Laubfrosch
Hyla arborea

Laubfrosch auf einem Rohrkolben

Laubfrosch auf einem Rohrkolben sitzend - Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Gewässertyp
Pflanzenreiche Seen
Winterhart
Ja
Besonderheiten
zum Ablaichen im Wasser

Der Laubfrosch ist mit dem Rückgang seines natürlichen Lebensraumes in den feuchten Auenwäldern entlang der Flüsse und Altwässer selten geworden. Daher weicht er zunehmend in Parks und Gartenanlagen aus, sofern in unmittelbarer Nähe Teiche und Tümpel als Laichgewässer vorhanden sind. Der Laubfrosch überwintert im feuchten Boden in Wassernähe, hält sich tagsüber dann im Frühjahr zunächst im Wasser auf, um sich dann immer ins Laubgehölz zurückzuziehen. Erst im Frühherbst geht er wieder nur kurz zum Ablaichen ins Wasser.

Im Gegensatz zu den Larven anderer Froscharten sind seine Kaulquappen goldgelb bis hellgrün gefärbt. Die adulten Laubfrösche haben eine grasgrüne Körperfärbung, die sie bis zu einem gewissen Grad ihrer Umgebung anpassen können. Auch blaue und gelbe Mutanten kommen gelegentlich vor.

Verbreitung und Lebensraum des Laubfroschs

Der Europäische Laubfrosch Hyla arborea ist der einzige Vertreter der Familie der Laubfrösche Hylidae. Er ist von der Iberischen Halbinsel bis Süd-Skandinavien und Westrussland verbreitet. Die Schwesterart, der Mittelmeer-Laubfrosch Hyla meridionalis kommt überall dort vor, wo der Europäische Laubfrosch nicht oder nur wenig vertreten ist: In Portugal, Südostspanien, Südost- und Ostfrankreich sowie auf den Balearen-Inseln.

Innerhalb seines großen Verbreitungsgebietes besiedelt der Europäische Laubfrosch die Auenwälder entlang der großen Flusstäler, feuchte Laub- und Laubmischwälder in der Nähe von Weihern und Tümpeln. Wo solche natürliche Siedlungsmöglichkeiten fehlen, weicht der Laubfrosch in Parks oder dicht bewachsene Gärten aus, sofern in unmittelbarer Nachbarschaft Teiche oder andere Wasserstellen zum Ablaichen zu finden sind. Als Laichplätze werden saubere, aber dicht mit Wasserpflanzen besetzte Teiche, Tümpel oder Altarme angenommen. Manchmal laicht er auch in Miniteichen und wassergefüllten Betontrögen ab. Wichtig ist, dass diese Laichgewässer nicht von Fischen und Molche, den Fressfeinden der Kaulquappen, bewohnt werden.

Merkmale, Form und Färbung des Laubfroschs

Der Laubfrosch kann eigentlich mit keiner anderen heimischen Froschart verwechselt werden, es sei denn mit dem Mittelmeer-Laubfrosch, der aber in Mitteleuropa nicht vorkommt. Der Laubfrosch wird etwa 5cm groß; die Weibchen können etwas größer und schwerer als die Männchen sein. Die Laubfrosch-Männchen haben im Gegensatz zu den Gras- und Wasserfröschen nur einen Kehlsack, und zwar unterhalb der Kehle, der bei ihrem durchdringenden Rufen kugelförmig aufgeblasen wird. Die Körpergrundfärbung ist ein leuchtendes Grasgrün mit einer deutlichen schwarzen Trennlinie zwischen Rücken- und Bauchhälfte. Die Bauchunterseite ist gelblich oder weißlich gefärbt.

Der Farbton und die Intensität der Färbung des Rückens können bis zu einem gewissen Grad der Umgebung angepasst werden. Es gibt aber auch konstant blau-farbene Populationen, denen durch Mutation das gelbe Hautpigment verloren gegangen ist. Aber auch gelbe Laubfrösche kommen vor, denen das blaue Pigment fehlt. Zur Paarungszeit bilden die Laubfrosch-Männchen Brunftschwielen an den Daumen. Jungfrösche haben, wenn sie das Wasser verlassen, zunächst eine goldgelbe bis blassgrüne Körperfarbe.

Pflege des Laubfroschs im Gartenteich

Laubfrösche siedeln in Parks, Gärten und Kiesgruben, aber immer in unmittelbarer Nähe zu Wasserflächen. Laubfrösche halten sich tagsüber auf Bäumen und Sträuchern versteckt. Mit Hilfe ihrer Haftscheiben an den Zehen können sie sich auch an glatten Stämmen festhalten und sehr hoch emporklettern. Im Mai und Juni ertönt ihr durchdringendes Rufen, dass einem hämmernden Ratschen und Sägen gleicht. Das kann bis in die frühen Morgenstunden anhalten.

Laubfrösche leben von Anflugnahrung, kleinen Insekten, aber auch von Spinnen und anderen Gliedertieren. Die Jungfrösche sonnen sich meist in kleinen Gruppen auf einzelnen, größeren Laubblättern im unteren Bereich der Bäume und Sträucher. Zum Überwintern graben sie die Laubfrösche in die feuchte Erde in Teichnähe ein. Frühestens Ende März tauchen sie wieder auf und wandern in die Nähe der Laichplätze. Nachts gehen sie ins Wasser, tagsüber ziehen sie sich an sonnige Plätze in der die Uferböschung zurück. Später ziehen sie sich völlig vom Wasser zurück. Dann ertönen die Rufe der Laubfroschmännchen zunächst nur, um mögliche Rivalen auf Distanz zu halten. Ab September geraten sie in Balzstimmung und locken die Weibchen an.

Vermehrung des Laubfroschs

In der Morgendämmerung verlassen die Laubfrösche nur kurz das schützende Laub, suchen das Wasser auf, in dem die Laubfrosch-Weibchen ihre Eier in Laichklumpen ablegen, die zu Boden sinken. Solch ein Laichklumpen kann bis zu 1.000 Eier enthalten. Unmittelbar danach verlassen die Laubfrösche wieder das Wassers. Die Weibchen sind jedoch nicht alle zur gleichen Zeit in Laichstimmung, ihre Paarungsbereitschaft verteilt sich über mehrere Wochen, sodass immer wieder Weibchen – angelockt von den Balzrufen der Männchen ? am Teich auftauchen, um sich zu paaren. Diese Fortpflanzungsstrategie hilft das Überleben der Laubfrosch-Population zu sichern. Denn Laubfrösche unternehmen nicht wie andere Froschlurche Amphibienwanderungen, sondern sind relativ standorttreu.

Die Kaulquappen haben im Gegensatz zu den grauen oder schwarzen Larven anderer Frösche von Anfang an einen grün-golden schimmernde Körperfärbung. Ihr Kopf ist im Verhältnis zum übrigen Körper relativ breit, und die Augen stehen weit auseinander. Ende August/Anfang September verlassen die voll entwickelten kleinen Laubfrösche das nasse Element.

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