Koi Farben - Bilder und Vorstellung der Varianten


Der Koi im Gartenteich


Farbkarpfen zählen zu den ältesten Haustieren, wurden sie doch schon vor mehr als 2000 Jahren in China aus gewöhnlichen Flusskarpfen heraus gezüchtet. Diese Koi galten als Glücksbringer. Und um dem Glück ein wenig nachzuhelfen, wurden im Laufe der Jahrhunderte immer neue Spielarten dieser Koi gezüchtet. Zu absoluter und bis heute unübertroffener Perfektion haben es dabei die Japaner gebracht. Seit mehr als 200 Jahren nehmen Koi japanischer Hochzuchten unangefochten eine Spitzenstellung ein. Im Laufe der Zeit hat sich eine schier unübersehbare Fülle von Farben, Mustern und Formen herauskristallisiert. Die bekanntesten und schönsten Kategorien und ihre zahlreichen Varianten werden hier in Wort und Bild vorgestellt.

Eigentlich werden die Farbkarpfen in Japan nicht Koi, sondern Nishikigoi (= farbiger Karpfen) genannt. Aber wenn sich dies in Europa schon nicht durchgesetzt hat, dann sollte man wenigstens die Kurzform Koi korrekt benutzen. Denn auch die Mehrzahl wird als Koi und nicht Kois genannt.

Aber eigentlich sind Koi Farbkarpfen, die von ganz normalen Flusskarpfen, dem Cyprinus carpio, abstammen, sie bilden also keine eigene Spezies, sondern sind immer noch genauso Zuchtformen des Karpfen – genauso wie den Spiegel- und der Lederkarpfen. Und immer wieder wurden auch europäische Spiegelkarpfen (mit wenigen, großen Schuppen) oder Lederkarpfen (mit nur ganz wenigen Schuppen) eingekreuzt, die im Japanischen als Doitsu = „deutsch“ bezeichnet werden.

Es waren zwar die Chinesen, die bereits vor vielen Jahrhunderten die ersten Farbkarpfen gezüchtet haben, aber die Japaner haben die Koi-Zucht in den letzten zweihundert Jahren zur absoluten Perfektion gebracht. Dabei entstanden im Laufe der Jahre immer wieder neue Farbvarianten, die in derzeit 16 Hauptkategorien und über 100 Untergruppen aufgeteilt werden.

Auch wenn man kein Koi-Experte ist oder sein will, lohnt es sich doch, sich einmal die einzelnen Kategorien, ihre Farb- und Formkriterien, näher anzusehen. Und wenn man sich etwas eingelesen hat, merkt man, dass diesem System eine gewisse Nomenklatur zugrunde liegt, die ebenso logisch geordnet ist wie die japanische Sprache insgesamt. Denn die Koi-Bezeichnungen sind meist ihren Eigenschaften entsprechend hierarchisch geordnet und mit entsprecehnden Silben bezeichnet. So ist z. B. ein Doitsu Ki Utsuri ein Utsuri (ein Koi mit einer weiteren Farbe auf schwarzem Grund) mit gelber Zeichnung (Ki = gelb) und wenigen, größeren Schuppen (= Doitsu, durch Rückkreuzung mit einem „deutschen“, bzw. europäischen Spiegelkarpfen).

zusammengestellt von Paul Botha, Public Domain



Kohaku-Koi

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Der Kohaku ist ein Nishikigoi mit einer roten Zeichnung auf weißem Grund mit einem ausgewogenen Verhältnis beider Farben (japanisch: kohaku = rot-weiß). Bei einem makellosen Exemplar sollten auch die Flossen reinweiß sein. In den weißen Feldern sollen die Schuppen gut sichtbar, in den roten dagegen möglichst unauffällig sein. Die Iris sollte weiß mit einem schwarzen Rand sein. Der Kopf sollte abgerundet sein. Japaner achten beim Kohaku vor allem auf die harmonisch aufeinander abgestimmten Körperproportionen als auf die Färbung. Der Kohaku ist eine der ältesten und beliebtesten Zuchtformen des Koi. Eine von den Japanern am meisten geschätzten Formen ist der Tancho Kohaku, da der kreisrunde rote Fleck auf dem Kopf an die japanische Nationalflagge erinnert. Beim Inazuma Kohaku (jap. Inazuma = Blitz) breitet sich das Rot zickzackförmig wie ein Blitz über den Rücken aus. Ein Nidan-Kohaku hat zwei, ein Sandan Kohaku drei, ein Yondan Kohaku vier und ein Godan Kohaku fünf rote Flecken. Interessant auch der Kuchibeni Kohaku, der Lippenfleck-Kohaku, der rote Lippen hat (japanisch Kuchibeni = Lippenstift). Der Doitsu Kohaku ist aus einer Rückkreuzung mit dem europäischen Spiegelkarpfen hervorgegangen, daher hat er nur wenige, große Schuppen auf ledriger Haut.

