Wassertrübung

Auch in einem naturnahen Gartenteich kann das Wasser manchmal trüb werden. Ist der Teich neu und zum ersten Mal mit Wasser gefüllt, dann wird es sich nach einigen Tagen trüben. Das ist auf die Aktivität der Bakterien zurückzuführen, ganz normal und kein Grund zur Sorge. Oder auf Aufschwemmungen aus Ton- und Sand-haltigem Teichsediment. Das Wasser färbt sich dadurch milchig grau bis grau-gelb. Lehm – ein Gemisch aus Sand, Schluff und Ton mit Partikelgrößen zwischen 0,002 und 2mm Ø verursacht, wenn es aufgeschwemmt wird, eine gelbliche oder milchig-graue Wassertrübung. Auch Magersand, der vor allem aus Quarzsand besteht und damit kalkfrei ist, kann Spuren von Lehm enthalten. Er ist aber weitgehend frei von Nährstoffen und eignet sich deshalb besonders als Pflanzsubstrat. Torf oder sich zersetzendes Falllaub trübt das Teichwasser hellbraun. Nach einigen Tagen wird das Wasser meist wieder klar und im Teich ist ein erstes Biologisches Gleichgewicht erreicht. Auch aus der Luft gelangen mit den Niederschlägen anorganische und organische Nährstoffe und sogar Bakterien und Sporen in den Teich, auch dadurch kann sich das Teichwasser vorübergehend eintrüben. Erst wenn es durch Resuspension von Schwebstoffen aus dem Teichsediment, Einschwemmungen von gedüngter Erde aus dem Umfeld des Gartenteichs oder durch die Exkremente der Fische kann die Wassertrübung Voraussetzung für eine bevorstehende Massenentwicklung von Algen sein. Als Detritus zu Boden sinkende abgestorbene Pflanzenteile, tote Tiere und andere Schwebstoffe bilden mit der Zeit am Teichboden eine dicke Mulmschicht, die noch reichlich für wirbellose am Boden lebende Tiere verwertbare Nahrung enthält, aber auch für Fische, die beim Wühlen im Untergrund, den Mulm wieder aufwirbeln und damit die deponierten Nährstoffe erneut freisetzen und damit eine Algenblüte und Minderung der Wasserqualität auslösen können. Sind die im Wasser enthaltenen Nährstoffe und Spurenelemente aber wieder durch Algen und höhere Pflanzen aufgezehrt, dann wird auch eine vorübergehende Algenblüte in der Regel von selbst verschwinden.