Die Muschelblume - Pistia stratiotes

Eckdaten

  • Muschelblume
  • lat: Pistia stratiotes
  • Haltung: einfach
  • Zucht: vegetative Vermehrung, einfach
  • Tiefe: Schwimmpflanze
  • Standort: halbschattig
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Winterhart: nein

Die Muschelblume, auch Wassersalat genannt, stammt aus den Tropen und muss frostfrei überwintert werden. Die graugrünen Blätter dieser Schwimmpflanze haben feine, wasserabstoßende Härchen und einen langen Wurzelbart, mit dem sie die im Wasser gelösten Nährstoffe aufnehmen. Die Muschelblume bildet kleine, unscheinbare Blüten, vermehrt sich in unseren Brieten aber meist vegetativ durch Ausläufer, an denen sich Tochterpflanzen bilden. Man setzt sie den Winter über am besten in ein Warmwasseraquarium, wo sie sich weiter vermehren kann und bald einen dichten Schwimmpflanzenteppich bildet, der regelmäßig ausgelichtet werden muss.

Foto: Peter Schröder, Copyright: H.Fröhlich 2013



Verbreitung und Lebensraum der Muschelblume

Die Muschelblume ist in den Tropen und Subtropen fast weltweit verbreitet. Meist breitet sie sich am Rand stehender Gewässer aus. Dabei kommt sie bis in Höhenlagen von 1.200m ü.NN und mehr vor.

Merkmale, Form und Färbung der Muschelblume

Die Muschelblume ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Sie bildet dichte, graugrüne Blattrosetten, die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Die Pflanze wird daher auch manchmal Grüne Wasserrose genannt. Die Muschelblume gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Blätter sitzen dicht beieinander, da sie keine Stiele haben. Die Blätter sind dicht mit feinen Härchen, sogenannten Trichomen besetzt, die wasserabstoßend sind.

Foto: Keisotyo, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Das Wasser perlt ab, wie beim Lotuseffekt der Lotusblume Nelumbo spec. Die kleinen, getrenntgeschlechtlichen Blüten haben laubblatt-ähnliche, grau-weiße Hochblätter, die auf der Außenseite behaart, innen dagegen unbehaart sind. Die weiblichen Blütenstände haben jeweils nur eine Blüte mit einem eiförmigen Fruchtknoten. Mehrere Blüten bilden dagegen die männlichen Blütenstände. Jede männliche Blüte hat zwei Staubgefäße. Nach der Blütezeit entwickelt sich eine winzig kleine Beere als Frucht. Die Frucht springt nach einiger Zeit und gibt die in der Regel wenigen Samen frei. Im Englischen wird die Muschelblume Water Lettuce (Wassersalat) genannt.

Pflege der Muschelblume im Gartenteich

Die Muschelblumen brauchen einen halbschattigen Platz in der Freiwasserzone des Gartenteichs, auf der sie als Schwimmpflanze treiben kann. Zumindest sollte sie nicht permanent der vollen Sonne ausgesetzt sein. Sie muss frostfrei überwintert werden. Dazu setzt man sie, so man hat, auf die Wasseroberfläche eines mäßig beleuchteten Warmwasseraquariums (bis 26 Grad Celsius, Karbonathärte bis 15KH, pH 6,5 bis 7,2), wo sie sich bald ausbreitet und gelegentlich ausgelichtet werden muss. Eine andere Möglichkeit der Überwinterung besteht darin, sie in einen wasserdichten Kübel mit einem lehmigen Bodensubstrat bei mindestens 15 Grad Celsius in einem hellen Raum zu stellen.

Vermehrung der Muschelblume

Die Muschelblume vermehrt sich bei zusagenden Standortbedingungen bald vegetativ über kurze Ausläufer, an denen sich Adventivpflanzen bilden.