Sanke-Koi (Taisho Sanshoku)s

Auch der Sanke ist wie der Kohaku ein Farbkarpfen mit weißer Grundfarbe, aber zusätzlich zum Rot hat er schwarze Farbflächen (jap. San = drei). Wichtig ist aber beim Sanke, dass sich das Schwarz niemals auf dem Kopf befindet. Dagegen sind einige schwarze Streiche auf den Brust- und der Schwanzflosse erwünscht. Je nach Anordnung und Größe der schwarzen und roten Flecken differenziert man weiter: Beim Aka Sanke, dem „Roten Sanke“ reicht die rote Farbfläche vom Kopf bis zur Basis der Schwanzflosse. Beim Budo Sanke sind auf den roten Farbflächen die Schuppen schwarz gefärbt. Der Tancho Sanke hat – ähnlich wie der Tancho Kohaku einen runden roten Fleck auf der Kopfoberseite, während beim Kuchibeni Sanke, dem „Lippenstift-Sanke“, die Lippen rot gefärbt sind. Der Fuji Sanke hat einen metallisch silbrig glänzenden Kopf. Der Doitsu Sanke ist wiederum aus einer Rückkreuzung mit dem Spiegelkarpfen entstanden. Sanke zählen vor allem bei den europäischen Koi-Teichbesitzern zu den beliebtesten Farbkarpfen.

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Ein perfekt gezeichneter Sanke ist eigentlich ein perfekt gezeichneter Kohaku mit zusätzlichem Schwarz in den weißen Zwischenräumen der roten Zeichnung (KAMMERER 2012). Das hört sich einfach an, hat aber schon manchen japanischen Koi-Züchter zur Verzweiflung und manchmal auch in den Bankrott getrieben. Diese Züchter, die ihren ganzen Ehrgeiz auf die Züchtung eines perfekten Sanke gesetzt und dabei alles verloren haben, nennt man in Japan daher auch Sanke-Bimbo = Sanke bankrott.

Showa-Koi (Showa Sanshoku)

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Showa haben ähnlich wie die Sanke drei Farben, wobei allerdings nicht Weiß, sondern Schwarz die Körpergrundfärbung bildet, auf der dann Rot und Weiß liegen. Dabei sollte die schwarze Farbe auch bis auf die Flossen reichen und zusätzlich zu Rot und Weiß auch im Kopfbereich zu sehen sein. Beim Hi Showa reicht das Rot vom Kopf bis zum Schwanz, während Weiß die geringste Fläche einnimmt. Der Boke Showa hat unscharfe Ränder und verwaschene Übergänge zwischen den drei Farben. Der Tancho Showa hat wiederum einen kreisrunden roten Fleck auf dem Kopf. Beim Kindai Showa (jap. Kindai = modern) dominiert die weiße Farbe, und beim Koromo Showa geht das Schwarz über den roten Farbflächen in ein Netzmuster über. Der Doitsu Showa ist eine Kreuzung aus Showa und dem europäischen Spiegelkarpfen. Showa gibt es noch garnicht so lange: Sie wurden erstmals in den 1920-ziger Jahren während der japanisichen Showa-Dynastie (daher der name Showa) gezüchtet. Und wer sich wundert, dass ein Showa ja oft gar nicht so viel Schwarz aufweist, dass man es als eigentliche Körpergrundfärbung erkennen könnte, dem sei versichert, dass die frisch geschlüpften Showa in den ersten Tagen völlig schwarz sind und sich die roten und weißen Muster erst ganz allmählich ausbilden. Neben den Sanke und den Kohaku gehören Showa derzeit zu den beliebtesten Farbkarpfen. Und anderen Koi stehlen Showa zunehmend im wahrsten Sinne die Show – denn auf internationalen Koi-Ausstellungen sind sie es, die am häufigsten den Grand Champion stellen.

