Bambus am Gartenteich

Bambusarten bilden eine Unterfamilie der Süßgräser Poaceae; von unseren einheimischen Gräsern unterscheiden sie sich aber in mancher Hinsicht, sodass sie hier gesondert vorgestellt werden. Weltweit gibt es mehr als 1200 Arten Bambus, von denen die meisten im tropischen und subtropischen Asien vorkommen. Es gibt zwei verschiedene Grundtypen, die einen wachsen baumartig in die Höhe und ihre meterlangen, schlanken Halme verholzen, die anderen ähneln mit ihrer Wuchsform Gräsern, verholzen nicht und bilden dichte Horste.

Übersicht Bambusarten und ihre Eigenschaften

Nur winterfeste Bambusarten kommen für eine Randbepflanzung des Gartenteichs in Frage. Auch manche als winterhart angebotene Bambusarten überleben die bei uns strenge Frostperioden nicht und brauchen einen entsprechenden Winterschutz. Die hier empfohlenen, drei mittelgroßen Bambusarten eignen sich für einen Platz am Gartenteich ohne Einschränkungen. Die beiden Fargesia-Arten bilden kompakte Horste und können direkt in den Boden gepflanzt werden. Andere wie der Goldrohrbambus breitet sich über ihr mächtiges Rhizom rasch aus und brauchen deshalb eine Rhizomsperre, sonst könnten sie unter Umständen die Teichfolie beschädigen.

In ihrer Heimat bilden die Bambusarten dichte Bestände in den Wäldern. Deshalb brauchen sie auch bei uns einen halbschattigen Platz, die pralle Mittagszone wird schlecht vertragen. Bambus braucht einen humusreichen, leicht feuchten, lockeren und gut wasserdurchlässigen Boden. Staunässe vertragen sie in der Regel nicht. Deshalb darf man sie auch nie direkt in den Teich setzen. Sie gehören außerhalb der Ufer- und Feuchtzone in den Teichhintergrund.

Bambusarten blühen extrem selten, viele Arten erst im Laufe von bis zu 100 Jahren. Und dann auch nur einmal, danach sterben sie ab. Viele Arten wachsen langsam, daher steigt der Verkaufspreis im Gartencenter verständlicherweise mit jedem Meter Länge rapide an. Bambus verleiht dem Gartenteich ein exotisches Flair, für einen asiatischen Wassergarten sind ist der Bambus ein unverzichtbares Stilelement. Besonders wirkt Bambus in Kombination mit rotblättrigem Japanischem Fächer- oder Schlitzahorn. Wichtig ist der Bambus in der Größe zur Teichfläche passt.

Im Gegensatz zu unseren Süßgräsern bleiben winterharte Bambusarten auch im Winter grün; sie dürfen nicht zurückgeschnitten werden, da nach überstandenem Winter ihre Halme weiterwachsen. Während der Wachstumsperiode bekommen die Bambuspflanzen zwischen April und September einen stickstoffarmen Dünger. Während längerer Trockenperioden muss der Wurzelbereich regelmäßig gewässert werden, aber ohne dass dabei Staunässe entsteht. In den ersten Jahren sollte man die Jungpflanzen im Winter vor starken Frösten schützen und die Pflanzenbasis mit Reisig oder Stroh abdecken.

Wissenswertes zum Bambus

Wissenswertes zur Bambusgattung Phyllostachys

Die weltweit höchsten Bambuspflanzen (Dendrocalamus) erreichen eine Höhe von bis zu 38 Metern, eine Halmdicke von 80 cm, bei einem monatlichen Wachstumszuwachs von bis zu 22 Zentimetern. Zwar bringen die Bambuspflanzen der Gattung Phyllostachys nicht diese Extremleistungen zuwege, dennoch ist…

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