Grasfrosch
Rana temporaria

Männlicher Grasfrosch inmitten von Froschlaich

Männlicher Grasfrosch inmitten von Froschlaich - Foto: Salimfadhley, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Erreichbares Alter
4
Winterhart
Ja
Besonderheiten
zur Paarungszeit im Wasser

Der Grasfrosch laicht bereits im März, oft wenn Teile des Teichs noch von Eis bedeckt sind. 2 Monate später wandeln sich Kaulquappen zu Jungfröschen um, die das Gewässer verlassen. Der Grasfrosch verbringt die meiste Zeit in der Nähe, aber nicht im Gewässer. Dazu passt die grau-braune Färbung, die ihm als Tarnung dient. Der Grasfrosch überwintert am Gewässergrund oder in kleinen Erdhöhlen in Ufernähe. Die Grasfroschmännchen haben zwar 2 innere Schallblasen; mit denen können sie aber nicht laut quaken wie die Grünfrösche, sondern nur knurrendes Geräusch abgeben.

Verbreitung und Lebensraum des Grasfroschs

Der Grasfrosch kommt in fast ganz Europa vor außer im Süden der Mittelmeerländer; dabei dringt er von allen Amphibien am weitesten nach Norden vor. Sein Verbreitungsareal reicht bis nach Nordasien und Japan. Auch im Gebirge auf 2.500m ü. NN kann man ihn noch finden. Der Grasfrosch ist aber auch ein Kulturfolger, der Parks, Garten- und Teichanlagen bewohnt. Außerhalb der Paarungszeit lebt er an Land. Er ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv; bei feuchtem, regnerischem Wetter kann er aber auch tagsüber auf Nahrungssuche gehen. Da die Haut sonst schnell austrocknen würde, ziehen sich die Grasfrösche bei längeren Trockenperioden völlig in einen feuchten Unterschlupf zurück.

Merkmale, Form und Färbung des Grasfroschs

Der Grasfrosch gehört zu den sogenannten Braunfröschen, die die meiste Zeit ihres Lebens an Land bleiben. Er hat eine bräunlich-gelbe Kröpergrundfärbung mit unregelmäßigen dunklen Flecken. Dadurch hat er auf erdfarbenem Untergrund eine perfekte Tarnung. Die Bauchseite ist weißlich gelb, beim Weibchen mit Flecken, beim Männchen einfarbig. Die Beine haben dunkelbraune bis schwarze Querbinden. Der Grasfrosch wird im Durchschnitt bis zu 10cm groß. Er hat verhältnismäßig lange, gut entwickelte Sprungbeine, mit denen er bis zu 1m weite Sprünge machen kann. Mit Hilfe seiner Hinterbeine kann er sich auch gut abstoßen, schwimmen und tauchen.

Eine kreisrunde Fläche, das Trommelfell, liegt im dunkelbraunen, scharf abgegrenzten Ohrfleck hinter dem Auge. Die Männchen der Grasfrösche haben zwei innere Schallblasen, mit denen sie nicht quaken, aber deutliche Knurrlaute ausstoßen können – auch unter Wasser.

Pflege des Grasfroschs im Gartenteich

Der Grasfrosch geht nur zur Paarungszeit und zum Ablaichen ins Wasser. Will man ihn auf Dauer im Garten halten, dann sollte man in unmittelbarer Nachbarschaft des Gartenteiches ein Moor- oder Sumpfbeet anlegen und mit Farnen, Moos u.ä. im Halbschatten für ein Mikroklima mit ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit sorgen. Bewachsene Holzwurzeln oder Lochgestein mit kleinen Höhlen bieten dem Grasfrosch tagsüber Unterschlupfmöglichkeiten. Ende Oktober suchen die Grasfrösche ihr Winterquartier auf. Dazu graben sie sich im schlammigen Untergrund des Gartenteichs ein. Damit der Teich nicht vollständig zufriert, sollte er eine Mindesttiefe von 90cm haben. In einem zu kleinen Becken kann es passieren, dass sich die Frösche an der tiefsten Stelle konzentrieren, vom Eis umschlossen werden und dann zugrunde gehen.

Auch wenn sich am Teichboden reichlich Faulschlamm gesammelt hat, können die Frösche den Winter kaum überleben. Statt im Teich suchen manche Grasfrösche zum Überwintern auch frostgeschützte Erdhöhlen auf. Grasfrösche ernähren sich von Insekten, Spinnen, Nacktschnecken und Würmern. Zu ihren Feinden zählen Ringelnattern, Störche und Igel.

Vermehrung des Grasfroschs

Paarungsbereite Männchen erkennt man an den Brunftschwielen der Finger, deutlich dickeren Vorderbeinen und einem blaugrauen Schimmer im Kehlbereich. Laichwillige Weibchen sind dicker und größer als die Männchen. Auf ihren Flanken ist ein deutlicher Laichausschlag zu erkennen. Die Eier haben sich im Körper der Weibchen bereits den Winter über gut entwickelt, sodass schon zum Frühjahrsanfang, wenn die Eisdecke mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen auftaut, mit dem Ablaichen begonnen wird.

Die Männchen locken mit leisen Knurrlauten die paarungsbereiten Weibchen zu den Laichplätzen. Sobald die Lufttemperatur über 0 Grad steigt, beginnen die Grasfrösche nachts mit der Paarung. Große, voll ausgewachsene Weibchen können Laichballen ausstoßen, die bis zu 4000 Eier enthalten. Der Laich quillt auf und kann so an der Wasseroberfläche schwimmen. Die Eier haben oben einen dunklen Pol, der sich durch die Absorption der Sonnenstrahlen bis zu 10 Grad Celsius über die umgebende Wassertemperatur aufheizen kann.

Nach etwa einem Monat schlüpfen die Larven. Die Kaulquappen brauchen dann noch zwei bis drei Monate bis zur Metamorphose der Jungfrösche. Sie verlassen unmittelbar danach das Wasser. Mit etwa 3 Jahren sind die Grasfrösche dann geschlechtsreif.

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