Bekko-Koi

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Der Bekko, der „Schildpatt“-Koi, hat schwarze Flecken auf weißem (Shiro Bekko), rotem (Aka Bekko) oder gelbem Untergrund (Ki Bekko), wobei die Kopfpartie frei von Schwarz sein muss.

Utsurimono-Koi

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Ähnlich wie beim Bekko ist der Utsurimono, kurz Utsuri genannt, zweifarbig, wobei die Grundfarbe nicht Weiß, sondern Schwarz ist. Dementsprechend werden Utsuri mit weißer Zeichnung auf schwarzem Grund Shiro Utsuri genannt. Bei den Hi Utsuri ist die Zeichnung rot und bei den Ki Utsuri gelb. Außerdem sollte der Kopf immer auch einen Anteil an Schwarz aufweisen. Dabei ist es wichtig, dass die farbigen Felder und Muster deutlich vom Schwarz abgegrenzt sind. Das Schwarz verteilt sich bei besonders wertvollen Utsuri abwechselnd über die linke und rechte Körperseite – wie bei einem Spiegelbild. Schließlich bedeutet Utsuri im Japanischen nichts anderes als „gespiegelt“. Auf den Brustflossen sind schwarze Streifen zu sehen. Der Doitsu Usuri ist wiederum eine Kreuzung aus Utsuri und einem „deutschen“ Spiegelkaprfen (Doitsu = deutsch), wobei je nach Farbmuster zwischen Doitsu Ki Utsuri (gelb auf schwarz), Doitsu Shiro Utsuri (weiß auf schwarz) und Doitsu Ki Utsuri (Gelb auf Schwarz) unterschieden wird.

Asagi-Koi

Der Asagi fällt unter den Koi besonders ins Auge, da er mit seinem Farbmuster völlig von den bisher vorgestellten Farbkarpfen abweicht. Und mit Recht erfreuen sich Asagi auch in Europa zunehmender Beliebtheit. Der Asagi ist eine der ältesten japanischen Zuchtsorten. Asagi bedeutet wörtlich übersetzt „hellblau“. Der Asagi hat einen dunkelblauen Rücken, auf dem sich die Schuppen mit ihren hellblauen bis weißlichen Rändern deutlich abheben. Der übrige Körper ist fast durchscheinend weiß gefärbt, wobei Wangen, Bauch und die Brustflossen einzelne, leuchtend orange Flecken haben. Die Kopfoberseite sollte makellos hell-weiß ohne weitere Muster sein. Im Vergleich zu anderen Koi haben Asagi einen eher schlanken Körper, der dem Wildkarpfen ähnelt. Als Shusui wird ein Koi bezeichnet, der eigentlich nach der japanischen Nomenklatur Doitsu Asagi heißen müsste: Ein Asagi, der durch das Einkreuzen von Spiegel- und Lederkarpfen fast gar keine Schuppen mehr hat. Shusui haben nur noch wenige Zeilen mit blaugrauen Spiegelschuppen unterhalb der Rückenflosse, während die Flanken rot gefärbt sind.

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Beim Asagi werden verschiedene Blautöne unterschieden: Ein dunkelblaues Exemplar wird Konjo Asagi, ein hellbaues Narumi Asagi genannt oder, wenn das Blau besonders hell ist, auch Mizu Asagi. Beim Taki Asagi trennt eine weiße Linie die roten und blauen Farbfelder. Beim Ki Shusui ist das Rot durch einen Gelbton ersetzt worden. Beim Perl Shusui glänzen die Schuppen perlmuttfarben.

Koromo-Koi (oder Goromo)

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Koromo heißt im Japanischen Kleidung, und ein Koromo-Koi hat wirklich ein besonderes Farbkleid: Auf weißem Grund liegt eine rote Zeichnung. Unter diesem Rotton liegen dann noch blaue oder schwarze Schuppenränder. Der Ai Goromo hat einen komplett blauroten Grundton, während die Kopfzeichnung aus reinem Rot besteht. Der Sumi Goromo hat eine weinrote Grundfarbe mit Dunkelrot im Kopfbereich. Der sehr seltene Budo Goromo hat ein traubenbeerenförmiges Muster.

