Der Wasserfrosch - Rana esculenta

  • Wasserfrosch
  • lat: Rana esculenta
  • Haltung: einfach
  • Zucht: einfach
  • Standort: am oder im Wasser
  • Wasserbedingungen: sonnige Gewässer

Der Wasserfrosch liegt in Größe, Körperform und Färbung zwischen dem Seefrosch und dem Kleinen Teichfrosch, aus denen er vermutlich durch Kreuzung hervorgegangen ist. Er ist in Europa verbreitet und kommt auch in Gesellschaft mit den anderen beiden Grünfroscharten vor. Er verbringt die meiste Zeit am oder im Wasser. Die Wasserfrösche paaren sich im Mai. Auf dem Speiseplan stehen anfliegende Insekten, die sie gezielt im Sprung erbeuten, oder Kleintiere, die auf der Wasseroberfläche treiben.

Foto: H. Fröhlich



Verbreitung und Lebensraum des Wasserfroschs

Der Wasserfrosch ist in Europa von Frankreich im Westen, Südskandinavien bis nach Russland, im Süden bis Norditalien verbreitet. Er kommt sowohl allein, als auch in Gesellschaft mit Seefrosch und dem Kleinen Teichfrosch vor. Da er flexibler in der Wahl seines Lebensraums ist, scheint er in seinem Bestand weniger gefährdet zu sein als die beiden anderen Grünfroscharten.

Foto: H. Fröhlich

Er besiedelt vor allem größere, pflanzenreiche Weiher, Teiche und andere stehende Gewässer. Normalerweise hockt er still am Ufer, springt bei Gefahr aber mit einem weiten Satz ins Wasser und taucht bis in den schlammigen Untergrund ab. Dort wo der Seefrosch in den größeren Gewässern große Populationen bildet, verdrängt er offensichtlich den Wasserfrosch in kleinere Gewässer. Da zwischen allen drei Grünfroscharten immer wieder Kreuzungen stattfinden, sind die Verbreitungsareale und die unterschiedlichsten Habitatsansprüche der Grünfrösche nicht vollständig gegeneinander abzugrenzen.

Merkmale, Form und Färbung des Wasserfroschs

Der Wasserfrosch liegt in der Größe zwischen den beiden anderen Grünfroscharten, dem Kleinen Teichfrosch Rana lessonae und dem Seefrosch Rana ridibunda. Der Wasserfrosch, so nimmt man heute allgemein an, ist aus einer Kreuzung zwischen dem Seefrosch und dem Kleinen Teichfrosch hervorgegangen.

Da es aber offensichtlich immer wieder Rückkreuzungen zwischen Wasserfrosch und dem Kleinen Teichfrosch gegeben hat, ist davon auszugehen, dass es sich im Gegensatz zum Seefrosch bei den beiden anderen Grünfröschen nicht um zwei selbständige Arten handeln kann. Der Wasserfrosch liegt mit einer mittleren Größe von 10cm bei den Männchen, 12 cm bei den Weibchen zwischen dem Seefrosch und dem Kleinen Teichfrosch.

Die Körperfärbung und Zeichnung kann von Population zu Population stark variieren. Im Allgemeinen zeigen die Wasserfrösche aber das gleiche leuchtende Grün wie der kleine Teichfrosch. Mit seinem hellen Rückenstreifen ähnelt der Wasserfrosch andererseits manchem Seefrosch. Die Hinterseite der Oberschenkel ist dunkel gefärbt mit einer gelblichen Zeichnung.

Ähnlich wie der Kleine Teichfrosch färbt sich zur Paarungszeit auch beim Männchen des Wasserfrosches Kopf und vordere Rückenpartie gelb um. Beim Wasserfrosch treten ähnlich wie beim Europäischen Laubfrosch hin und wieder blau-gefärbte Mutanten auf, denen das gelbe Hautpigment fehlt. Auch in der Kopfform liegt der Wasserfrosch zwischen den beiden anderen Grünfröschen. Die Schnauze ist nicht ganz so spitz wie beim Kleinen Teichfrosch, aber auch nicht so stark abgerundet wie beim Seefrosch. Auch in seinen Lauten, der Tonhöhe und Stärke liegt der Wasserfrosch zwischen Seefrosch und Kleinem Teichfrosch.

Pflege des Wasserfroschs im Gartenteich

Im Vergleich zum kleinen Teichfrosch verbringt der Wasserfrosch mehr Zeit am und im Wasser. Fühlt sich der Wasserfrosch im Wasser angegriffen und ist stark erregt, dann kann er auch, statt abzutauchen, in hohem Bogen mit Wasser spritzen. Ist der Teich zu dicht mit Wasserfröschen besetzt, dann kann es zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Männchen kommen.

Wasserfrösche schnappen im Sprung nach anfliegenden Insekten oder anderen Kleintieren, die auf die Wasseroberfläche fallen. Nach anfänglicher Scheu können ältere Wasserfrösche im Gartenteich recht zutraulich werden.

Vermehrung des Wasserfroschs

Die Laichzeit des Wasserfrosches beginnt im Mai. Größere Weibchen können pro Laichsaison mehrere Tausend Eier produzieren. Die Eigelege sind von einer großen kugeligen Gallerthülle umgeben.