Beadfilter – Moderne Filtertechnik für den Teich

Im Bereich der Teichfilter hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert. Neben neuen Filtertechniken wurden auch viele neue Filtermaterialen entwickelt, die eine noch bessere Wasserfilterung bei sehr kleinem Filtervolumen ermöglichen. Auch der Beadfilter ist eine Neuentwicklung, die sich aber inzwischen in der Praxis bewähren konnte und in vielen Gartenteichen eingesetzt wird. Im Folgenden wollen wir diese Filtertechnik genauer betrachten und ihre Eigenschaften beleuchten um zu ermitteln für welchen Gartenteich ein Beadfilter geeignet ist.



Funktionsprinzip des Beadfilters

Der Beadfilter ist ein Druckfilter, der an eine vorgeschaltete Pumpe angeschlossen wird. Im Inneren des Filters befinden sich Millionen sogenannte Beads. Bei den Beads handelt es sich um millimetergroße, schwimmende Kügelchen aus Kunststoffgranulat. Durch diese Form eigenen sich die Beads sehr gut sowohl zur biologischen aber auch zur mechanischen Filterung des Teichwassers. Die Oberfläche der Beads kann bis zu 1500 Quadratmetern pro Kubikmeter betragen und erreicht somit die sechsfache Fläche einer gewöhnlichen Japanmatte.

In diesen unzähligen kleinen Beats verfangen sich auch feinste Schmutzpartikel und werden aus dem Wasser gefiltert, was ihnen beste Eigenschaften zur mechanischen Filterung bescheinigt. Aber auch zur biologischen Filterung eignet sich dieses Material bestens. Durch die große Oberfläche der Beads haben die Filterbakterien eine große Siedlungsfläche und können die Kügelchen mit einem Biofilm überziehen. Durch die Verwirbelungen im Filter sind die Beads ständig in Bewegung und die darauf siedelnden Filterbakterien werden jederzeit mit dem nötigen Sauerstoff versorgt. Der so entstehende klebrige Biofilm sorgt dafür das auch kleinste Partikel an diesem kleben bleiben und nur klarstes Wasser aus dem Filter kommt. Die Filterbakterien finden so optimale Bedingungen um auch größere Mengen an Ammoniak und Nitrit abzubauen.

Reinigung des Beadfilters

Besonders große Schmutzpartikel wie Laub und abgestorbene Pflanzenzeile machen dem Beadfilter zu schaffen und sorgen schnell für eine Verstopfung. Aus diesem Grund sollte ein Beadfilter immer in Kombination nach einem Vorfilter eingesetzt werden. Dadurch hat dieser Filter eine deutlich höhere Standzeit und kann eine bessere Filterleistung zeigen.

In der Regel haben die Beadfilter eine Reinigungsfunktion, bei denen die Beads durch einen integrierten Kompressor besonders stark bewegt und verwirbelt werden. Danach können die Schmutzpartikel über einen Ablasshahn aus dem Filter entfernt werden. Durch diese Funktion gestaltet sich die Reinigung sehr unkompliziert und ist in wenigen Minuten durchgeführt.

Einsatzgebiete des Beadfilters

Neben der hervorragenden biologischen und mechanischen Filterleistung kann der Beatfilter mit einer Niederdruckpumpe betrieben werden uns sorgt somit für eine energiesparende Filterung. Sehr gut geeignet ist dieser Filter immer wenn ein großer Wert auf die biologische Filterung gelegt wird, sei es nun weil empfindliche Teichfische wie Koi gehalten werden oder weil der Teich als Schwimmteich betrieben wird. Bei Fischteichen ist die Kombination eines Beadfilters mit einem UVC-Lichtfilter zu empfehlen. Auf www.jago24.de findet man passende UVC Filter und viele weitere Artikel rund um Garten und Gartenteich.