teilweise beschattet sein oder wenigstens für einige Stunden im Halbschatten liegen. Laubbäume sollten allerdings soweit vom Teich entfernt sein, dass kein Falllaub in den Teich fallen kann. Bei der Anlage des Gartenteichs muss man berücksichtigen, dass anfangs kleine Bäume mit den Jahren in die Höhe wachsen und sich die Baumkronen dann immer mehr auch in Richtung Teich ausbreiten. Stattdessen kann man Nadelbäume in Teichnähe pflanzen oder Chinaschilf, Pampasgras oder Bambus. Diese Pflanzen bilden ein flaches, breites Wurzelgeflecht oder breiten sich durch unterirdische Rhizome und Ausläufer aus. Daher muss man eventuell eine Rhizomsperre in den Boden einbauen, damit sich die Wurzeln nicht bis zum Teich ausbreiten und die Teichfolie durchstoßen können.

Bei der Anlage des Gartenteichs ist außerdem ein gewisser Mindestabstand zur Grundstücksgrenze, zum Nachbargrundstück oder zur Straße einzuhalten. Dies ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gesetzlich geregelt. Ab einem bestimmten Wasservolumen muss außerdem eine Baugenehmigung beantragt werden. Und bei Schwimmteichen muss ab einer gewissen Wassertiefe theoretisch sogar ein Bademeister eingestellt werden, der den Badebetrieb beaufsichtigt.





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