Wasserspinne
Argyroneta aquatica

Wasserspinnenpaar

Wasserspinnenpaar bei der Balz, links Weibchen, rechts Männchen - Foto: Norbert Shuller, Creative Commons Attr.-Shatre Aliek 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Erreichbares Alter
2
Winterhart
Ja
Besonderheiten
Standort: ständig im Wasser

Die Wasserspinne ist die einzige Spinnenart, die ständig unter Wasser lebt. Dazu ist sie in der Lage, weil sie ein sehr fein verzweigtes Tracheensystem und einen dichten Haarpelz hat, mit dem sie sich permanent in eine dicht anliegende Luftblase hüllt. Unter Wasser werden verschiedene glockenförmige Netze angelegt und mit Luft gefüllt: Es gibt Wohnglocken, Ernährungsglocken, Sperma- und Eiglocken. Zur Häutung zieht sich die Wasserspinne in eigens angelegte Häutungsglocken zurück.

Durch Gewässerverschmutzung und Vernichtung geeigneter Kleingewässer ist die Wasserspinne selten geworden und in ihrem Bestand gefährdet. Entdeckt man Wasserspinnen im eigenen Gartenteich, dann sollte man die Gelegenheit nutzen, ihr interessantes und abwechslungsreiches Unterwasserleben zu beobachten.

Verbreitung und Lebensraum der Wasserspinne

Die Wasserspinne ist in Norddeutschland häufiger als in Süddeutschland. Sie besiedelt stehende, pflanzenreiche Gewässer aller Art, vor allem aber moorige Gewässer. Das Wasser muss aber sauber und klar sein. Die Wasserspinne kommt in fast ganz Europa vor, im Westen von den Britischen Inseln bis nach Ostasien und Japan.

Merkmale, Form und Färbung der Wasserspinne

Die Wasserspinne gehört zur Familie der Gebirgstrichterspinnen (Cybaeidae). Das Männchen hat eine gelblich-beige Färbung mit teilweise dunkelroten Beinen. Das Weibchen ist dagegen braun gefärbt. Das Männchen wird mit einer Körperlänge zwischen 1 und 1,5cm deutlich größer als das Weibchen (0,7 bis 1,0cm).

Bei beiden Geschlechtern ist auf der Bauchseite des Vorderkörpers eine Luftblase zu sehen. Beim Weibchen ist auch der gesamte Hinterleib von einer silbrig glänzenden Lufthülle eingeschlossen. Beim Männchen bleibt dagegen der Hinterleibsrücken frei. Die Wasserspinne hat von allen Spinnenarten, das am feinsten verzweigte Tracheensystem und den am besten ausgebildeten Spinnaparat ? wichtige Voraussetzungen für das permanente Unterwasserleben. Außerdem hat sie zwei dichte Schichten aus gefiederten Härchen.

Pflege der Wasserspinne im Gartenteich

Die Wasserspinne ist die einzige mitteleuropäische Spinnenart, die ständig unter Wasser lebt. Mit Hilfe ihres Spinnaparates webt sie unter Wasser glockenförmige Netze, die mit einigen kräftigen Spinnfäden an Wasserpflanzen verankert werden. Von Zeit zu Zeit taucht sie zur Wasseroberfläche auf, um einige Luftblasen, die silbrig glänzend an ihrem Hinterleib haften bleiben, mit unter Wasser zu nehmen und damit die Netze mit Luft zu füllen.

Die Wasserspinne legt verschiedene Arten solcher Unterwasserglocken an: Sommerglocken zum Wohnen und zur Paarung, Ernährungsglocken, in denen sie ihre Beute frisst. Sie ernährt sich von planktischen Kleinkrebsen, kleinen Insektenlarven und Wasserasseln. In der Umgebung ihrer Wohnglocke spannt die Wasserspinne Signalfäden; werden diese von einem Beutetier berührt, kommt die Spinne aus ihrer Behausung hervorgeschossen, um die Beute zu packen und mit einem Biss zu töten. Das erbeutete Tier wird in die Ernährungsglocke transportiert, dort mit einem Drüsensekret verflüssigt und dann dieser Nahrungsbrei aufgesaugt.

Wie alle Gliedertiere so muss sich auch die Wasserspinne mehrmals in ihrem Leben häuten; dazu legt sie besondere Häutungsglocken an, die besonders dicht gewebt werden. Vorsicht, Wasserspinnen nicht mit der bloßen Hand anfassen! Sie gehören zu den wenigen mitteleuropäischen Spinnenarten die durch die Haut beißen können, und das ist sehr schmerzhaft – vergleichbar mit einem Wespenstich! Nicht immer legt die Wasserspinne solche Netzglocken an; oft sucht sie stattdessen nach passenden Hohlräumen in Totholz, Pflanzenstängeln u.ä. und kleidet diese dann mit ihren Gespinstfäden aus.

Die Wasserspinne überwintert in einer eigens dafür gebauten Überwinterungsglocke oder frei im Wasser, wobei dann die Luftblase, die ihren Hinterleib umhüllt, als physikalische Kieme zum Gasaustausch mit dem wässrigen Milieu dient.

Vermehrung des Plattbauchs

Zur Paarungszeit legen die Männchen kleine Spermaglocken an. In diesen Spermaglocken wird quer zur Längsrichtung ein dichtes Band gewebt. Auf dieses Band träufelt das Männchen seine Spermaflüssigkeit auf, nimmt sie dann mit seinen Mundwerkzeugen auf und begibt sich auf die Suche nach einem Weibchen. Die Paarung findet nun in der Wohnglocke des Weibchens statt.

Danach webt das befruchtete Weibchen eine Eiglocke, die dicht unter der Wasseroberfläche liegt. Diese Eiglocke ist in 2 Räume aufgeteilt: im oberen Stockwerk liegen die bis zu 100 Eier, im Parterre sitzt die Spinnenmutter und bewacht ihr Gelege. Sie tarnt die Eiglocke von außen mit Algenfäden und versorgt sie täglich mit frischer Luft. Die Eier werden meist während der Hochsommermonate gelegt.

Nach 2 bis 3 Wochen schlüpfen die Jungtiere, bleiben aber noch weitere 4 Wochen im Schutz der Eiglocke. Wie diese Jungspinnen sich während dieser Zeit ernähren, ist bisher unbekannt.

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