Das Quirlblättrige Tausendblatt - Myriophyllum verticellatum

Eckdaten

  • Quirlblättriges Tausendblatt
  • lat: Myriophyllum verticellatum
  • Haltung: einfach
  • Zucht: einfach
  • Tiefe: 50 bis 120cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Wasserhärte: kalkarme, saubere Gewässer
  • Winterhart: ja

Das Quirlblättrige Tausendblatt kann mit seinen kleinen, in dichten Quirlen stehenden Blättern auf den ersten Blick mit dem Rauen Hornkraut verwechselt werden. Es fühlt sich jedoch weicher an, die Blätter haben keine scharfen Zacken und es wurzelt im Untergrund. Es bildet mehrere Meter lange Stängel. Das Tausendblatt vermehrt sich vegetativ, indem sich Wurzelausläufer von der Mutterpflanze abtrennen und an einem anderen Platz wieder ansiedeln. Oder über Turionen, Winterknospen, die zum Boden sinken und im kommenden Frühjahr als neue Pflanze wieder austreiben. Es werden aber auch rosafarbene Blüten gebildet, die sich mit ihren beblätterten Stängel mehrere Zentimeter über die Wasseroberfläche hinausschieben können.

Foto: Kristian Peters, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported



Verbreitung und Lebensraum des Quirlblättrigen Tausendblattes

Das Quirlblättrige Tausendblatt ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet. Man findet seine dicht unter der Wasseroberfläche flutenden Polster in langsam fließenden, nährstoffreiche, aber kalkarmen und sauberen Bächen und Flüssen. Es bildet aber auch in stehenden Gewässern, besonders über schlammigen Grund, in dem es sich verankern kann, dichte Bestände.

Merkmale, Form und Färbung des Quirlblättrigen Tausendblattes

Das Quirlblättrige oder kurz Quirl-Tausendblatt Myriophylulm verticellatum bildet zusammen mit vielen anderen Tausendblattarten die Familie der Tausendblattgewächse Haloragaceae. Das ausdauernde, winterfeste Quirlblättrige Tausendblatt bildet bis zu 2m lange Sprossen. Der größte Teil der Pflanze bleibt untergetaucht, nur die Spitzen der Sprossen schieben sich über die Wasseroberfläche hinaus. Die grünen Blätter sind in regelmäßigen Abständen zu viert bis sechst in Quirlen rund um die Sprossen angeordnet. Die Stängel sind meist rötlich-braun gefärbt. Jedes der fiederförmigen Blätter bildet bis zu 35 schmale Zipfel. Auch die Blüten sind in Quirlen angeordnet. Sie stehen in den Achseln der Tragblätter an den oberen Sprossenden, soweit diese über die Wasseroberfläche hinaus ragen. Das Quirlblättrige Tausendblatt blüht zwischen Juni und August. Die oberen Blütenquirle tragen die männlichen, die unteren Blütenquirle die weiblichen Blüten. Die männlichen Blüten haben grüne Kronblätter, die weiblichen Blüten haben keine solchen Kronblätter.

Foto: Kristian Peters, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Das Tausendblatt überwintert mit keulenförmigen Knospen, den sogenannten Turionen, die sich an den Triebenden bilden und auf den Gewässerboden sinken. Im Frühjahr treiben dann aus diesen Überwinterungsknospen neue Pflanzen aus.

Pflege des Quirlblättrigen Tausendblattes im Gartenteich

Das Quirlblättrige Tausendblatt Myriopyhllum verticellatum gedeiht im Gegensatz zur Kanadischen Wasserpest in kalkarmen, sauberem Wasser. Statt in den Gartenteich kann man es auch in einen genügend tiefen Bachlauf setzen, wo sie in der Strömung flotierende, lange Pflanzenstränge bildet. Es gibt weitere Myriophyllum-Arten, die sich ebenfalls für den Gartenteich eigenen, darunter das Ährige Tausendblatt mit seinen kleinen weiß-rosa Blüten. Oder das besonders schöne exotische Myriophyllum brasiliense, die Papageienfeder – bei uns allerdings nicht winterfest. Das Ährige Tausendblatt entwickelt sich auch in kalkhaltigem Wasser gut und bildet daher bei enstprechenden Wasserverhältnisse eine gute Alternative zum Quirlblättrigen Tausendblatt. Das Ährige Tausendblatt ist zudem abwassertoleranter und verträgt einen höheren Grad an Verschmutzung als das Quirlblättrige Tausendblatt, auch im Trübstoff-reichen Gartenteich.

Vermehrung des Quirlblättrigen Tausendblattes

Das Quirlblättrige Tausendblatt bildet zwar regelmäßig in den Sommermonaten Blüten, aber auch bei dieser Art spielt wie bei den meisten Unterwasserpflanzen die vegetative Vermehrung eine weitaus größere Rolle. Darüber hinaus bildet das Tausendblatt Turionen als Überwinterungsorgan aus, aus denen dann im nächsten Jahr neue Myriophyllum-Pflänzchen austreiben.