Rasen am Gartenteich

In der Regel wird der Gartenteich nicht unmittelbar an eine Rasenfläche angrenzen. Meist befindet sich eine mit Teichrandpflanzen bepflanzte Uferzone dazwischen, die die Wasserfläche vom Umland trennt. Doch es gibt immer mehr Gartenteiche, die auf eine solch trennende Zone verzichten. Sei es bei einem Schwimmteich, bei dem die Wasserfläche direkt an die Liegewiese angrenzen soll, oder bei einem Designerteich, der aus gestalterischen Aspekten so angelegt wird.

Auf diese Weise angelegte Teiche stellen den Besitzer vor mehrere Herausforderungen, die wir im Folgenden genauer betrachten möchten und Lösungsideen anbieten. Schon mit einfachen Mitteln kann man sich so vor Algenblüten, Fischsterben und trübem Wasser schützen.

 

Reinigungswirkung durch die Teichrandpflanzen

Vor man sich dazu entschließt einen Gartenteich teilweise oder vollständig ohne Randbepflanzung anzulegen sollte man sich mit den Aufgaben auseinandersetzen, die die Teichpflanzen am Teichrand haben.

Sowohl die Teichpflanzen in der Flachwasserzone, als auch die Pflanzen am Teichrand entziehen dem Teichwasser große Mengen an Nährstoffen, die die Pflanzen zum Wachsen benötigen. Diese Nährstoffe wie beispielsweise Phosphat und Nitrat sind Abfallstoffe die aus Fischkot und verrottenden Pflanzenteilen entstehen. Ist die Konzentration an diesen Nährstoffen im Wasser sehr hoch und werden diese nicht von den Wasserpflanzen verzehrt, dann entwickeln sich teilweise schlagartig große Mengen an Algen, die aufgrund der hohen Nährstoffkonzentration blitzartig wachsen. So kommt es im Sommer gerade in schwach bepflanzten Gartenteichen zu Algenblüten.

Lösungsidee: Um die fehlende Randbepflanzung auszugleichen sollte man an einer anderen Stelle eine reich bepflanzte Flachwasserzone anlegen. Dies kann beispielsweise an der gegenüberliegenden Seite des Schwimmteiches sein. Bei Gartenteichen, die vollständig ohne Flachwasserzone und Uferbepflanzen auskommen sollen sollte ein zweiter Teich als Filterteich konzipiert werden. Dieser kann 30% der Wasserfläche des Hauptteiches beinhalten und dicht mit nährstoffzehrende bepflanzt sein. Mit einer Teichpumpe kann das Wasser dann zur Reinigung vom Hauptteich in den Filterteich gepumpt werden. Der Rücklauf kann entweder über einen Bachlauf oder einen unsichtbar verlegten Schlauch erfolgen.

Rasenmähen und Blätter als Verschmutzungsfaktor

Ein nicht unbeträchtliches Risiko kann vom Rasenmähen ausgehen. Gerade bei Rasenmähern mit Seitenauswurf oder bei Mulchmähern wird der Grasschnitt sehr fein zerschnitten und aus dem Rasenmäher geschleudert. Wird dann der Rasen direkt neben dem Gartenteich gemäht werden teilweise größere Mengen des Grasschnitts in das Wasser geblasen. Durch die Verrottung entstehen große Mengen an Nährstoffen im Wasser die im schlimmsten Fall zu Fischsterben oder einer massenhaften Vermehrung von Algen führen können. Daher sollte man beim Kauf eines Rasenmähers auf den Auswurf achten, Rasenmäher mit Heckauswurf und Grasfangsack sind zu bevorzugen. Dieser Rasenmäher Test stellt unterschiedliche Modelle vor und gibt Auskunft über den Grasschnittauswurf.

Aber auch umhertreibende Blätter werden, aufgrund der fehlenden Randbepflanzung, vom Wind direkt ins Wasser geblasen. Durch kleine Stecknetze, die man im Herbst um den Gartenteich anbringt kann, oder Laubnetze, die man über den Gartenteich spannt, kann man den Laubeintrag ins Wasser verringern und damit die Wasserqualität sichern.