Das Große Nixenkraut - Najas marina

Eckdaten

  • Große Nixenkraut
  • lat: Najas marina
  • Haltung: einfach
  • Zucht: mittel
  • Tiefe: ab 30cm
  • Standort: sonnig
  • Wasserhärte: alkalisch, auch Brackwasser
  • Winterhart: ja

Das Nixenkraut kommt in Süß- und Brackwasser vor. Es befindet sich jedoch an vielen Standorten auf dem Rückgang, da es abwasserbelastete Gewässer nicht verträgt. Charakteristisch für das Große Nixkraut ist gabelartig verzweigte Stängel und gewellte, stachelig gezähnte Blätter, die zu dritt im Quirl um den Stängel stehen. Es hat kleine, getrenntgeschlechtliche Blüten, die unter Wasser bestäubt werden. Die schwere Frucht sinkt zu Boden und überwintert dort, um im kommenden Frühjahr zu einer neuen Pflanze auszutreiben. Oder die unverdauliche Frucht wird von Wasservögel geschluckt und mit ihrer Hilfe zum nächsten Gewässer transportiert.

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Verbreitung und Lebensraum des Großen Nixenkrautes

Das Nixenkraut ist eigentlich eine submerse Süßwasserpflanze, kommt aber an den Ostseeufern Skandinaviens auch im Brackwasser vor; daher der Artname marina. Das Nixenkraut ist zwar in den gemäßigten und subtropischen Breiten der nördlichen Hemisphäre verbreitet, aber überall relativ selten. Dort wo das Gewässer abwasserbelastet ist, befindet sich das Nixenkraut auf dem Rückzug. Es besiedelt vor allem stehende Gewässer vom kleinen Teich bis zum großen See, aber auch langsam fließende Flüsse. In China kommt es noch in Höhenlagen von 2.700m ü. NN vor, in den USA bis auf 1.000m ü. NN. Im Bodensee, sowie in einigen Schweizer Seen, kommt das ähnliche, aber kleinere Nixenkraut Najas intermedia vor. In den Tropen gibt es weitere Nixkrautarten, die sich für Warmwasseraquarien eignen, u.a. für die Aufzuchtbecken von Garnelen und Zierfischen, darunter das Najas indica und Najas guadelupensis.

Merkmale, Form und Färbung des Großen Nixenkrautes

Das Große Nixenkraut ist eine einjährige bis ausdauernde Unterwasserpflanze aus der Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae). Es hat gabelförmig verzweigte, stachelige Stängel. Auch die linealisch-schmalen, gewellten Blätter sind stachelig gezähnt. Sie bilden meist zu dritt einen Quirl um den Stängel. Die Blattform erinnert etwas an die der Stechpalme; deshalb wird das Nixenkraut im englischen Sprachraum auch Holly-Leaved Najad genannt. Die Blüten sind getrenntgeschlechtlich. Männliche Blüten sind nackt ohne Blütenkrone und haben nur einem Staubblatt; die weiblichen Blüten werden etwa 1/2cm lang und haben eine durchschnittlichen 1,5mm langen Griffel mit einer dreilappigen Narbe. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen Juni und September in den Blattachsel. Die Blüten werden unter Wasser bestäubt. Die rötlichbraune, nussförmige Frucht wird etwa 8mm lang. ist halbmondförmig und auf der Rückseite gezähnt. Sie ist so hart, dass sie von Wasservögel geschluckt und unverdaut wieder ausgeschieden wird. Auf diese Weise kann das Nixenkraut auch immer wieder zu neuen Gewässern transportiert werden.

Pflege des Großen Nixenkrautes im Gartenteich

Das Große Nixenkraut wächst auf sandig-lehmigem bis tonhaltigem Boden. Der PH-Wert sollte möglichst >7 liegen; es wächst auch auf versalzten Böden. Es braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Blätter sind angeblich essbar.

Vermehrung des Großen Nixenkrautes

Sehr frühzeitig im Jahr nimmt das Nixenkraut bis dahin wasserpflanzenfreie Flächen ein und kann sich rasch ausbreiten. Im Sommer dringt es bis zur Wasseroberfläche vor. Die Bestäubung erfolgt aber unter Wasser. Die schweren Früchte sinken zu Boden, wo sie überwintern, um dann im kommenden Frühjahr wieder auszutreiben. Die krautige Pflanze verrottet im Spätherbst.