Die Teichrand-Befestigung

Wenn der Gartenteich geplant und angelegt wird, haben die meisten recht genaue Vorstellungen von Zweck, Form, Größe und Zonierung. Vergessen wird dabei aber oft, dass auch der Uferbereich und die Randbefestigung des Teichs von vorneherein sorgfältig geplant werden muss. Denn das Teichufer ist besonders exponiert, Witterungseinflüssen und anderen Belastungen ausgesetzt.



Häufige Fehler bei der Planung

Einer der häufigsten Fehler ist, dass die Teichfolie zu knapp bemessen wurde. Dann bleiben nur noch wenige Zentimeter oberhalb des Wasserspiegels, zu wenig für die dringend notwendige Kapillarsperre, ohne die der Teich permanent etwas Wasser an die terrestrische Umgebung verlieren würde, und erst recht zu wenig für eine dauerhafte Ufersicherung.

Mindestens genauso häufig wird das Ufer viel zu steil, manchmal sogar senkrecht angelegt. Das sieht nicht nur unnatürlich und unprofessionell aus, denn bei niedrigem Wasserspiegel wird unweigerlich die hässliche schwarze Teichfolie sichtbar. Solche Ufer sind vor allem Ein- und Ausstiegshindernisse, oft eine tödliche Falle für Tiere. Aber auch für den Mensch kann ein Steilufer mit einer durch den Algenaufwuchs glitschigen Folie zum Problem werden. Und dort, wo die schwarze Teichfolie blank liegt, ist sie der schädlichen UV-Strahlung der Sonne und im Winter scharfkantigen Eisrändern schutzlos ausgesetzt, bekommt Risse und wird mit der Zeit brüchig. Noch schlechter ist eine senkrechte Betonwand oder eine Steinmauer als Teichabschluss.

Sanfte Übergänge schaffen

Nur ein Teil des Teichufers soll begehbar sein, der größte Teil sollte flach ansteigen und als Ruhezone für empfindliche Pflanzen und die Tiere dienen und nicht betreten werden. Dort wo es der Platz zulässt, sollte man zwischen der Flachwasserzone und dem Teichrand ein Sumpfbeet als Feuchtzone anlegen. Das schafft einen besonders sanften, natürlichen Übergang zwischen Teich und Garten.

Weitere optische Aspekte

Immer wieder sieht man auch mächtige Aufschüttungen von Steinen und Kieseln rund um den Teich. Solche Steinwälle sind Bestandteil rauschender Wildwasser im Hochgebirge, an einem kleinen Stillgewässer wie einem Gartenteich wirken sie völlig deplatziert. Das sieht nicht nur völlig unnatürlich aus, sondern kann auch die Teichfolie beschädigen und bietet auf Dauer keine standsichere Uferbefestigung.

Dort wo die Teichfolie im Uferbereich bloß liegt, kaschiert man sie am wirkungsvollsten mit einer Böschungsmatte. Böschungsmatten in rechteckiger Form mit einer Pflanztasche und Schlaufen zur Befestigung am Teichrand bietet der Fachhandel aus Kokosfasern oder unverrottbarem Kunststoffmaterial. In die Pflanztaschen können kleinere, emerse Teichpflanzen der Flachwasserzone eingesetzt werden. Den oberen Bereich dieser Böschungsmatten kann man mit amphibischen Polsterpflanzen wie dem Pfennigkraut bepflanzen. Oder man füllt die größeren Poren der Matten mit ungedüngtem Lehm-/Sandgemisch, säte Blumen ein oder bedeckt sie mit Moosplatten, auf denen dann später Farne oder Sumpfpflanzen wachsen können. Die zweitbeste Lösung könnte darin liegen, die flachen Uferpartien einfach mit Rasen oder Rollrasen auszulegen. Dabei muss man aber darauf achten, dass die Folienränder einige cm darüber hinausragen, damit dieser Uferrasen vom übrigen Rasen oder anderen Gartenflächen getrennt bleibt.

Zugang zum Gartenteich

Für den begehbaren Teichrand wählt man einen schmalen Zugang beispielsweise aus Natursteinplatten. Am Teich selbst kann man eine Beobachtungsplattform aus Holz bauen, die etwas über die Uferkante hinausragt, sodass man dort sitzen, die Fische beobachten und füttern kann. Soll das Wasser auch als Schwimmteich genutzt werden, dann kann man hier eine Badeleiter anbringen. Den begehbaren Teichrand kann man mit Steinplatten oder Terassendielen befestigen. Ein solcher Plattenweg braucht natürlich einen soliden Unterbau.

Für unbeaufsichtigte Kinder muss der Gartenteich durch einen Zaun oder ein Gitter unerreichbar bleiben. Kleinkinder können selbst in der Flachwasserzone ertrinken. Im Winter kann man bei Betreten der Eisfläche einbrechen. Für alle Schäden und Unfälle wird man als Besitzer haftbar gemacht, wenn der Gartenteich nicht ausreichend gesichert ist.