Teichmolch
Triturus vulgaris

Wasserform des Teichmolch-Männchen

Wasserform des Teichmolch-Männchen - Foto: Mark Hofsetter, Creative Commons Attr.-Share Alike Germany 3.0

Pflege
Mittel
Zucht
Mittel
Erreichbares Alter
5
Gewässertyp
sonnige Gewässer
Winterhart
Ja
Besonderheiten
zur Fortpflanzungszeit im Wasser

Der Teichmolch ist die kleinste der 4 einheimischen Molcharten. Männchen und Weibchen haben eine unterschiedliche Land- und Wasserform. Sie kommen jedoch nur zur Fortpflanzungszeit ins Wasser. Die Männchen haben einen Rückenkamm, der jedoch nicht so hoch ist wie der des Kammmolchs. Pro Laichgang heften die Weibchen bis zu 300 Eier einzeln an Wasserpflanzen.

Will man Teichmolche auf Dauer im Garten halten, dann muss man ihnen in der Nähe des Teichs eine reich strukturierte, sonnig bis halbschattige Umgebung bieten mit Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten unter Totholz, Moospolstern und größeren Steinen.

Verbreitung und Lebensraum des Teichmolchs

Der Teichmolch kommt in Mittel- und Nordeuropa bis Westasien vor. Die Verbreitungsgrenzen reichen von Irland im Westen bis Sibirien im Osten. Innerhalb dieses riesigen Verbreitungsgebiets sind mehrere Unterarten des Teichmolchs entstanden, die sich jedoch nur schwer voneinander unterscheiden lassen, zumal sich ihre Verbreitungsareale überlappen und dann Bastarde zwischen zwei Unterarten auftreten können.

So gibt es neben der Nominatform Triturus vulgaris vulgars den Schwedischen Teichmolch Triturus vulgaris borealis, der kleinere und dunklere Flecken hat, den Griechischen Teichmolch Triturus vulgaris graecus, den Südlichen Teichmolch Triturus vulgaris meridionalis und den Siebenbürger Teichmolch Triturus vulgaris ampelensis.

Der mitteleuropäische Teichmolch besiedelt vor allem die niedrigen Höhenlagen und kommt stellenweise aber bis auf 1.000m ü. NN vor. Er verbringt die meiste Zeit an Land, wo er vor allem in Laubwäldern, Parks und Gartenanlagen zu finden ist. Zur Fortpflanzungszeit sucht er saubere, aber pflanzenreiche Teiche und Tümpel auf, nimmt aber auch mit langsam fließenden Gräben oder kleinen, trüben Wasserlöchern Vorlieb, wenn in der näheren Umgebung nichts anderes zu finden ist.

An Land bildet seine unscheinbare Körperfarbe eine perfekte Tarnung. Tagsüber versteckt er sich in Moospolstern, in Mauerritzen oder unter Brettern. Tagsüber lässt er sich nur bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit blicken.

Merkmale, Form und Färbung des Teichmolchs

Der Teichmolch bildet wie die meisten anderen Molcharten auch eine Land- und eine Wasserform. Die Landform des Teichmolchs hat eine trockene, körnige Haut, eine schlanke Körperform und einen länglichen Kopf mit drei Längsfurchen. Die Wasserform hat dagegen eine völlig glatte Haut.

Das Männchen des Teichmolchs hat helle und dunkle Längsstreifen auf dem Kopf. Die Färbung von Rücken und Flanken ist olivgrün bis braunschwarz mit dunklen Flecken, die Bauchseite weißlich mit einem breiten orangefarbenen Längsstreifen in der Mitte und schwarzen Flecken. Die Wasserform ist ähnlich, Färbung und Zeichnung sind aber wesentlich intensiver.

Während der Fortpflanzungszeit trägt das Männchen einen auffallenden gezackten oder gewellten Rückenkamm, der aber nicht so hoch ist wie der des Kammmolchs. An seinen Hinterfüßen breiten sich zwischen den Zehen dunkle Hautlappen aus. Dadurch können sie die Hinterfüße wie Schwimmflossen gebrauchen. Die Weibchen sind wesentlich heller gefärbt, ockerfarben bis hellbraun, mit zahlreichen braunen Flecken und Punkten. Sie haben keinen Rückenkamm. Die Bauchunterseite ist gelblich bis rötlich gefärbt.

