Natürlicher Lebensraum und Verbreitung

Der Medaka hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Ostasien und kommt in den Tropen und Subtropen in China einschl. Taiwan, sowie in Korea und Japan vor.

Medakas besiedeln Still- und Fließgewässer, wobei sie bis ins Brackwasser vordringen können. Man findet sie in langsam fließenden Tieflandbächen ebenso wie in Teichen, Sümpfen und in unter Wasser stehenden Reisfeldern. Diese Reisfische sind vor allem in Japan weit verbreitet.

Durch Umstellungen in der Bewirtschaftung der Reisfelder, sind vor allem dort die Bestände der Medakas stark zurückgegangen.

Lebensweise

Medakas halten sich vor allem zwischen Wasserpflanzen auf, die ihnen einerseits Schutz vor Fressfeinden bieten, andererseits auch zum Ablaichen genutzt werden.

Medakas sind sehr temperaturtolerant. Die Temperaturspanne, in der Medakas leben können, reicht von plus 1 bis 38°C.  Wenn man ihnen einige Tage Zeit zum Adaptieren an die Wassertemperatur lässt, kann man sie ohne Verluste auch im Aquarium oder Gartenteich ähnlichen Temperaturspannen (von 6 bis 35°C) aussetzen.

Allerdings altern Medakas in Gewässern mit hohen Temperaturen schneller als in kühlerem Wasser.

In ihren Heimatgewässern sind Medakas meist in kleinen Schulen unterwegs.

Merkmale der Medakas

Der Medaka (Oryzias latipes), auch Japanischer Reisfisch genannt, gehört zur Familie der Reisfische (Adrianichtyidea). Er wird bis zu 3,5 cm groß, wobei der Kopf etwa ein Viertel der Gesamtlänge ausmacht. Die Körperflanken sind abgeflacht. 

Das endständige Maul hat gleich lange Kiefer oder der Unterkiefer ist etwa länger. Der Körper ist mehr oder weniger transparent mit mehr oder weniger ausgeprägten Reihen dunkler Punkte.

Bei den Männchen sind die Strahlen von Rücken- und Afterflosse verlängert. Hierbei liegt zwischen den beiden letzten Strahlen der Rückenflosse des Männchens eine deutliche Einbuchtung.

Bei den Medaka-Weibchen dagegen sind einige Strahlen der Brust- und der Bauchflossen verlängert.

Oryzes latipes, Miniami-Medaka, ist die südliche Wildform des Japanischen Reisfisches, währen der Nördliche Medaka Oryzes sakaizumii in Japan auch Kita-Medaka genannt wird. In der Übergangszone zwischen Nord- und Süd-Medaka kommen Mischpopulationen vor.

Neben dem von Natur aus mehr oder weniger durchscheinenden Wild-Medaka sind in Japan etliche Sorten in den verschiedensten, allerdings stets etwas blassen Farben von Silber bis Brauntönen herausgezüchtet worden. Diese Zuchtsorten werden Kairyö-Medaka genannt, was so viel wie Moderner Medaka heißt.

Da der Medaka ein Fisch, der sich meist dicht unter der Wasseroberfläche aufhält und man von ihm daher meist auch die Rückenpartie sieht, kommt die Färbung vor allem dann zur Geltung, wenn man ihn von oben betrachtet.

Medakas werden in Japan schon lange als Zierfisch in Aquarien, aber auch als Versuchstier in Labor gehalten. Denn Medakas sind ausgesprochen anspruchslos, pflegeleicht und auch einfach zu vermehren. Bis auf wenigen Jahren waren Medakas in Europa aber so gut wie unbekannt.

Das hat sich erst vor etwa 3 Jahren geändert, als diverse Varianten des farbigeren Kiryö-Medaka, dem Modernen Medaka, bei uns in Mitteleuropa auftauchten und unter den Aquarianer hat ein regelrechter Hype auf diese Minifische eingesetzt. Inzwischen haben die Medakas auch die Hobbygärtner für sich gewonnen, denn Medakas sind die Idealbesetzung für einen Miniteich.

Medakas sind nicht nur friedlich und gesellig, sowie ausgesprochen pflegeleicht, sie vermehren sich ach sehr rasch, denn sie sind bereist im Alter von 2 bis 3 Monaten geschlechtsreif. Außerdem können immer neue Farbmutationen innerhalb einer Population auftauchen.

Pflege der Medakas im Gartenteich

Die Haltung von Medaka während der Sommerzeit im Miniteich hat gegenüber der Aquarienhaltung den Vorteil, dass diese unter Freilandbedingungen etwas kräftigere Farben entwickeln.

Da die Fische sehr klein sind und trotz aller Farbvarianten im Vergleich zu anderen Zierfischen eher blass und mehr oder weniger durchscheinend sind, sollte man sie statt im großen Gartenteich im während des Sommerhalbjahres im Miniteich halten.  Für einen kleinen Medakaschwarm reicht dazu bereist ein Miniteich ab 90 Liter Fassungsvermögen und einer Tiefe von 30 cm. So lassen sie sich die schnell recht zutraulichen Medaka am besten und nicht nur zur Fütterungszeit beobachten.

Auch wenn Medaka pflegeleicht und anspruchslos sind, sollten doch bestimmte Mindestanforderungen an Ausstattung und Wasserverhältnisse im Miniteich eingehalten werden. Als Teichsubstrat wählt man am besten feinkörnigen, zuvor durch mehrmaliges Waschen von Staub befreiten, hellen Aquarienkies.

Damit das Wasser klar bleibt und die Medaka gut im Miniteich zu beobachten sind, muss das Wasser kontinuierlich gefiltert werden. Dazu reicht Schwammfilter, wie er auch als Innenfilter in Aquarien betrieben wird. Im Sommerhalbjahr zwischen Mitte Mai und Ende September kann auch auf eine Heizung verzichtet werden.

Natürlich dürfen auch Pflanzen im Miniteich nicht fehlen. Neben ein oder zwei Bereichen, die mit dicht wachsenden, fein-fiedrigen Unterwasserpflanzen besetzt sind, sollte man auch mit ein bis zwei über die Wasserfläche hinauswachsenden Teichpflanzen und ein bis zwei größere Schwimmpflanzen wie der Wasserhyazinthe, einem Sumatrafarn oder zwei bis drei Muschelblumen – auch Wassersalat genannt – für etwas Schatten im Miniteich sorgen.

Die Medaka halten sich am liebsten dicht unter der Wasseroberfläche, sind keineswegs scheu und werden schnell bei der Fütterung handzahm. Untereinander und auch gegenüber anderen Minifischen sind sie ausgesprochen friedlich. Auch die unter den Männchen durch Flossenschlagen ausgetragenen Kommentkämpfe sind völlig harmlos.

Vermehrung

Die Fortpflanzungszeit der Medaka reicht von Anfang Mai bis Anfang Oktober. Pro Saison können sich bis zu 2 Generationen entwickeln.

Die Paarung erfolgt meist morgens. Die Weibchen tragen die befruchteten Eier an ihrem Bauch hängend noch einige Zeit mit sich herum, bis sie das Eipaket an den Wasserpflanzen oder anderen Oberfläche wie dem Filterschwamm abstreifen.

Nach etwa einer Woche schlüpfen die Jungfischchen, die von Beginn selbständig auf Futtersuche gehen. Nach 10 bis 12 Wochen können sie bereist geschlechtsreif sein.

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