Der Naturpool

Auf den ersten Blick könnte man einen Naturpool auch als Schwimmteich bezeichnen. Allerdings kann man bei näherer Betrachtung zahlreiche Unterschiede und Abgrenzungen erkennen, die den Naturpool zu etwas ganz Besonderem macht.



Unterschiede zwischen Naturpool und Schwimmteich

Gemeinsam hat der Schwimmteich und der Naturpool die Badefunktion. Der größte Unterschied hingegen liegt in der Art der Wasseraufbereitung. Im Schwimmteich findet man größere Mengen an Wasserpflanzen, die die Wasserreinigung und Aufbereitung übernehmen. In Naturpools hingegen übernimmt ein biologischer Filter die Wasseraufbereitung. Pflanzen findet man im Naturpool nicht oder nur zu Dekorationszwecken. Im Folgenden gehen wir detaillierter auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Naturpool und Schwimmteich ein.

Schwimmteich

  • Viele blühende Wasserpflanzen
  • Lebensraum für Fische, Insekten und Frösche
  • Wasseraufbereitung durch Pflanzen
  • Aufteilung von Schwimm- und Pflanzenbereich 50% zu 50%
  • Mindesttiefe 2,5 Meter
  • Natürliches, nicht immer kristallklares Wasser

Naturpool

  • Keine Wasserpflanzen
  • Kein Lebensraum für Tiere
  • Dauerhafter Einsatz von Pumpe und biofilmaufbauendem Filter (Sommer und Winter)
  • Kristallklares Wasser
  • Beheizung möglich
  • Penible Sauberhaltung und Reinigung durch Roboter notwendig

Optisch betrachtet unterscheiden sich Schwimmteich und Naturpool daher deutlich voneinander. Ein Naturpool wird eher mit einem Swimmingpool verwechselt.

Biologische Reinigung des Teichwassers im Naturpool

In einem Naturpool wird in der Regel vollständig auf Wasserpflanzen verzichtet. Sind doch einzelne Pflanzen im Naturpool vorhanden, so diesen diese lediglich Dekorationszwecken.

Die Reinigung des Teichwassers wird durch zwei leistungsfähige Filter durchgeführt:

  • Ein Sandfilter, der ständig von Wasser durchströmt werden muss, erzeugt in seinem inneren einen Biofilm, auf dem sich schadstoffabbauende Bakterien ansiedeln. Diese zersetzen Schadstoffe und verwandeln Ammoniak und Nitrit in Nitrat und verarbeiten es dann weiter.
  • Ein Phosphatfilter entzieht dem Teichwasser überschüssiges Phosphat, das Algen zum Wachsen benötigen. Dadurch wird Algenwachstum und eine Wassertrübung vermieden.

Die beiden, teilweise recht großen, Filter werden außerhalb des Naturpools positioniert. Hier eignet sich ein Platz unter den Terrassenbohlen bestens. Es spricht jedoch auch nichts dagegen, die Filter vom Naturpool entfernt aufzustellen, hier kann eine Verbindung mit Erdschläuchen erfolgen (Forsttiefe beachten).

Pflege von Naturpools und Betriebskosten

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass in einem Naturpool mehr Technik zum Einsatz kommt und diese auch deutlich mehr Strom verbraucht. Neben den beiden Filtern (Sandfilter und Phosphatfilter), die getrennt gesteuert oder kombiniert werden können, kommen häufig noch Saugroboter zum Einsatz. Diese haben den Zweck die Schmutzpartikel vom Grund des Naturpools zu entfernen und zu verhindern das sich ins Wasser getragene Pflanzenteile oder sonstiger Schmutz zersetzt und so das Wasser zu stark mit Schadstoffen anreichert. Ein Skimmer an der Wasseroberfläche kann hier bereit die größten Mengen an Schmutz absaugen, vor diese überhaupt auf den Teichboden gelangen.

Durch die fehlenden Pflanzen beim Naturpool fällt natürlich der regelmäßige Rückschnitt und die Pflege dieser weg. Dafür muss die eingesetzte Technik regelmäßig kontrolliert und die Filter gereinigt werden. Diese Arbeit kann Ihnen ein erfahrener Fachbetrieb abnehmen. Bei dem Verband http://www.pool-for-nature.com/ können Sie ein zertifiziertes Unternehmen in Ihrer Nähe finden. Da ein Naturpool eine besonders sensible Variante ist, bei der bereits bei der Auswahl der Baumaterialien viele Fehler gemacht werden können, sollte eine Fachfirma den Bau übernehmen oder zumindest den Bau eng begleiten.