Was tun, wenn der Miniteich zu viel Sonne abbekommt?

Miniteiche haben ein relativ kleines Wasservolumen, welches sich daher an heißen Sommertagen schnell aufheizen kann. Leicht kann dann die Wassertemperatur über 25°C ansteigen. Für viele Fische ist das das Ende. Denn hinzu kommt auch noch, dass mit dem Ansteigen der Wassertemperatur der Sauerstoffbedarf der Fische stark ansteigt und gleichzeitig die Löslichkeit des Sauerstoff und damit auch der Sauerstoffgehalt im Wasser rasch abnimmt. Unter solchen Milieubedingungen kann man bestenfalls einige Moderlieschen, Stichlinge oder kleinere Goldfische halten. Elritzen, Bitterlingen oder andere kleinere Fischarten würden es nicht lange überleben.

Auch wenn man im Miniteich keine Fische hält, kann es andere Probleme durch die Temperaturerhöhung geben: Massenentwicklung von Algen oder Bakterien und schließlich ein Umkippen des Wassers.



Standort des Miniteichs

Besonders beliebt sind die Mörtelkübel aus dem Baustoffhandel als Miniteich. Sie sind preiswert und schnell zu installieren. Verständlicherweise heizt sich der schwarze Kunststoff besonders schnell auf. Als Hochteich ist er deshalb völlig ungeeignet. Man muss solch einen Mörtelkübel unbedingt bündig ins Erdreich eingraben. Wo dies nicht möglich ist, z.B. bei einer Hanglage, sollte man den Teich außen mit einem isolierenden Material verkleiden.

Das gleiche Problem entsteht bei Verwendung von Holzbottichen – halbierte Whisky- oder Barrique-Eichenholzfässer erleben zur Zeit eine Wiedergeburt als Miniteiche – oder Hochteiche aus Holzpalisaden, die oben und unten mit Drahtseilen untereinander verbunden und mit einer Teichfolie ausgekleidet sind. Wesentlich besser isolierend und weniger wärmeleitend sind massive Betonringe mit Steinen gefüllte Gabionen als Miniteiche.

In jedem Fall sollte man den Miniteich nicht an einem vollsonnigen Platz aufstellen. Halbschatten reicht für die meisten Wasser- und Teichpflanzen bei der im Miniteich verhältnismäßig geringen Wassertiefe völlig aus.

Abschattung durch Schwimmpflanzen

Auch eine teilweise Abschattung durch Schwimmblattpflanzen kann helfen, die Wassertemperatur im Miniteich in erträgliche Grenzen zu halten. Das müssen nicht unbedingt See- oder Teichrosen sein. Auch eine stellenweise dicht mit den kleineren Blättern von Froschbiss oder Wassernabel bewachsene Oberfläche schattet die Wasserfläche wirksam ab; in Frage kommen auch Schwimmpflanzen wie die Muschelblumen, Wasserhyazinthen oder Schwimmfarn.

Auch die Fische suchen gerne solche Schattenplätze unter den Schwimmblättern auf. Auch mit einer kleinere Teichpumpe und Fontäne lässt sich durch die Wasserumwälzung und Verdunstung die Wassertemperatur reduzieren.

Ein Miniteich auf dem Balkon

Auch wenn kein Garten zur Verfügung steht muss man auf einen Teich nicht verzichten. Ein Miniteich eignet sich auch hervorragend für den Balkon. Es ist jedoch zu beachten das der Miniteich auf dem Balkon, je nach Größe und Wasservolumen ein beträchtliches Gewicht aufweisen kann. Daher sollte geprüft werden ob der Balkon mit solchen Belastungen umgehen kann.

In jedem Fall muss man sich aber darüber im Klaren sein, dass bei einem kleinen Miniteich häufiger eingreifen muss als bei einem größeren Gartenteich.