Wohin mit dem Miniteich im Winter?

Im Gegensatz zu größeren Gartenteichen haben Miniteiche meist nur eine Wassertiefe von bis zu 60cm. Daher drohen sie auch in relativ milden Wintern bis zum Boden durchzufrieren. Außerdem werden Miniteiche meist nicht in den Erdboden eingelassen, sondern sind als freistehende Hochteiche dem Frost in besonderem Maße ausgesetzt.

Aber auch bei einem mit Wasser gefüllten Miniteich kommt schnell eine Tonne an Gesamtgewicht zusammen – das lässt sich nicht so ohne Weiteres ins Haus tragen. Was also kann man tun, um den Miniteich heil durch den Winter zu bringen?



Den Miniteich beheizen

Falls sich der Miniteich in hausnähe befindet, z.B. auf der Terrasse, und ein Zugang zu elektrischem Strom in der Nähe ist, dann kann man eine regelbare Eintauch-Stabheizung, wie sie für Warmwasseraquarien üblich ist, ins Becken hängen. Eine Leistung von 5 bis 10 Watt reicht aus, um das Teichwasser auf Temperaturen um die 1-5°C zu halten. Damit können die meisten Teichfische und Wasserpflanzen gut leben.

Falls es sich um einen freistehenden Hochteich handelt, kann man die Außenwände zusätzlich mit dicken Lagen von Noppenfolien verkleiden.

Bewohner ins Kaltwasseraquarium

Hat man im Haus ein größeres Kaltwasseraquarium zur Verfügung, dann kann man Fische und Pflanzen in das Becken als Winterquartier umsetzen und den Miniteich ablassen, ausräumen und den Winter über stilllegen.

Hat man den Sommer über im Miniteich exotische Pflanzen und Tiere aus den Subtropen oder Tropen gehalten und will diese über den Winter bis zur nächsten Vegetationsperiode retten, dann ist ohnehin der jährliche Wechsel zwischen Teich und Warmwasseraquarium unabdingbar. Auch umgekehrt wird „ein Schuh daraus“: Hobbyaquarianer, die tropische Zierfische im Aquarium pflegen und züchten, sollten ihren Schützlingen eine Sommerfrische im Miniteich gönnen. Erfahrungsgemäß kann das die Vitalität, das Wachstum und die Reproduktionsfreudigkeit der Fische deutlich steigern.

Pflangen über den Winter bringen

Röhrichtpflanzen und Seerosen werden im Herbst zurückgeschnitten. Und viele Wasserpflanzen ziehen ihre Blätter und Triebe im Spätherbst ein und überdauern die Wintermonate als Dauerknospen, sogenannte Turionen, oder mit Hilfe ihrer Rhizome und treiben dann erst im nächsten Frühjahr aus. Diese Teichpflanzen kann man ohne Weiteres in einem Eimer auf einem feuchten Substrat mit oder ohne Wasser – das hängt von der Art der Pflanzen ab – im abgedunkelten Raum überwintert. Dazu braucht man gar kein Aquarium.