Weitere Koi

Als Kawarimono werden Koi bezeichnet, die sich keiner der bisher beschriebenen Gruppen zuordnen lassen. Dazu gehören schwarze Farbkarpfen = Karasugoi, gelbe Koi = Kihoi, braune = Chagoi, grüne = Midorigoi und der Matsubagoi. Der Matsubagoi ist ein Koi mit einem tannenzapfenförmigen Muster auf den Schuppen. Allen diesen Kawariomono ist gemeinsam, dass sie nicht metallisch glänzen. Auch jede Neuzüchtung wird zunächsr in diese Gruppe aufgenommen, bis für sie eine eigene Kategorie geschaffen und Bewertungskriterien für diese Koi-Varietät aufgestellt worden sind. So wurde auch für den Goshiki eine eigene Gruppe geschaffen:

Goshiki sind fünffarbige Koi mit Schwarz, Dunkelblau, Blau, Rot und Weiß, wobei es offen ist, welche Farbe dominant ist und den Grundton angibt.

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Hikari Mujimono sind metallisch glänzende, einfarbige Koi (Hikari = glänzend). Es gibt weiße Platinum Ogon, goldgelbe Yamabuki Ogon, mausgraue Nezu Ogon, orangefarbene Orenji Ogon (wobei solche mit Spiegelkarpfenschuppen Mizuho Ogon genannt werden) und den Sakura Ogon, der allerdings eher zweifarbig ist und zusätzlichen zum Weiß eine rote Zeichnung aufweist.

Auch Hikari Moyomono sind metallisch glänzende Koi aber mit mehr als einer Farbe. Die Kombination Gelb-Weiß wird als Hariwake bezeichnet, Rot-Oange auf schuppenlosem, weißem Untergrund als Kikusui; der Yamaronishiki ist ein metallisch glänzender Sanke und der Kujaku ein metallisch glänzender, füfnfarbiger Goshiki.

Hikari Utsurimono: In der dritten Grupe von metallisch glänzenden Koi sind Sanke- und Showa-Formen untergebracht worden: Kin Showa ist ein goldfarbener Koi mit einem metallisch glänzenden Rot. Gin Showa ist dagegen silberfarben mit metallisch glänzendem Orangerot. Kin Hi Utsuri und Kin Ki Utsuri haben stattdessen einen metalisch glänzenden Gelbton.

Kin Gin Rin sind Farbkarpfen mit gold-silbernen Schuppen mit einer zusätzlichen, das Licht reflektierenden Schicht. Mindestens 25 Schuppen sollten einen solchen Glitzereffekt haben. Glanzschuppen über einer roten Zeichnung erscheinen dabei goldfarben, Glanzschuppen auf weißem oder schwarzem Untergrund dagegen silberfarben. Bei einem sogenannten Beta Gin reflektiert die gesamte Schuppe, beim Kado Gin dagegen nur den Rand der Schuppe. Ein Perl Gin Rin hat Schuppen, die nur in der Mitte perlmutterartig glänzen. Ein Ginbo ist ein dunkler Koi mit silbrigem Glanz, Kino einer mit Goldglanz. Ginsui ist ein Shusui mit silbrigem, Kinsui einer mit Goldglanz, also beides Frabkarpfen, die mit Spiegelkarpfen rückgekreuzt worden sind.

Tancho ist ein Koi mit einem roten Scheitel. Im Idealfall hat er auf der Kopfoberseite einen kreisrunden roten Fleck, der für die japanische Nationalflagge steht, am übrigen Körper aber kein weiteres Rot. Entsprechend gibt es Tancho Sanke, Tancho Showa und Tancho Kohaku.

Konoko, was wörtlich übersetzt „Rehkitz“ bedeutet, ist ein Koi, bei dem einzelne farbig abgesetzte Schuppen über den ganzen Körper verteilt sind – so etwa wie rötliche Sommersprossen oder die weißen Flecken im Fell eines Rehkitzes. So gibt es z.B. einen Konko Showa mit roten „Sommersprossen“, die gleichmäßig über die ganze weiße Fläche des Körpers verteilt sind.

Kage sind Showa oder Utsuri mit einem Netzmuster über der weißen Zeichnung.

Butterfly ist eine relativ neue Koi-Züchtung, bei der nicht die Farben, sondern die Flossenform im Vordergrund stehen. Bei diesen Butterfly-Koi sind die Flossen mindestens doppelt so groß wie anderer Koi. Hat ein Koi solche überdimensionalen Flossen aufzuweisen, dann wird das Prädikat Butterfly einfach vor den eigentlichen Sortennamen gestellt. Dann wäre also z. B. ein Butterfly Showa ein Farbkarpfen mit roter und weißer Zeichnung auf schwarzem Grund und überdimensionierten Flossen.

