Pfahlrohr
Arundo donax

Pfahlrohr - Arundo donax

Foto: Shizhao, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
0 bis 20 cm
Standort
sonnig
Winterhart
Ja
Boden
bis 400 cm
Blütenfarbe
Violett
Vermehrung
durch Rhizomteilung
Besonderheiten
Rhizomsperre erforderlich

Das Pfahlrohr stammt vermutlich aus Vorderasien oder Indien, ist aber seit der Antike im ganzen Mittelmeerraum verbreitet und wird dort seit alters her vielseitig genutzt. Es kann bis zu 4m hoch werden und blüht mit langen Bütenrispen in silbernen oder violetten Farbtönen. In Mitteleuropa kommt es aber nur selten zur Blüte. Es lässt sich aber durch Teilung seines Rhizoms vermehren. Damit sich das Pfahlrohr am Gartenteich nicht unkontrolliert ausbreitet, begrenzt man seinen Radius mit einer Rhizomsperre oder pflanzt es in ein separates Sumpfbeet. Es ist in den ersten Jahren nicht völlig winterfest und muss mit einer Laub- oder Mulmschicht im Winter als Frostschutz abgedeckt werden. Im Gartenfachhandel wird eine etwas kleinere Zuchtform angeboten, die sich von der Stammform auch durch den weißen Mittelstreifen auf den Blättern unterscheidet.

Verbreitung und Lebensraum des Pfahlrohrs

Das Pfahlrohr Arundo donax ist vom Syrien aus über das ganze Mittelmeergebiet bis Portugal, auf den Azoren und den Kanarischen Inseln vor der Nordwestküste Afrikas verbreitet. Dort wächst es vor allem entlang der Flüsse und Gräben. Seine ursprüngliche Herkunft liegt aber im Dunkeln, man vermutet Indien und Vorderasien. Inzwischen wird es aber fast weltweit in den Tropen und Subtropen kultiviert. In Süditalien wird das Pfahlrohr stellenweise als Hecke angepflanzt. Schon die ersten Bewohner Italiens fertigen ihre Hütten aus dem Pfahlrohr an, casae ex aridine textae, wie Livius berichtet. Horaz schildert wie ihre Kinder ihre Steckenpferde aus dem Rohr schnitten und darauf arundina longa ritten, wie früher unsere Kinder auf Besenstielen. Auch nördlich der Alpen gibt es inzwischen einige Wildbestände. Das Rohr wird ähnlich vielseitig verwendet wie Bambus. So werden aus ihm die Panflöten Südamerikas oder die kleine griechische Hirtenflöte Madura hergestellt, die Mundstücke von Oboen und Klarinetten geschnitzt; die verholzten Rohre werden als Baumaterial, ihre Blätter für Flechtarbeiten genutzt.

Merkmale, Form und Färbung

Das Pfahlrohr ist neben dem Schilf die größte europäische Süßgrasart, es kann bis zu 4m in die Höhe wachsen. Es hat eine knollenartig verdickte, kriechende Grundachse. Seine Halme sind mehr als fingerdick (20 bis maximal 40mm im Durchmesser) und stehen starr aufrecht. Die Blattscheiden liegen eng am Halm an und überlappen sich teilweise an den oberen Enden. Die Blattspreiten können bis zu 70cm lang und 3cm breit werden. Das grau-grüne Blatt ist unbehaart, aber an den Rändern leicht aufgeraut. Im Spätsommer bis Herbstanfang erscheinen die großen, mehr als 70cm langen Rispen mit ihren blass silbern bis violett gefärbten Blüten. Diese Rispen sind regelmäßig verzweigt, stehen zunächst aufrecht, hängen aber später leicht über. Die Ährchen dieser Blütenrispen selbst sind nur rund 1 bis 1,2cm groß und seitlich zusammengedrückt. Ihre Deckspelzen haben eine grannenartig verlängerte Mitte und lange, weiße Härchen, die ihnen später als Flughilfe bei der Ausbreitung der Samen dienen.

Pflege des Pfahlrohrs am Gartenteich

Das Pfahlrohr wächst am besten auf einem schlammigen, staunassen Boden am Rand eines Teichufers oder am Rand eines Filtergrabens, da es auch als Repositionspflanze bei der biologischen Selbstreinigung des Teichwassers ähnliche gute Dienste wie unser einheimisches Schilf leisten kann. Es braucht einen nährstoffreichen, tiefgründigen Boden. Es kommt auf Grund seiner riesigen Größe natürlich nur für die Bepflanzung an einem sehr großen Gartenteich infrage und sollte in ausreichendem Abstand zum Teich angepflanzt werden. Soll es sich nicht unkontrolliert im Garten ausbreiten, ist eine Rhizomsperre ähnlich wie für die meisten Bambusarten notwendig, die etwa 30cm tief in den Boden eingegraben werden muss. Einfacher geht’s, wenn man das Pfahlrohr stattdessen in ein separates Sumpfbeet einsetzt. Im Spätherbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile des Pfahlrohrs ab, es überwintert mit Hilfe seines Wurzelstocks. Junges, neu angepflanztes Pfahlrohr sollte man in den ersten Jahren sicherheitshalber mit einer Laub- oder Mulmschicht als Frostschutz abdecken. Auch in den späteren Jahren werden die Halme erst im Frühjahr zurück geschnitten.

Im Gartenfachhandel wird eine Zuchtform des Pfahlrohrs angeboten unter dem Namen Arundo donax ‚Versicolor‘ oder ‚Variegata‘. Es bleibt deutlich kleiner und seien Blätter haben weiße Längsstreifen auf blau-grünen Grund.

Vermehrung des Pfahlrohrs

Unter den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas blüht das Pfahlrohr meist nicht. Daher ist auch die Vermehrung über Samen weitgehend ausgeschlossen. Stattdessen kann man es bei Bedarf vegetativ in Frühjahr durch Teilung des Rhizoms vermehren.

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