Im Jahr 2010 wurde der Teichmolch zum Lurch des Jahres gekürt.

Pflege des Teichmolchs im Gartenteich

An Land leben Teichmolche von Kleininsekten, Spinnen und Würmern. Im Wasser erbeuten sie Wasserflöhe und andere Kleinkrebse, aber auch Insektenlarven und Würmer, können aber auch Jagd auf die Kaulquappen der Frösche oder Fischlarven machen.

Zwar tauchen Teichmolche bei der geringsten Störung in die Tiefe ab und lassen sich dann auch nicht so schnell wieder blicken. Verhält man sich ruhig am Teich, verlieren sie mit der Zeit ihre Scheu. Manchmal werden sogar handzahm und lassen sich mit Tubifex oder Mehlwurmlarven mit der Pinzette füttern.

Teichmolche brauchen zur Fortpflanzungszeit einen sauberen, wasserpflanzenreichen Teich mit einer größeren Tiefenzone. Sowohl die Molchlarven als auch die ausgewachsenen Molche haben, solange sie sich im Wasser aufhalten, eine Art Seitenlinenorgan, ähnlich dem der Fische, mit dem sie feinste Druckschwankungen und Strömungsänderungen wahrnehmen und damit ihre Beutetiere orten können. Gehen die Molche an Land, dann bildet sich dies Seitenlinienorgan zurück. Bereits im Frühsommer verlassen sie wieder das Wasser. Sie vorher herauszufangen, in ein Aquarium einzusperren und dann vielleicht auch noch dort überwintern zu lassen, würde an Tierquälerei grenzen. Sie brauchen eine Kälteperiode an Land, sonst kommen sie im darauffolgenden Frühjahr nicht in Laichstimmung.

Ein Gartenteich wird von Teichmolchen aufgesucht, wenn er sonnig liegt und das Wasser sich entsprechend tagsüber erwärmen kann. Außerdem muss die nähere Umgebung, also die Uferzone und der angrenzende Garten reich strukturiert sein und den Molchen auf dem Weg zum oder vom Teich zahlreiche Versteckmöglichkeiten bieten.

Vermehrung des Teichmolchs

Je nach Temperaturverhältnissen erscheint der Teichmolch bereits im Februar, meist aber erst im April im Wasser. Solange das Wasser noch kalt ist (<6 Grad Celsius) bleiben sie inaktiv und halten sich am Teichgrund auf. Steigt die Wassertemperatur über 8 Grad Celsius hinaus, werden sie aktiv. Innerhalb weniger Tage bildet sich der Rückenkammm, beide Geschlechter entwickeln sich zu gewandten, fischgleichen Schwimmern. Andererseits können sie auch minutenlang fast schwerelos im Wasser schweben oder blitzschnell zur Wasseroberfläche auftauchen, um Luft zu schnappen und die Männchen beginnen die Weibchen heftig zu umwerben. Oder sie durchstreifen das Wasser auf der Suche nach Nahrung.

Oft bemühen sich mehrere Männchen um ein Weibchen, ohne dass sie sich untereinander wie Rivalen bekämpfen. Einige Tage, nachdem das Weibchen befruchtet worden ist, nimmt sein Körperumfang deutlich ab und der Laichansatz ist deutlich zu erkennen. Schließlich legt das Weibchen bis zu 300 Eier, die einzeln mit den Hinterfüßen an die Blätter von Wasserpflanzen geheftet werden.

Nach ca. 2 Wochen schlüpfen die Larven, sind aber zunächst noch völlig inaktiv. Schließlich beginnen sie am Boden nach Infusorien und Einzellern zu suchen. Später erbeuten sie auch Wasserflöhe und andere kleine Wirbellose. Die Teichmolchlarven färben sich bräunlich und haben einen durchgehenden Rücken- und Schwanzsaum. Sie haben büschelförmige Kiemen und relativ dünne Vorderbeine. Nach ihrer Umwandlung zum Jungmolch bekommen sie eine trockene, etwas rauere Haut und gehen an Land. Erst nach 3 Jahren werden sie geschlechtsreif und suchen wieder ihr Heimatgewässer auf, um sich fortzupflanzen.

Es kann aber auch vorkommen, dass auch die ausgewachsenen Teichmolche nicht an Land gehen, sondern im Wasser bleiben und ihre Kiemenbüschel behalten.

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