Natürlicher Lebensraum und Verbreitung der Rotfeder

Die einheimische Rotfeder hält sich im seichten Uferbereich stehender und langsam fließender Gewässer mit schlammig-sandigem Untergrund auf. Im Gebirge kommt sie bis in Höhenlagen von 900 m ü. NN vor, in den Schweizer Alpen sogar bis in 1800 m ü. NN.

Lebensraum der Rotfeder
Typisches Gewässer mit gutem Bestand an Rotfedern

Die Rotfeder kommt in Europa außer auf der Iberischen Halbinsel, Schottland, Nordskandinavien, den Mittelmeerinseln und der Peleponnes vor. Auf dem griechischen Festland wird sie von der Griechischen Rotfeder Scardinius geaceus vertreten. In Mittel und Süditalien sowie Teilen des westlichen Balkans kommt eine Unterart der Rotfeder, Scardinius erythophthalmus scardafa, vor. Eine weitere Unterart, Sc.e.racovitzai, die nur 9 cm groß wird, kommt ausschließlich in einigen heißen Quellen Rumäniens vor.

Merkmale der Rotfeder

  • die Rotfeder hat einen relativ hochrückigen, seitlich etwas abgeflachten Körperbau
  • ihre Maulspalte ist eng und steht schräg nach oben
  • die Bauchkante zwischen After- und Bauchflossen ist gekielt
  • das Vorderende der Rückenflosse liegt bei der Rotfeder deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen – im Gegensatz zu den Rotaugen
  • die Augeniris ist goldglänzend, beim Rotauge dagegen rötlich gefärbt
  • Rücken und Kopfoberseite der Fische sind braun- bis graugrün gefärbt, die Flanken deutlich heller mit einem messingfarbenen Schimmer, während die Bauchseite silbrig glänzt
  • außer den Brustflossen sind alle anderen Flossen leuchtend rot, ihre Basis dunkel rötlich braun oder graubraun gefärbt
  • die Geschlechter sind nur schwer zu unterscheiden: Die Bauchlinie des Männchens verläuft gerade, die des Weibchen ab einer Körperlänge von wenigstens 15 cm nach unten gerundet.

Unterschiede zwischen Rotfeder vom Rotauge

Sowohl das Rotauge als auch die Rotfeder kommen in unseren heimischen Gewässern vor und sehen sich zudem sehr ähnlich.

Unterscheidungs-Kriterium 1: Flossen

Bei der Rotfeder bedindet sich der Ansatz der Rückenflosse deutlich hinter dem Bauchflossenansatz. Beim Rotauge befinden sich die Ansätze der beiden Flossen direkt übereinander.

Unterschied Rotauge und Rotfeder

Unterscheidungs-Kriterium 2: Augen

Die Augen der Rotfeder sind goldgelb bis orange gefärbt. Das Rotauge hingegen hat leuchtend rote Augen.

Rotfeder und Rotauge unterscheiden

Leider lassen sich Rotauge und Rotfeder nicht immer so klar voneinander unterscheiden. In Gewässern, in denen beide Arten auftreten kommen sehr häufig Kreuzungen vor.

Erreichbare Größe

Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) erreicht üblicherweise eine Größe von 20 bis 30 cm.

Erreichbare Größe

In Ausnahmefällen können Rotfedern jedoch eine Größe von bis zu 40 cm erreichen. Die bisher größte dokumentierte Rotfeder hatte ein Gewicht von 2,1 kg.

Erreichbares Alter

Der Fisch erreicht ein Alter von bis zu 20 Jahren. In ihrem natürlichen Lebensraum hat der Fisch jedoch mit vielen Räubern zu kämpfen. Aus diesem Grund erreichen die wenigsten Fische ein Alter von über 5 Jahren.

Pflege der Rotfeder im Gartenteich

Die Rotfeder bildet Schwärme, die meist dicht unter der Wasseroberfläche oder im Flachwasserbereich zwischen den Pflanzen über sandig-schlammigem Untergrund umher schwimmen.

Rotfedern im Schwarm

Die schöne rote Flossenfärbung behalten die Fische nur in sauberem, unbelastetem Teichwasser; trübt sich das Wasser und ist es organisch belastet, dann verblassen die Farben.

Ernährung und Futter

Neben Zooplankton und anderen kleineren Wirbellosen ernähren sich Rotfedern zum Leidwesen der Gartenteichbesitzer vor allem von Wasserpflanzen. Damit dabei nicht der gesamte Wasserpflanzenbestand vernichtet wird, sollte man statt feinfiedrigen, zarten Wasserpflanzen eher breit- und lederblättrige Pflanzen oder Gräser und Binsen im Teich anpflanzen.

Sinnvoll ist auch eine sogenannte Schwimminsel, deren Pflanzenbewuchs außer Reichweite der Rotfedern liegt.

Vergesellschaftung mit anderen Fischen

Rotfedern sind gesellige, friedliebende Fische, die man sehr gut mit Plötzen und Orfen, Fischen mit ähnlichen Milieuansprüchen, zusammen in einem entsprechend großen Teich halten kann.

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Fortpflanzung der Rotfeder

Rotfedern laichen zwischen April und Mai. Die Männchen weisen zur Laichzeit einen feinkörnigen Laichausschlag an Kopf und Rücken auf.

Pro Weibchen können bis zu 200.000 der kleinen, klebrigen Eier an Wasserpflanzen abgelegt werden. Damit solche Mengen an Eiern nicht verpilzen oder verfaulen und das Teichwasser belasten und wenigstens einige Nachkommen den Fortbestand der Rotfedergruppe sichern können, muss der Teich während der Laichsaison gut gefiltert und mit Sauerstoff versorgt werden. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach etwa 3 bis 10 Tagen.

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