Muriel-bambus
Fargesia murielae

Muriel-Bambus

Foto: Sten, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Mittel
Zucht
Schwierig
Wassertiefe
0cm
Standort
halbschattig bis schattig
Winterhart
Ja
Boden
0 bis 300 cm
Blütenfarbe
-

Der Muriel-Bambus ist eine kleinere, sehr robuste und pflegeleichte Bambusart, da er keine Rhizome bildet und deshalb auch mit einer Rhizomsperre, wie sie für andere Bambusarten notwendig ist, in Zaum gehalten werden muss. Er wirkt besonders schön als Solitärpflanze oder in einer kleinen Gruppe mit seinen leuchtend grünen Blättern in Nachbarschaft eines rotblättrigen Schlitzahorns. Er braucht jedoch einen schattigen bis halbschattigen Platz mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit, da er in voller Sonne zu rasch austrocknen würde. Ältere Exemplare sind absolut winterhart, jüngere Individuen sollte man an der Basis mit Rindenmulch oder einer Schicht Falllaub als Frostschutz abdecken. Er lässt sich im Garten nicht selbst vermehren, da er nur extrem selten blüht, deshalb auch keine Samen liefert. Und der Wurzelstock ist so kurz, dass er sich kaum teilen lässt.

Verbreitung und Lebensraum des Muriel-Bambus

Der Muriel-Bambus stammt aus den Bergregionen der chinesischen Provinzen von Sichuan und Hubei. Dort findet man ihn in Höhenlagen zwischen 1600 und 3000m ü. NN. Daher ist er absolut winterhart und verträgt Frostperioden bis maximal minus 26 Grad Celsius. Als relativ klein bleibende Bambusart, die auch keine Rhizomsperre benötigt, wird es bereits seit langem auch in Europa als Zierpflanze gezogen. In China wird der Muriel-Bambus jedoch bis zu 5m hoch, womit er dort immer noch zu den kleineren Bambusarten zählt. Die jungen Bambussprossen sind essbar.

Merkmale, Form und Färbung

Der Muriel-Babus wird in den Bergen Chinas bis zu 5m hoch und bildet Halme von mehr als 1,4cm Durchmesser. Bei uns beliebt er aber als Zierpflanze wesentlich kleiner. Diese Halme sind nicht hohl, sondern mit Mark gefüllt. Die Zwischenabstände zwischen den einzelnen Knoten sind etwa 3 bis 4cm lang und bei den Jungpflanzen noch mit einem mehlig weißen Belag überzogen. Von jedem Knoten können bis zu 12 Seitenäste abzweigen. An jedem dieser Zweigenden stehen dann zwei bis sechs grüne Blätter. Die unbehaarten Blattspreiten werden rund 10cm lang.

Pflege des Muriel-Bambus am Gartenteich

Der Muriel wirkt am Rand eines Gartenteichs sehr dekorativ, da er auch im Winter seine grünen Blätter behält. Als Solitärpflanze bildet er schönen Kontrast etwa zu einem schlitzblättrigen, roten japanischen Ahorn. Er braucht einen halbschattigen bis schattigen, windgeschützten Platz mit frischer Gartenerde. Außerdem braucht er als Pflanze der Nebelwälder Chinas eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. An einem Standort in voller Sonne würde der Wurzelbereich des Bambus zu rasch austrocknen. Daher deckt man die Pflanzenbasis am besten mit etwas Rindenmulch ab, um die Bodenfeuchtigkeit zu halten. Der Muriel-Bambus, manchmal auch Bambusgras genannt, ist eine der wenigen Bambusarten, die keine Rhizomsperre brauchen. Man pflanzt ihn am besten im frühen Herbst, damit er noch vor dem Wintereinbruch gut anwurzeln kann. Jungpflanzen sind bis minus 16 Grad Celsius, ältere Exemplare bis minus 25 Grad Celsius winterhart. Damit dieser Bambus nicht seine kompakt buschige, schirmförmige Gestalt verliert, darf er auf keinen Fall zurück geschnitten werden. Man kann mit einem jährlichen Zuwachs von 30 bis 50cm rechnen.

Vermehrung des Muriel-Bambus

Der Muriel-Bambus blüht nur äußerst selten. Mitte der 1990-ziger blühte plötzlich weltweit die ausgewachsenen Exemplare dieses Bambus und starben dann ab. Die Ursache für dies Massensterben konnte nicht restlos geklärt werden. Jedenfalls wurden alle heute im Gartenfachhandel angebotenen Exemplare aus Samen dieser Bambusgeneration gezogen. Diese werden als Kultivare unter der Bezeichnung Fargesia murielae New Generation angeboten. Man sollte darauf achten, dass man nur Individuen aus zertifizierten Fachbetrieben kauft, da sich aus den damaligen Samen Pflanzen mit ganz unterschiedlichem Wuchs und den verschiedensten Milieuansprüchen entwickelt haben. Den Muriel-Bambus selbst aus Samen aufziehen zu wollen, dürfte aus den genannten Gründen unmöglich sein. Auch vegetativ lässt sich dieser Bambus durch Teilung kaum vermehren, da der Wurzelstock sehr kurz ist und die Pflanze keine kräftigen Rhizome bildet.

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