Der Wurmfarn - Dryopteris filix-mas

Eckdaten

  • Wurmfarn
  • lat: Dryopteris filix-mas
  • Haltung: einfach
  • Zucht: einfach
  • Tiefe: 0cm
  • Standort: schattig bis halbschattig
  • Wasserhärte: kalkfreier, humusreicher Boden
  • Winterhart: ja

Der gemeine Wurmfarn ist in Mitteleuropa von der Ebene bis in mittlere Höhenlagen weit verbreitet. Früher wurde seine pharmakologisch wirksamen Inhaltsstoffe des Wurzelstocks zur Bekämpfung von Haken- und Bandwürmern genutzt. Der Wurmfarn ist aber auch für den Menschen giftig. Deshalb sollte man beim Pflanzen und umsetzen des Wurmfarns Gartenhandschuhe tragen. Man gibt ihm einen Platz im Halbschatten auf einem gut wasserdurchlässigen, humusreichen und kalkfreien Boden. Die Farnwedel des Wurmfarns stehen in dicht gedrängten, trichterförmigen Rosetten. Er lässt sich über seien Sporen und Teilung des Rhizoms leicht vermehren.

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Verbreitung und Lebensraum des Wurmfarns

Der Wurmfarn ist in ganz Mitteleuropa häufig. Man trifft ihn noch in Höhenlagen von bis zu 1200m ü. NN. Er besiedelt vor allem die krautige Unterschicht von Laubwäldern, kommt aber auch auf Schutthalden und Hochstaudenfluren vor. Außerhalb Europas kommt er in West- und Zentral-Asien, Nordafrika und Nordamerika vor. Die Raupen zweier Eulenfalterarten sind auf den Wurmfarn als Futterpflanze angewiesen.

Merkmale, Form und Färbung

Der Wurmfarn ist ein mehrjähriger, aber nur sommergrüner Farn. Aus dem Wurzelstock entspringen die in trichterförmigen Rosetten stehenden Blattwedel, die bis zu 120cm in die Höhe ragen können. Die Blätter haben einen kurzen, aber kräftigen Blattstiel. Diese Stiele sind gelblich gefärbt und dünn mit blassen Spreuschuppen besetzt. Die Blattspreite haben eine länglich lanzettförmige Gestalt mit einer breiten Basis und laufen zur Spitz sehr schmal zu. Die Sporangiensori haben eine runde Form und sitzen auf der Blattunterseite in 2 Reihen.

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Die Sporen reifen zwischen Juli und September. Der Wurmfarn zieht im Winter die grünen Wedel ein. Der Wurmfarn kann leicht mit dem Frauenfarn Athyrium filix-femina verwechselt werden, dieser hat jedoch hellere Blätter und feiner gesägte Fiederchen. Das Rhizom des Wurmfarms enthält Glucinole, die früher als Heilmittel zur Bekämpfung von Haken- und Bandwürmer genutzt wurden. Diese Zellgifte lähmen aber nicht nur die glatte Muskulatur der Würmer, sondern auch die Wirtes. Das kann zu Störungen des Zentralen Nervensystems bis zur Atemlähmung führen. Beim Umgang mit dem Farn ist also Vorsicht angebracht, da er giftig ist. Im Fachhandel wird auch eine Zuchtform Dryopteris filix-mas "Barnesii" unter der Bezeichnung Steiler Wurmfarn angeboten, da bei ihr die Farnwedel noch steiler aufrecht stehen als bei der Stammform.

Pflege des Wurmfarns im Gartenteich

Der Wurmfarn ist ein sehr widerstandsfähiger Farn, der fast überall wächst. Er gedeiht aber am besten an einem halbschattigen Platz auf einem kalkfreien, neutralen Boden. Er braucht einen sehr humusreichen Boden; gegenüber Staunässe ist der Wurmfarn jedoch sehr empfindlich.

Vermehrung des Wurmfarns

Der Wurmfarn lässt sich über die Sporen und durch Teilung vermehren.