Torf – Glossar

Torf ist inzwischen zur Mangelware geworden und sollte im Garten nur noch so wenig wie möglich eingesetzt werden: Viele ehemaligen Moore in Europa wurde inzwischen unter Schutz gestellt und die Torfstecherei untersagt. Einen guten Ersatz zum Beispiel bei der Bepflanzung von Feuchtzone oder Sumpfbeet mit kalkmeidenden Pflanzen bietet sattdessen in Ballen gepresste Kokosfaser, die in den Tropen als Abfallproduktion bei der Kopraproduktion anfällt.

Im Teich in Maßen eingesetzt, kann ungedüngter Torf jedoch wertvolle Dienste bei der Algenbekämpfung leisten. Dazu hängt man einen Stoffbeutel mit ungedüngtem Torf irgendwo in einer Ecke in den Gartenteich oder platziert den mit Torf gefüllten Filterbeutel in die letzte Kammer eines Teichfilters. Oft ist ein hoher Anteil an im Wasser gelösten Kalk Auslöser für die Algenblüte. Der Torf entzieht dem Wasser Kalk und senkt den pH-Wert soweit, dass die Algen keine optimalen Wachstumsbedingungen mehr haben.

Der Torf gibt dabei schwach saure Humin- und Gerbstoffe ins Wasser ab, damit wird das Wasser zugleich gut gepuffert, sodass ein plötzlicher Absturz des pH-Wertes in einen sauren Bereich, der für die Teichfische schädlich sein könnte, ausgeschlossen ist. Bei längerer Anwendung beginnt sich das Wasser leicht gelb-bräunlich zu verfärben, bleibt aber klar. Das hat aber keine negativen Auswirkungen auf die Wasserqualität. Im Gegenteil, die Huminstoffe und Gerbsäure wirken bakterizid und algizid und hemmen damit das Algen- und Bakterienwachstum. Und manche ursprünglich aus moorigen Gewässern stammende Pflanzen wie der Fieberklee, das Wollgras und der Froschbiss gedeihen in einem solchen, leicht sauren Milieu besonders gut.

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