Seerosen-Schnittlinge - Glossar

Seerosen bilden Rhizome, die ihnen als Speicher- und Überwinterungsorgan dienen. Einige Seerosenarten haben kurze, verdickte Rhizome, die senkrecht in das Bodensubstrat eingesetzt werden. Andere Seerosen haben längere, teilweise verzweigte Wurzelstöcke, die horizontal dicht unter der Substratoberfläche eingepflanzt werden. An den Enden solcher langen Rhizome bilden sich sogenannte Augen als Vegetationspunkte, aus denen dann im nächsten Frühjahr Jungpflanzen austreiben. Diese werden in den Pflanzengärtnereien abgeschnitten und dann als Seerosen-Schnittlinge im Handel angeboten.

Solche Schnittlinge sind zwar preisgünstiger als gut bewurzelte Containerware, aber sie wachsen auch wesentlich langsamer an und bilden in den ersten Jahren meist auch keine Blüten. Beim Kauf sollte man sich wenigstens erkundigen, ob die Schnittstellen mit einem Desinfektionsmittel behandelt wurden. Denn sonst könnten krankheitsbildende Bakterien und Pilze über die Wundflächen eindringen. Unter Umständen kann man das aber auch selbst nachholen. Meist wird empfohlen, die Schnittstellen mit Holzkohle zu desinfizieren. Wirksamer ist eine schwache Kaliumpermanganatlösung. Kaliumpermanganatkristalle werden in einem Eimer mit Wasser aufgelöst, bis sich die Lösung purpurrot färbt. Dann taucht man die frischen Schnittlinge etwa 5min lange in diese Kaliumpermanganatlösung ein und kann sie dann auspflanzen.

Schneidet man aus den eigenen Seerosenstauden die Schnittlinge selbst, dann darf man dazu nur ein scharfes und ebenfalls ausreichend desinfiziertes Messer verwenden, um die Übertragung von Krankheitskeimen zu vermeiden.



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