Das Raue Hornkraut - Ceratophyllum demersum

Eckdaten

  • Raues Hornkraut
  • lat: Ceratophyllum demersum
  • Haltung: einfach
  • Zucht: einfach
  • Tiefe: 50 bis 120cm
  • Standort: sonnig bis schattig
  • Wasserhärte: mittelhart
  • Winterhart: ja

Das Raue Hornkraut ist eine submerse Wasserpflanze, die in stehenden und langsam fließenden Gewässer weitverbreitet ist. Da es mit wenig Licht auskommt, andererseits dem Wasser reichlich Nährstoffe entzieht, damit wird einer Algenblüte vorbeugt und andererseits viel gelösten Sauerstoff produziert, eignet es sich bestens als Unterwasserpflanze für den Gartenteich. Das Raue Hornkraut bildet im Spätherbst an den Triebspitzen Überwinterungsorgane, die zu Boden sinken, währen die übrigen Pflanzenteile absterben. Im Frühjahr steigen diese Turionen dann wieder zur Wasseroberfläche auf und bilden neue Ceratophyllum-Bestände. In unseren Breiten bildet es nur in warmen Sommerjahren Blüten, vermehrt sich ansonsten vegetativ.

Foto:Bernd Haynold, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported



Verbreitung und Lebensraum des Rauen Hornkrautes

Das Raue Hornkraut ist weitverbreitet und befindet sich im Zuge der Eutrophierung zahlreicher Gewässer auf dem „Vormarsch“. Es kommt in ganz Europa, in Nordamerika und Nordasien vor. Es ist vor allem in nährstoffreichen stehenden und langsam fließenden Gewässern über schlammigem Boden zu finden. Da es keinen hohen Lichtbedarf hat, dringt es sogar bis in Wassertiefen von 10m vor.

Merkmale, Form und Färbung des Rauen Hornkrautes

Das Raue Hornkraut bildet zusammen mit anderen Ceratophyllum-Arten die Familie der Hornblattgewächse Ceratophyllaceae. Das Raue Hornkraut sieht dem Tausenblatt Myriophyllum recht ähnlich, fühlt sich aber, wenn man es in die Hand nimmt, rauh und hart an. Die Blätter sind im Gegensatz zum dunkelgrünen Tausendblatt hell grau- bis gelbgrün. So unelastisch das Hornkraut ist, so zerbrechlich ist es auch. Doch jeder abgebrochene Stängelteil bildet rasch wieder eine neue, komplette Pflanze. Jeder Stängel kann 50 bis 100cm lang werden. Oft bilden sich meterlange Ranken des Hornkrauts im Wasser. Die Stängel sind grün wie die Blätter, können aber auch rötlich überlaufen sein. Es bildet keine echten Wurzeln aus, sondern treibt freischwebend in den oberen Wasserschichten und nimmt die im Wasser gelösten Nährstoffe über die Blätter auf. Die unteren Sprossteile bleiben jedoch fadenförmig, und mit diesen kann sich das Hornkraut am Gewässerboden oder anderen Substratflächen verankern. Die Blätter sind ein- oder zweimal gabelförmig geteilt und laufen in schmale, scharf gezähnte Zipfel aus. Bis zu 12 Blätter bilden einen Quirl.

Pflege des Rauen Hornkrautes im Gartenteich

Das Raue Hornkraut entzieht dem Wasser große Mengen gelöster Nährstoffe und kann so eine Algenblüte verhindern helfen. Darüber hinaus bietet das dicht verzweigte Hornkraut Insektenlarven, Kaulquappen und zahlreichen Fischarten optimale Versteckmöglichkeiten. Das Hornkraut kommt mit wenig Licht aus und gedeiht deshalb auch in größerer Wassertiefe oder unter den lichtabschirmenden Schwimmblättern von Seerosen. Wenn die Hornkrautbestände zu dicht werden und ihrerseits anderen Wasserpflanzen zu Licht und Nährstoffe wegnehmen, müssen sie ausgelichtet werden. Im Herbst bilden sich an den Triebspitzen Winterknospen. Sie sinken zu Boden und trieben dann im kommenden Frühjahr zu neuen Pflanzen aus. Daher kann man auch im Spätherbst das gesamte Hornkraut aus dem Teich herausnehmen, die Überwinterungsknospen abschneiden und in den Teich zurückwerfen. Die restlichen Pflanzenteile werden dann kompostiert. Damit die verschiedenen Unterwasserpflanzen nicht wild durcheinander wuchern und man sie schließlich nicht entwirren und in Reinkultur weiter ziehen kann, sollte man neben Schwimmpflanzen, ufernahen Pflanzen der Flachwasserzone stets nur eine Art von untergetauchten Wasserpflanzen kultivieren. Man muss sich also entscheiden zwischen Kanadischer Wasserpest, die optimal in kalkhaltigem Wasser gedeiht, der Tausendblattarten Myriophyllum spec., einem Laichkraut Potamogeton spec. oder Wasserfeder Hottonia.

Vermehrung des Rauen Hornkrautes

Zwischen Juni und September bildet das Raue Hornkraut unter Wasser Blüten und Früchte. Die unscheinbaren, kleinen männlichen und weiblichen Blüten stehen in den Blattachseln. Die kleinen schwarzen Früchte haben jeweils drei lange Stacheln. Damit können sie sich im Gefieder von Wasservögeln verhaken und so in andere Gewässer transportiert werden. Das Raue Hornkraut blüht aber nur in warmen Sommern. Es vermehrt sich aber fast das ganze Jahr über vegetativ.