Bergmolch
Triturus alpestris

Wasserform des Bergmolchs

Wasserform des Bergmolchs - Foto: Franco Andreone, Creative Commons 2.5 US-amerikanisch Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Winterhart
Ja
Besonderheiten
zur Fortpflanzungszeit im Wasser

Der Bergmolch hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in den mittleren bis höheren Bergregionen. Er hält sich tagsüber versteckt, geht nachts auf Beutezug und sucht das Gewässer nur zur Paarungszeit im zeitigen Frühjahr auf und verlässt es bereits nach 2 Wochen wieder. Die Weibchen falten mit ihren Hinterbeinen unter Wasser Pflanzentaschen, in die sie ihre Eier einzeln hineinlegen. Die Molchlarven leben in den kommenden drei Monaten ausschließlich räuberisch von anderen Wassertieren.

Bergmolche als montane Art bevorzugen vor allem kühlere, teilweise beschattete Teiche und Tümpel. Im Gegensatz zu anderen Molcharten blieben sie in der näheren Umgebung des Gewässers, sofern man ihnen dort genügend Versteckmöglichkeiten bietet.

Verbreitung und Lebensraum des Bergmolchs

Der Bergmolch kommt mit mehreren Unterarten von Nordfrankreich, Mitteleuropa, Norditalien bis Nordgriechenland vor. Er besiedelt die mittleren bis höheren Lagen von der collinen Stufe bis in die alpine Region in 3.000m ü. NN. Daher wird er auch Alpenmolch genannt. Der Bergmolch besiedelt vor allem waldreiche Gebiete in Gewässernähe, kommt aber auch in Parks und Gärten vor. Dort kann er auch mit dem Fadenmolch Triturus helveticus vergesellschaftet sein, der aber wesentlich seltener ist. Er besiedelt stehende und fließende Gewässer, wobei er sich vor allem im Uferbereich aufhält. Im Gebirge nimmt er auch mit kleinsten Wasserstellen vorlieb.

Im Süden des Verbreitungsgebiets treten statt der Nominatform Triturus alpestris alpestris andere Unterarten auf: Triturus aplestris apuanus, der Italienische Bergmolch, der Kantabrische Bergmolch triturus alpestris cyreni, der ausschließlich in einem Bergsee Kantabriens vorkommt, der Monetnegro-Bergmoch Triturus alpestris monetnegrinus aus dem Bukumirsko-See in Montenegro oder der Bosnische Bergmolch Triturus alpesrtis reiseri, um nur einige zu nennen.

Merkmale, Form und Färbung des Bergmolchs

Das Männchen des Bergmolchs ist auf der Oberseite dunkelgrau mit hellblauen Längsstreifen in den Flanken, die Bauchseite ist leuchtend orange oder rötlich gefärbt. Zur Paarungszeit zeigt das Männchen zusätzlich schwarz-gelb gepunktete Rücken und Längsstreifen auf blauem Grund. Es hat dann einen niedrigen, ungezackten Rückensaum. Dieser geht ohne Unterbrechung in den Hautsaum des Schwanzes über.

Das Weibchen ist auf der Oberseite grau-braun gefärbt mit dunklerer Marmorzeichnung, die Bauchseite ist ebenfalls orange gefärbt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal des Bergmolchs von anderen Molcharten ist, das die Bauchseite stets ungefleckt ist.

Bei beiden Geschlechtern ist der Körper gedrungen, der Kopf verhältnismäßig breit. Die Landform des Bergmolchs hat eine dunkle, fast schwarze Rückenseite. Junge Bergmolche haben oft zusätzlich einen schmalen, rötlichen Mittelstreifen auf dem Rücken. Der Schwanz der Molchlarven mündet in einem kurzen, stachelförmigen Fortsatz.

Pflege des Bergmolchs im Gartenteich

Außerhalb der Fortpflanzungszeit ist der Bergmolch fast ausschließlich nachts unterwegs. Tagsüber hält er sich in einem Unterschlupf unter Totholz, größeren Steinen u.ä. versteckt. Auf seinen nächtlichen Streifzügen an Land sucht er nach Würmern, am Boden lebenden Insekten und anderen Wirbellosen. Er kann bereits im Februar zur Paarung im Gartenteich auftauchen, verlässt ihn aber spätestens im Mai wieder. Mache Individuen bleiben jedoch im Wasser, wo sie dann am Gewässerboden im Schlamm überwintern. Da er eigentlich eine Molchart ist, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Bergen hat, sucht er vor allem kühlere, halbwegs beschattetet Teiche und Tümpel zum Ablaichen auf. Zu ihren Fressfeinden gehören Fische, größere Insekten wie die Larven des Gelbrandkäfers und der Großlibellen, Vögel, Ringelnattern und Spitzmäuse.

Vermehrung des Bergmolchs

Sobald der Bergmolch aus der Winterstarre erwacht, sucht er das Gewässer zur Fortpflanzung auf. Über eine Spanne von 1 bis 2 Wochen paaren sich die Bergmolche, um dann wieder das Gewässer zu verlassen und das restliche Jahr an Land zu verbringen. Sie ziehen helle, flache Stellen im Gartenteich vor, die nicht bepflanzt sind, und sind deshalb besser als andere Amphibien beim Paarungsspiel zu beobachten.

Das Weibchen kann mehr als 200 Eier produzieren. Es faltet mit seinen Hinterbeinen einige Wasserpflanzenblätter oder etwas Falllaub zusammen, sodass eine Pflanzentasche entsteht, in die dann die Eier möglichst einzeln hineingelegt werden. Die Molchlarven schlüpfen spätestens nach einem Monat. In den nächsten Wochen leben sie von Zooplankton, Asseln, Froschkaulquappen und ähnliche Tieren, ernähren sich also ausschließlich carnivor als Räuber. Nach etwa 3 Wochen wandeln sie sich zu Jungmolchen um, und gehen an Land.

Im Gegensatz zu Teichmolchen, die ausgedehnte Landpartien unternehmen, bleiben die Bergmolche in der näheren Umgebung des Teichs, sofern sie dort genügend Unterschlupfmöglichkeiten vorfinden.

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