Der Schwimmfarn - Salvinia natans

Eckdaten

  • Schwimmfarn
  • lat: Salvinia natans
  • Haltung: einfach
  • Zucht: mittel
  • Standort: sonnig
  • Winterhart: ja

Der Schwimmfarn ist eine der wenigen echten Wasserpflanzen, die zu den echten Farnkrautgewächsen gehören. Er kann sich durch Sporen und Brutpflänzchen vermehren. Die filzförmigen, von Wasser unbenetzbaren Blätter schwimmen auf der Wasseroberfläche. Er versorgt sich mit im Wasser gelösten Nährstoffen über seine untergetauchten Scheinwurzeln, die in Wirklichkeit aus zerschlissenen submersen Blättern gebildet werden. Mit der Zeit bilden sich kleinere, dichte Kolonien des im Wasser treibenden Schwimmfarns. Im Herbst sterben die Pflanzen ab und sinken mitsamt ihren Sporen auf den Grund des Teichs. Aus diesen Sporen entwickeln sich im darauf folgenden Frühjahr neue Schwimmfarnpflanzen. Alternativ kann man den Schwimmfarn ganzjährig als Grünpflanze erhalten, wenn man ihn im Wintergarten oder einem beheizten Gewächshaus in einer Wasserschale im Winter weiter kultiviert.

Foto: Peter Schröder, Copyright: H.Fröhlich 2013



Verbreitung und Lebensraum des Schwimmfarns

Der Schwimmfarn Salvinia natans ist in Mitteleuropa äußerst selten, da er wärmebedürftig ist. Permanente Populationen bildet er daher nur in einigen stehenden Gewässern, Teichen, Tümpeln und Altarmen, in der Oberrheinischen Tiefebene. Das Verbreitungsgebiet des Schwimmfarns reicht von Westeuropa bis Ostasien und Japan.

Merkmale, Form und Färbung des Schwimmfarns

Der Schwimmfarn ist ein echter Farn und stellt eine eigene Farnfamilie, die Schwimmfarngewächse Salviniaceae. Der Schwimmfarn bildet kleine, auf dem Wasser treibende Kolonien. Die Sprossen sind nur schwach verzweigt. An ihnen stehen die gegenständigen, streng zweizeilig angeordneten, elliptischen Schwimmblätter. Jedes Blättchen ist auf der Oberseite mit Borstenhärchen besetzt, die wasserabstoßend sind (Lotuseffekt!). An der Unterseite der Sprossen sitzen fein zerschlissene submerse Blätter, die als Wurzeln fungieren. Schwimmblätter und die rudimentären Unterwasserblätter bilden jeweils dreizählige Quirle. An der Basis dieser Unterwasserblätter stehen dicht an dicht die Sporangienträger, in denen sich die Sporen befinden. Diese Sporen werden zwischen August und Oktober gebildet. Diese sinken zusammen mit den absterbenden Pflanzen im Winter auf den Gewässergrund, woraus sich dann im kommenden Frühjahr neue Schwimmfarne entwickeln.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Schwimmfarn im Spätherbst in einen Wasserbehälter im Wintergarten oder Gewächshaus oder in ein Aquarium umzuquartieren und als immergrüne Wasserpflanze weiter zu kultivieren. Neben diesem Schwimmfarn Salvinia natans gibt es auch eine zweite Art, Salvinia auriculata, die statt elliptische rundlich-ovale Schwimmblätter hat.

Pflege des Schwimmfarns im Gartenteich

Im Gegensatz zum Froschbiss braucht der Schwimmfarn kalkreiches Wasser um zu gedeihen. Man hat also keine Chance, beiden Schwimmpflanzen im gleichen Gartenteich erfolgreich kultivieren zu können.

Vermehrung des Schwimmfarns

Der Schwimmfarn bildet zwei verschiedene Sorten von Sporen. Beide, sowohl die kleinen Mirkosporen als auch die großen Makrosporen haben eine sterile Hülle. Diese fruchtähnlichen Gebilde werden Sporangien oder Sporokarpien genannt.

Foto: Kenraiz, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Das Megasporangium enthält nur eine einzige große Megaspore. Dieses löst sich von der Schwimmpflanze, sinkt zu Boden und überwintert im weichen Sediment des Gartenteichs. Während der Wintermonate wächst in dieser Megaspore ein weibliches sogenanntes Prothallium heran, welches befruchtet wird und dann den neuen pflanzlichen Embyro bildet. Daraus entsteht dann im darauf folgenden Frühjahr eine neue Schwimmpflanze, die dann nach oben zur Wasseroberfläche steigt.