Rasenkanten: schöne Wege zum Gartenteich

Die Sitzecke am Wasser erreichen

Der gepflegte Gartenteich wird schnell zum Zentrum der Ruhe im eigenen Garten. Die Sitzecke am Gewässer rundet die Idylle ab. Ob es eine einfache Sitzbank, eine Hollywood-Schaukel oder eine Sitzecke unter einer Pergola mit Weinranken wird, es braucht einen befestigten Weg zum Gewässer. Ansonsten würde die Grasnarbe schnell nachgeben, bei Regenwetter wäre der Trampelpfad ein Schlammpfad.

Am einfachsten ist es, wenn mittelgroße Steinplatten in die Oberfläche eingelassen werden. Sie sind beim Mähen nicht im Weg, sichern jedoch einen bequemen Zugang zur Wasserstelle. Wer gehobene Ansprüche hat, der würde einen Weg befestigen. Für gepflasterte Wege wären zum Rand Begrenzungssteine im Fundament aus Magerbeton nötig. Solche befestigten Wege sollte direkt ein kundiger Handwerker anlegen.

Wer jedoch lediglich einen Kies-, Splitt- oder Rindenmulchweg wünscht, der kann zu den Rändern Rasenkanten in den Boden einlassen, um die Materialien für den Weg zwischen den Rasenkanten im Aushub einzufüllen. Es gibt einfache Wege mit losem Füllmaterial oder auch Wassergebundene Wege. Hier wird mit mehreren Schichten gearbeitet, die im feuchten Zustand verfestigt und ineinander eingeschwemmt werden. Die Oberfläche soll immer etwas feucht bleiben, womit sie fester abschließt und gut trägt. Regenwasser muss allerdings schnell genug ablaufen können, damit die Oberfläche nicht verschlammt.

Der Vorteil von Blechen als Rasenkanten

Rostfreie Bleche können sehr gut als Rasenkanten im Boden eingelassen werden, um mit diesem ebenerdig abzuschließen. Der Rasenmäher nimmt selbst die letzten Grashalme mit. Wächst der Rasen einmal über die Rasenkante, dann ist es ein Leichtes, ihn zurück zu stechen.

Wenn zwei Rasenkanten den Weg begrenzen, dann sollen diese eine genügende Tiefe mitbringen. Der Weg soll zuerst markiert werden, um dann den Aushub auf die Tiefe zu tätigen, die das Bett vom Weg einnehmen wird. Die Bleche sollen in passendem Abstand zueinander, mit geeigneten Werkzeugen, noch etwas tiefer in den Boden geschlagen werden. Damit stehen die Bleche aus eigener Kraft. Mit einer langen Wasserwaage zeigt sich schnell, ob beide Rasenkanten auf gleicher Höhe liegen. Zur Außenseite können Lücken später wieder angeglichen werden, zwischen den Blechen werden die Füllmaterialien eingetragen.

Lange Bleche eignen sich nur, wenn die Fläche sehr eben ist. Ansonsten müssten kürzere Rasenkanten verwendet werden, die Unebenheiten besser mitnehmen. Es könnten selbst nässebeständige Rundhölzer in den Boden eingeschlagen werden, womit jedes Rundholz ein paar mm Höhe ausgleichen kann. Diese schließen jedoch nicht perfekt zur Rasenfläche ab. Dennoch blieben einem Betonarbeiten erspart, die für senkrechte Randsteinplatten notwendig wären.
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Die Schüttungen für den Weg zum Gartenteich

Für die unteren Bereiche wird mit größeren Körnern als oben gearbeitet, damit Regenwasser gut ablaufen kann. Wer es sich ganz einfach macht, der füllt einfach Kies oder Rindenmulch ein. Eine Schichtdecke von 10 bis 20 cm wird Regenwasser gut aufnehmen. Damit kein Unkraut hochkommt, kann noch ein Unkrautfließ auf den Boden oder auf mittlerer Höhe in die Schicht gelegt werden.

Für Fußgänger würde solch ein Weg bereits genügen. Wer jedoch häufiger mit dem Schubkarren unterwegs ist oder auch mal mit dem Rad durch den Garten fährt, der würde einen Wassergebundenen Weg wählen, der ein Bett von wenigstens 20 cm Tiefe haben soll. Die unterste Schicht Kiessand mit einer 0/32 mm Körnung soll als Frostschutzschicht 10 cm stark sein. Die Tragschicht mit Splitt der Körnung 8/16 mm soll wenigstens 5 oder für leichten PKW-Verkehr 20 cm stark sein. Darauf folgt die Ausgleichschicht mit Splitt der Körnung 4/8 mm, die 3 oder für PKW Verkehr 8 cm stark sein soll. Erst darauf kommt die Verschleißschicht mit Brechsand der Körnung 0/3 mm. Diese soll 3 cm stark aufgetragen werden, da sie sich dann auf 2 cm verdichtet.

Zuerst soll der Boden mit einer Rüttelplatte verdichtet werden, dann wird Schicht um Schicht aufgetragen und ebenfalls verdichtet. Die Verschleißschicht wird vorsichtig eingeschwemmt. Da diese dicht abschließt, soll der minimal erhöhte Weg zu den Seiten oder zu einer Seite ein klein wenig Gefälle haben. Zudem muss diese Schicht regelmäßig wieder etwas aufgefüllt werden.

Solange es ein Weg für Fußgänger im Garten wird, genügt ein Wegbett von 20 cm, womit auch Rasenkanten als Begrenzung sinnvoll eingesetzt werden können. Bleche, die als Rasenkanten angeboten werden, sind meistens bis 20 cm breit, es gibt auch Anbieter mit anderen Maßen. Eine schmalere Rasenkante ist günstiger, weswegen diese auch einfach im Aushub auf dem Boden aufliegen kann, um sie bei Bedarf noch für den Moment mit passenden Erdankern zu stützen.

Rasenkanten als Begrenzung

Rasenkanten können nicht allein die Wegränder abgrenzen. Sie können auch die Fläche der Sitzecke eingrenzen. Damit kann die Fläche der Sitzecke ohne Betonarbeiten sauber abschließen und mit Sand, Kies, Rindenmulch oder einer wassergebundenen Oberfläche abschließen. Es könnten sogar leichte Terrassenplatten lose aufgelegt werden. Wird darunter ein Unkrautfließ verlegt, wächst weniger Unkraut durch die Ritzen.

Rasenkanten können allerdings auch als Abgrenzung von Beeten verwendet werden, dieses ist sogar ihr angedachter Verwendungszweck. Zum Gartenteich gibt es eine Uferzone. Wenn diese sauber zur Rasenfläche abschließen soll, dann wird eine Rasenkante ebenerdig in den Boden eingelassen. Es kann auch eine Variante gewählt werden, die aus dem Boden herausschaut. Einige Rasenkanten bieten neben der Kante auch eine ebene Fläche. Der Rasenmäher kann mit einem Rad darüber rollen und mäht selbst die letzten Grashalme sauber ab.

Mit Rasenkanten halten die Ränder des Weges länger sowie der Rasen zu den Uferrandzonen sauber abschließt. Das sieht schöner aus, reduziert den Pflegeaufwand und selbst bei Regenwetter ist die Sitzecke am Gartenteich trockenen Fußes zu erreichen.