Die Kardinals-Lobelie - Lobelia cardinalis

Eckdaten

  • Kardinals-Lobelie
  • lat: Lobelia cardinalis
  • Haltung: mittel
  • Zucht: mittel
  • Tiefe: 10 bis 20cm
  • Standort: sonnig, windstill
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Winterhart: nein

Die Kardinals-Lobelie stammt aus Nordamerika, wo sie Sümpfe und Uferzonen von Flüssen und Seen besiedelt. Mit ihren leuchtend roten Blütenständen ist sie jedoch auch bei uns eine häufig gepflegte Zierpflanze. Sie eignet sich als Unterwasserpflanze fürs Aquarium, als emerse Wasser- und Sumpfpflanze für die Flachwasserzone im Gartenteich oder in einem kleinen Miniteich, ebenso wie im Sumpfbeet. Als Wasserpflanze braucht sie einen warmen, sonnigen Platz bei Wassertemperaturen zwischen 22 und 26°C und nährstoffreichem, aber leicht saurem bis alkalischem und vor allem sauberem Wasser. Sie ist in der Regel nicht völlig winterhart und sollte im Winter in ein Aquarium umgesetzt oder mitsamt dem Miniteich ins Haus geholt werden. Die Kardinals-Lobelie lässt sich sowohl mit Hilfe von Stecklingen, als auch mit ihren Samen vermehren.

Foto: Wouter Hagens, Public Domain



Verbreitung und Lebensraum der Kardinals-Lobelie

Die Kardinals-Lobelie kommt in den Sümpfen und entlang der Ufer von Seen und Flüssen Nordamerikas vor. Dort blüht sie zwischen Juli und September.

Merkmale, Form und Färbung der Kardinals-Lobelie

Die Kardinals-Lobelie, auch Scharlachrote Lobelie genannt, ist mit unserer einheimischen Wasser-Lobelie Lobelia dortmanna verwandt und gehört zu den Glockenblumengewächsen (Familie Campanulaceae). Diese krautige Lobelienart kann bis zu 1m in die Höhe wachsen. Die langstieligen Blätter stehen an fleischigen, kahlen und rötlich überlaufenen Stängeln. Die Unterwasserblätter sind schmal länglich bis umgekehrt eiförmig und können 10 bis 11cm lang werden. Die submersen, untergetauchten Laubblätter sind hellgrün, die emersen Blätter über der Wasserlinie dunkelgrün bis violett gefärbt. Der etwa 20cm lange Blütenstand entwickelt sich nur über der Wasserlinie. Die Blüten, die zahlreich in traubenförmigen Blütenstanden stehen, haben eine leuchtend rote Farbe.

Foto: Delphine Ménard, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.0 Frankreich

Jede Blüte setzt sich aus 5 Kelchblättern zusammen, die bis zu 10mm lang sind. Die unteren drei Kelchblätter, die die Unterlippe bilden, sind leicht nach unten gebogen, sodass sie in ihrer nordamerikanischen Heimat von Vögeln bestäubt werden können. Die Landform hat etwas größere, spitz ovale, dunkelgrüne Blätter, die häufig violett überlaufen sind.

Pflege der Kardinals-Lobelie

Die Kardinals-Lobelie eignet sich sowohl zur Pflege im Warmwasseraquarium, wo sie in den sogenannten Holländischen Pflanzenaquarien längst einen Stammplatz einnimmt, als auch für die Flachwasserzone im Gartenteich oder in einem Miniteich. Ihre attraktiven Blütenstände entwickelt sie eher unter Freilandbedingungen als im Aquarium. Bei guter Nährstoffversorgung entwickelt die Kardinals-Lobelie zahlreiche Seitentriebe und einen kräftigen Blütenstand. Sie ist allerdings eine ausgesprochene Warmwasserpflanze (Wassertemperaturen zwischen 22 und 26°C), braucht einen sonnigen, windgeschützten Platz und ist in unseren Breiten nicht winterhart. Daher muss man sie während der Wintersaison in ein Aquarium umsetzen oder mitsamt dem Miniteich ins Haus holen. In wärmeren Regionen mit milden Wintern kann sie unter Umständen auch draußen bleiben und mit Falllaub oder einem ähnlichen Frostschutz abgedeckt werden. Dann setzt man sie am besten auf einen nicht zu feuchten Boden außerhalb des Teiches. Zu dicht gepflanzt, kann die Kardinals-Lobelie von Pilzkrankheiten befallen werden, außerdem wird sie mitunter ein Opfer von Schnecken.

Vermehrung der Kardinals-Lobelie

Die Kardinals-Lobelie bildet an den Stängelknoten Wurzeln, sodass sie am besten mit Hilfe von Stecklingen vegetativ vermehrt werden kann. Oder man teilt im Frühjahr den Wurzelballen der krautigen Staude. Auch eine Aussaat zwischen Frühjahr und Frühsommer kann zum Erfolg führen.