UVC-Klärung

Vor dem eigentlichen Filter kann ein UVC-Vorklärgerät geschaltet werden. Das Wasser fließt dabei im Gerät an einer UV-Lampe vorbei. Dabei werden planktische Mikroalgen, Pilze und Bakterien abgetötet. Die Oberfläche der Algen wird dabei angegriffen, die Partikel verklumpen zu größeren Aggregaten und können so schon in einem Vorfilter abgeschieden werden. Ein solches UVC-Vorklärgerät kann aber auch unabhängig vom Filter betrieben werden, um das Wasser beispielsweise zur Fischzucht zu Entkeimen.



Dosierte UVC Klärung

Damit nicht das gesamte Teichwasser vollständig entkeimt und alle Algen abgetötet werden, kann man ein solches UVC-Vorklärgerät in einem Bypass parallel zu Filteranlage schalten. Der Zufluss zum Bypass mit der UVC-Lampe ist regulierbar. Dann kann bei hohem Algenbefall mehr Wasser die UV-Lampe passieren, bei nachlassender Algendichte wird der Zulauf wieder reduziert. Auch wenn das UVC-Gerät ohne Bypass direkt vor die Filteranlage installiert wird, darf die UV-Lampe auf keinen Fall ständig eingeschaltet blieben. Bei einem neu angelegt Teich darf das Gerät nur wenige Stunden am Tag laufen, später kann man dann den Betrieb bis auf maximal 8 Stunden UV-Bestrahlung pro Tag hochfahren. Über eine Zeitschaltuhr lässt sich die Betriebsdauer regeln.

Reinigung der UVC-Vorklärgeräte

Die meisten solcher UVC-Vorklärgeräte haben ein Kontrollfester, durch das man – ohne das Gerät öffnen zu müssen – kontrollieren kann, ob die Lampenröhre noch sauber ist. Denn ist die Oberfläche verschmutzt, dann lässt die UV-Wirkung natürlich stark nach. Auch wenn die Lampe verschmutzt sein sollte, muss man das Gerät nicht öffnen. Vielmehr wird dazu eine kleine Bürste mit Hilfe eines Magnets von außen über die Röhre geführt.

Es gibt aber bereits UVC-Vorklärgeräte, die selbstreinigend sind. Dabei werden rotierende Bürsten vom durch das Gerät fließende Wasser über die Lampe geführt.

UVC Klärgerät positionieren

Das UVC-Vorklärgerät muss im Gegensatz zum eigentlichen Filter immer oberhalb der Wasserlinie des Gartenteichs installiert werden. Bei einer nachgeschalteten Pumpe heißt das, dass das UVC-Gerät erst hinter der Pumpe außerhalb des Teichs eingebaut wird. Es handelt sich in diesem Fall dann eigentlich um ein UVC-„Nachklärgerät“. Wird das Gerät über einen Bypass gespeist, dann muss das UV-bestrahlte Wasser anschließend wieder dem durch die Filteranlage geflossenen Hauptstrom zugeführt werden.

Die Leistung von UVC-Vorklärgerät, Pumpe und Filtersystem müssen selbstverständlich optimal aufeinander abgestimmt werden. Da Gartenteichbesitzer nicht unbedingt so technisch versiert sein müssen, um die richtige Kombination aller Geräte zu kalkulieren, bietet der Gartenfachhandel Komplettsysteme an, deren Leistung auf Wasservolumen und Fischbesatz abgestimmt sind.

Wartung und Pflege

Wenn im Spätherbst die Wassertemperatur unter 10°C sinkt, ist auch das Algen- und Bakterienwachstum im Teich stark reduziert. Dann baut man das UVC-Gerät aus, reinigt es und lagert es bis zum nächsten Frühjahr frostfrei und trocken.

Für die UV-Lampen wird meist eine maximale Lebensdauer von 10.000 Betriebsstunden vom Hersteller angegeben. Allerdings muss man bedenken, dass bei solchen Lampen die Lichtstärke mit der Zeit abnimmt. Daher sollte man sie jährlich, am besten vor der nächsten Inbetriebnahme im Frühjahr, austauschen.

Wie für den Teichfilter so gilt auch für ein solches UVC-Gerät, dass damit die Symptome, nicht jedoch die Ursachen starker Algenvermehrung oder Eintrübung durch Bakterien behandelt werden.