Natürlicher Lebensraum und Verbreitung

Der Sterlet kommt in den Zuflüssen des Kaspischen, des Schwarzen und des Asowschen Meeres vor, aber auch in den großen Flussströmen im Norden Russlands und in Sibirien, sowie in einigen Zuflüssen zum östlichen Teil der Ostsee vor. Stellenweise, z. B. im Kaspischen Meer, dringt er bis ins Brackwasser vor.

Lebensweise

Der Sterlet ist wie die meisten Störe ein Bewohner größerer Flüsse und außerdem ein Wanderfisch. Zur Winterruhe zieht sich der Sterlet in die tieferen und ruhigeren Altwasserarme der Flüsse zurück. Im Frühjahr schwimmt er dann stromauf in den Flüssen. Früher gab es den Sterlet auch im Donaudelta und von dort ist er dann im Frühjahr bis in die Donau bei Ulm aufgewandert.

Zwischen Mai und Juni laichen die Sterlets dann in der Strömung über Kies-Substrat ab. Sie schlagen dazu aber keine Laichgrube wie die meisten Forellen und Lachse, vielmehr bleiben die Eier einfach an den Steinen haften. In Abhängigkeit von Größe und Alter des Sterlet-Weibchens werden auf diese Weise zwischen 11.000 und 140.000 Eier abgesetzt.

Bereits nach nicht mehr als 5 Tagen schlüpft die Fischbrut. Die Fischlarven werden mit der Strömung verdriftet, wo sie in stromab gelegenen und ruhigeren Flussabschnitten zu Jungfischen heranwachsen. Sie ernähren sich dabei von kleinen Wirbellosen. Auch ausgewachsene Sterlet ernähren sich trotz ihres großen Maules eher von Würmern, Wasserschnecken, Insektenlarven, Kleinkrebsen und kleineren Fischarten.

In natürlichen Gewässern kann der Sterlet ein Alter von 20 Jahren erreichen.

Merkmale des Sterlets

  • Der Sterlet (Acipenser ruthenus) gehört zur Familie der Störe.
  • Mit einer Körperlänge von meist nur 40 bis 60 cm, maximal 80 bis 100 cm ist er die kleinste Störart.
  • Wie alle Störe hat auch der Sterlet einen spindel- bis torpedoförmigen Körperbau, mit dem er auch in strömungsreichen Gewässern gegen die Strömung erfolgreich anschwimmen kann.
  • Wie alle Störe hat auch der Sterlet keine Schuppen, sondern Knochenschilder: Davon zwischen 11 und 17 lange, kammförmige Rückenschilder mit einem Haken. 60 bis 70 kleine Schilder, die sich dachziegelartig überlappen, entlang der Steinlinie und den 10 bsi 18 schwächer ausgeprägte Bauchschilder.
  • Der Sterlet hat eine schlanke Körperform mit einer langen, aber schmalen Schnauze, die etwas nach oben gebogen ist und vorgestülpt werden kann.
  • Da das Maul unterständig ist, kann der Sterlet so ausgerüstet erfolgreich seine Nahrung im Substrat aufspüren. 
  • Die vier Bartfäden laufen an der Spitze in kurze Fransen aus.
  • Die Rückenflosse ist weit nach hinten versetzt. Die Brustflossen sind im Vergleich zu anderen Stören außergewöhnlich groß.

Der Sterlet hat eine dunkelgraue bis schwarzbraune Rückenpartie, von der sich die elfenbein- farbenen Rückenschilder deutlich abheben. Auch die kleinen Seitenschilder sind elfenbein-farbig. Die Bauchseite ist gelblich bis rötlich-weiß gefärbt. Die Ränder der Flossen sind oft wie bei dem oben abgebildeten Exemplar weiß bis elfenbeinfarbig gesäumt.

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Pflege des Sterlets im Gartenteich

Der Sterlet ist zwar der kleinste Vertreter der Störe, aber mit bis zu 1 m Länge immer noch der größte Fisch, den man im Gartenteich pflegen kann. Entsprechend groß muss deshalb auch der Teich sein.

Er braucht sehr sauberes, klares und sauerstoffreiches Wasser mit einem sandig-kiesigen Untergrund. Von zentraler Bedeutung bei der Störhaltung ist deshalb eine gut eingestellte Teichpumpe und Filteranlage.

Der Teich sollte außerdem möglichst ohne Wasserpflanzen angelegt werden und vor allem frei von Fadenalgen sein. Denn sonst könnte sich der Sterlet in den Algen oder anderen fein-fiedrigen, dicht wachsenden Wasserpflanzen verfangen.

Denn Störe, so auch der Sterlet, können nur vorwärts und nicht rückwärts schwimmen! Deshalb können schon einige größere Steine zu einem echten Hindernis für den Sterlet werden. Einmal in einer Sackgasse geraten, kann er sich nicht mehr daraus befreien und würde wegen Sauerstoffmangel ersticken. 

Der Teich sollte deshalb lang gestreckt sein, aber auch genügend Wendemöglichkeiten bieten – ideal ist eine ovale Teichform ohne scharfe Ecken.

Vergesellschaftung

Sterlets sind trotz ihrer beachtlichen Größe und ihres martialischen Aussehens friedliche und ruhige Fische, die man in einem entsprechend großen Teich auch mit anderen, ebenso friedfertigen Fischarten vergesellschaften kann. Allerdings nicht mit Koi; diese gierigen, stets hungrigen Allesfresser würden den Sterlets sofort ihr Futter wegfressen.

Sterlets können auch problemlos zu mehreren im Teich gehalten werden – vorausgesetzt der Gartenteich ist groß genug, denn pro Sterlet muss man ein Wasservolumen von etwa 5 Kubikmeter zur Verfügung stellen können.

Sind die Milieubedigungen im Teich optimal, so werden Sterlet auch bald handzahm.

Futter und Ernährung

Sterlets können zwar handzahm werden, sie können aber nicht aus der Hand gefüttert werden. Denn mit seinem unterständigen Maul kann er Sterlet nur Nahrung vom Teichboden aufnehmen. Es sind meist Insektenlarven, Würmer und andere Wirbellose, die er mit seinen Barteln maulwärts kehrt und dann aufnimmt.

Natürlich finden sich in einem sauber gehaltenen Teich nicht genügend solcher am und im Boden lebenden Kleinlebewesen, um einen Sterlet satt zu bekommen. Deshalb muss zugefüttert werden. Der Zoohandel bietet dazu geeignetes Spezialfutter, welches rasch zu Boden sinkt, arm an Kohlenhydraten, aber reich an Eiweiß und Fett ist. Sterlets sind in der Abenddämmerung am aktivsten. Das ist dann auch die beste Fütterungszeit. Junge Sterlets müssen allerdings täglich mehrere Mahlzeiten bekommen.

Sterlets nehmen nur frisches Futter an; tote Insektenlarven und Würmer werden ebenso ignoriert wie altes Futter oder über den Boden verstreute Futterreste. Deshalb richtet man für den Sterlet eine täglich gleichbleibende Futterstelle ein, an der er sich dann auch zu den Fütterungszeiten rasch einfinden wird.

Vermehrung

Sterlets werden bereits im Alter von 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif und sie beginnen dann auch schon mit der Balz. Die erfolgreiche Nachzucht im eigenen Gartenteich ist aber wohl bisher nicht gelungen und muss professionellen Züchtern mit entsprechend eingerichteten Störfarmen überlassen bleiben.

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