Weiße Seerose
Nymphaea alba

Weiße Seerose

Foto: H.Zell, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
2 bis 3 m
Standort
sonnig
Wasserhärte
mittelhart
Winterhart
Ja
Blütenfarbe
Weiß
Blütezeit
Juni bis August
Vermehrung
durch Rhizomteilung

Die Weiße Seerose gilt als die schönste einheimische Seerosenart. Sie ist weit verbreitet, steht aber unter Naturschutz. Nachzuchten bekommt man im Angebot des Gartenfachhandels. Diese Seerosenart neigt dazu, sich mit Hilfe ihres großen, armdicken Rhizoms auszubreiten und auch größere Flächen dann mit ihren langstieligen Schwimmblättern zuzuwuchern. Daher kommt sie nur für große Teiche infrage. Man setzt sie, um sie einigermaßen in Zaum halten zu können, in einen großen Pflanzkorb. Die Weiße Seerose lässt sich im Frühjahr vor dem Neuaustrieb vermehren, indem das Rhizom geteilt wird. Die Jungpflanzen werden zunächst nur wenige cm mit Wasser bedeckt, mit zunehmendem Wachstum wird der Wasserspiegel dann schrittweise erhöht.

Verbreitung und Lebensraum der Weißen Seerose

Die Weiße Seerose kommt fast in ganz Europa vor und ist in langsam fließenden Altarmen, Seebuchten und Weihern nicht selten, wird aber vielerorts durch Bade- und Bootsbetrieb zurückgedrängt. Sie siedelt sich vor allem auf einem schlammigen, humosen Untergrund an. Die optimale Wassertiefe liegt für diese einheimische Seerosenart bei ungefähr 150cm. Sie ist in Deutschland geschützt, wird im Gartenfachhandel aber aus zertifizierten Nachzuchten für den eigenen Gartenteich angeboten. Nach der Weißen Seerose wird die Schwimmblattzone stehender Gewässer auch allgemein als Seerosenzone bezeichnet.

Merkmale, Form und Färbung der Weißen Seerose

Die Weiße Seerose hat bis zu 30cm große, runde, an der Basis herzförmige Schwimmblätter. Die ledrigen, dunkelgrünen Schwimmblätter sind lang gestielt. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 12cm. Die Blüte wird aus 4 grünen Kelchblättern und bis zu 25 weißen Kronblättern gebildet. Die Blütezeit fällt in die Monate Juni bis August. Die Blüten öffnen sich bei vollem Sonnenlicht; bei Regen und abends schließen sie sich. Jede Blüte bleibt 3 bis 7 Tage erhalten, bis sie verblüht. Die Blüten werden durch Insekten bestäubt, vor allem Hummeln und Fliegen. Die halbkugeligen, bis zu 3cm großen Früchte enthalten die bis zu 5mm großen Samen, die schwimmfähig sind. Sie werden im Gefieder von Wasservögeln verbreitet. Die Weiße Seerose hat ein großes, dickes und verzweigtes Rhizom, welches sich kriechend am Gewässergrund ausbreitet. Im Gegensatz zu Landpflanzen hat die Weiße Seerose ? wie im Übrigen alle anderen Seerosen ? auch die Spaltöffnungen auf der Blattoberseite. In den Blättern gibt es weitmaschige, luftgefüllte Zwischenräume. Von dort aus gelangt die Luft über Leitgefäße bis ins Rhizom. Dadurch ist die Weiße Seerose in der Lage, auch in sauerstoffarmen, schlammigen Substraten in größeren Wassertiefen zu siedeln.

Pflege der Weißen Seerose im Gartenteich

Die Weiße Seerose gedeiht nur bei ausreichender, reichlicher Versorgung mit Nährstoffen. Deshalb düngt man sie einmal jährlich, in dem man Düngekegeln in das Pflanzsubstrat steckt. Das Wasser darf aber nicht überdüngt werden, da sonst eine Algenblüte droht. Dann neigt sie allerdings dazu zu wuchern. Deshalb eignet sie sich nur für entsprechend große Gartenteiche mit einer Wassertiefe von mindestens 1m, besser bis zu 2m. Die Blattstiele wachsen mit steigendem Wasserspiegel. Pro Jungpflanze muss man eine freie Wasserfläche von 1 bis 2qm einkalkulieren, ältere, ausgewachsene Seerosen beanspruchen ein Vielfaches an Wasserfläche. Dadurch schatten sie mit ihren Schwimmblätter die darunter liegende Zone ab und verhindern ein übermäßiges Aufheizen der Wassertemperaturen während der Sommermonate, was gut ist für die im Teich lebenden Fische. Andererseits entziehen sie den Unterwasserpflanzen damit auch viel Licht, welches sie zur Photosynthese und damit zur Sauerstoffproduktion benötigen. Damit die Weiße Seerose nicht den ganzen Teich zu wuchert und sich leichter auslichten lässt, setzt man sie nicht direkt in den Teichgrund, sondern in einen großen Pflanzkorb mit Henkeln. Als Substrat wählt man ein Lehm-Sand-Gemisch eventuell mit Torfzusatz. Im Spätherbst zieht sich die Seerose in ihr Rhizom als Überwinterungsorgan zurück.

Vermehrung der Weißen Seerose

Zur Vermehrung kann man das große Rhizom der Weißen Seerose etwa alle 3 bis 4 Jahre teilen. Die Weiße Seerose vermehrt sich aber auch durch Selbstaussaat. Das Rhizom wird mit einem scharfen Messer sauber geteilt. Die Schnittfläche mit Holzkohle oder Kaliumpermanganat desinfiziert, damit sie nicht faulen. Die Jungpflanzen werden zunächst nur mit wenigen Zentimetern Wasser bedeckt; mit zunehmendem Wachstum der Seerosen wird der Wasserspiegel dann sukzessiv erhöht.

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