So verwirrend die Vielzahl dieser Kategorien und Zuchtsorten der Koi auf den ersten Blick sind, wenn man sich damit näher befasst, erkennt man, dass doch eine gewisse Systematik in der japanischen Nomenklatur und der Zuordnung immer wieder kehrenden Silben zu bestimmten Farbmuster und Formen besteht. Das trifft zum Einen auf die Farben, zum anderen auch auf die Anzahl bestimmter Muster und die Art der Musterung zu. Hierzu ein kleiner Überblick (in Anlehnung an GONELLA & BOEHRER 1989, modifiziert und gekürzt):

Farben
shiro = weiß
nezu = grau
ki = gelb
cha = braun
midori = grün
karasu = völlig schwarz
sumi = Nur schwarze Flecken
aka = völlig rot
hi = Nur rote Flecken
sanke = zweifarbig
sanshoku = dreifarbig
shoku = Farbe

Zahlen
ichi = eins
ni = zwei
san = drei
yon = vier
go = fünf
nidan = zweistufig
sandan = dreistufig
yondan = vierstufig
goshiki = fünffarbig

Muster
doitsu = Deutsch, Koi mit „deutschem“ Spiegel- oder Lederkarpfen gekreuzt
Tancho = Roter Felck auf dem Kopf (Nationalflagge, Kranich)
utsuri = reflektierend
hikari = glänzend
inazuma = blitzförmig
bekko = Schildpatt
matsuba = Tannenzapfen-Muster
kuchibeni = Lippenstift, rotes Maul
budo = traubenförmig
Rin = Schuppe
Gin Rin = Silbrig glänzende oder spiegelnde Schuppen

Wer sich einen Überblick verschaffen will über das breite Angebot an erstklassig gezeichneten Koi, prämierte Exemplare in den beliebtesten Zucht-Kategorien einmal selbst in Augenschein nehmen will, der sollte einmal der Interkoi einen Besuch abstatten, der größten Indoor Messe für Koi und Zubehör auf europäischem Boden. Sie wurde jährlich ausgerichtet und findet 2014 in Kalkar statt. Zwar werden für besonders schön gezeichnete und große Prachtexemplare immer noch bis 1000 Euro und mehr gezahlt, der eigentliche Boom, wo mancher Koi-Besitzer und –Züchter seine Farbkarpfen auch als zukunftssichere Kapitalanlage ansah, ist vorbei. Heute bekommt man schon ganz passabel aussehende Koi für 20 Euro und weniger – und solche Exemplare müssten eigentlich als Besatz für einen „normalen“ Gartenteich reichen. Koi sind als Zierfische für den eigenen Gartenteich vor allem deshalb so interessant, weil sie recht alt und schnell handzahm werden, jeder Fisch sein individuellen Charakter hat – und das ganz unabhängig davon, was er gekostet hat. Am wichtigsten ist es, dass man seine Koi beim Züchter oder wo nicht möglich bei einem Fachhändler erwirbt (QUILLMANN 2002), der durch eine mehrwöchige Quarantäne sicher stellt, dass die Koi gesund sind, nicht mit dem Koi-Herpes-Virus oder anderen Fischkrankheiten infiziert sind.

Literaturhinweise

GONELLA,H. & P.BOEHRER ( ): Koi – Japanische Farbkarpfen. (bede-Verlag, Ruhmannsfelden),79 S.
HILBLE,R. (1998): Kois .-(Gräfe & Unzer Verlag, München), 65 S.
HOLMES,K. & T.PITHAM (2003): Koi im Gartenteich – Farbformen.-(Natur & Ter Verlag, Münster), 96 S.
KAMMERER,M. (2012): Showa – der Rockstar.- Schwarz-Weiß-Rot in Perfektion.- Gartenteich – Das Wassergarten-Magazin (Dähne Verlag, Ettlingen) 3/2012, S.26-30.
LAUX,D. (2007): Wer zählt die Farben, nennt die Namen? – die Koi-Varietäten.- Gartenteich Sonderheft Koi & Koiteiche. (Dähne Verlag, Ettlingen), S.12-17
QUILLMANN,W. (2002): Der Koikauf im Allgemeinen und der Tategoi im Besonderen.-iN. Gartenetich – Das Wassergarten-Magazin (Dähne Verlag, Ettlingen) 2/2002: S. 18-21.
Seite „Koi“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 31. August 2013, 16:38 UTC.





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