Armleuchteralge
Chara vulgaris

Armleuchteralge

Im Bild ein dichter Unterwasserrasen aus Armleuchteralgen (Chara vulgaris) mit einigen darüber hinaus wachsenden, rosa blühenden Wasser-Knöterich-Pflanzen (Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Wassertiefe
alle Bereiche
Standort
sonnig bis halbschattig
Winterhart
Ja

Die Gewöhnliche Armleuchteralge gleicht mit ihren kandelaberartig verzweigten Trieben eher einer höheren Wasserpflanze als einer Alge. Und – keine Angst! – sie erzeugt im Sommer weder eine undurchsichtig grüne Algenblüte, noch überzieht sie Steine und andere Teichpflanzen mit grünen Algenfäden. Sie breitet sich auch nicht auf Kosten anderer Teichpflanzen bis ins Uferlose aus, sondern dient Jungfischen und anderen Teichbewohnern als Versteck, als Sauerstofflieferant und leistet einen wertvollen Beitrag zur Enthärtung und Entkalkung des Teichwassers – oft erkennbar an dem grauen Überzug auf ihren Blättern.

Verbreitung und Lebensraum der Chara vulgaris

Die Gewöhnliche Armleuchteralge ist fast weltweit verbreitet, der Verbreitungsschwerpunkt der Nominatform forma vulgaris liegt allerdings in der nördlichen Hemisphäre.

Insgesamt unterscheidet man weltweit bis zu 70 solcher Formen mit unterschiedlicher regionaler Verbreitung. Auch in Deutschland ist sie eine der häufigsten Armleuchteralgen, z. B. im Bodensee.

Sie besiedelt Fließgewässer und stehende Gewässer, selbst kleine temporäre Gewässer und Wasserstellen. Deshalb eignet sich auch gut für einen Platz im Gartenteich. Sie ist eine der wenigen Armleuchteralgen, die auch sehr nährstoffreiches Wasser und sogar salzhaltiges Brackwasser verträgt.

Auf ihren Blättern setzt sich oft ein grauer Belag ab, weil sie dem Wasser Kalk entzieht (man nennt diesen Vorgang eine „biogene Entkalkung“). Deshalb trägt in Gartenteichen, die mit einem harten und kalkreichen Leitungswasser entscheidend zur Entkalkung bei.

Merkmale, Form und Färbung der Armleuchteralge

Von anderen, eher fadenförmigen Aufwuchsalgen oder gar planktischen Algenformen unterscheiden sich die Armleuchteralgen vor allem durch ihre kandelaberartig verzweigten, wenn auch zarten Triebe. Auch wenn sie damit höheren Wasserpflanzen ähneln, es handelt sich um echte Algen.

Die Gewöhnliche Armleuchteralge verankert sich Haftfasern an der Basis ihrer Triebe am Gewässergrund. In regelmäßigen Abständen bilden sich an den verzweigten Trieben blattähnliche Quirle, die denen z. B. von Myriophyllum-Arten wie dem Papageienblatt oder auch dem Hornkraut ähneln. Im Zeitraum von Frühjahr bis in den Sommer entwickeln die Armleuchteralgen kugelförmige Fortpflanzungsorgane. Blüten bilden sie aber nicht aus.

Eigentlich haben die Triebe der Gewöhnlichen Armleuchteralge eine dunkelgrüne Farbe, die aber oft von den grauweißen Kalkablagerungen verdeckt wird. Wegen dieses Kalkbelages brechen die Triebe auch leicht auseinander.

Die Gewöhnliche Armleuchteralge wird je nach den Standortbedingungen – dazu zählen Wassertiefe und Lichtverhältnisse, sowie Nährstoffangebot – zwischen 5 und 60 cm lang.

Pflege im Gartenteich

Da die Gewöhnliche Armleuchteralge in stehenden und fließenden Gewässern Wassertiefen zwischen minimal 20 und bis zu 200cm besiedelt, ist sie auch im Gartenteich universell in der Flachwasser- und in der Tiefenzone einsetzbar. Dazu wirft man sie einfach an dem vorgesehenen Platz ins Wasser: Sie sinkt dann zu Boden und sucht mit ihren Haftfasern einen Platz zum Ankern.

Gezielter kann die Armleuchteralge aber platzieren, indem man sie vorsichtiger mit einem Faden an einen Stein bindet und dann versenkt. Im tiefen Wasser bildet sie lange, kandelaberartig verzweigte Triebe. Im flachen Wasser bilden die Armleuchteralgen dagegen Rosetten mit niederliegenden Sprossen.

Armleuchteralgen leisten im Gartenteich nicht nur gute Dienste bei der biogenen Entkalkung (eine Voraussetzung für die Verhinderung von Grünlagenblüten im Teich), sie sind auch ideale Sauerstoffspender und bieten den Haftlaichern unter den Fischen gute Laichplätze, den Jungfische Versteckmöglichkeiten.

Einmal auf dem Substrat angewachsen, brauchen Armleuchteralgen praktisch keine weitere Pflege. Sollten sie sich zu üppig ausbreiten, was aber nicht die Regel ist, dann lassen sie sich ganz einfach auslichten. Die ausgelichteten Triebe lässt man trocknen und verteilt sie dann unter den Stauden, die außerhalb der Wasserfläche rund um den Gartenteich wachsen. Denn diese zerfallenden Armleuchteralgen sind ein ausgezeichneter Kalkdünger.

Als Unterwasserpflanze lässt sich die Armleuchteralgen sehr gut mit Tausendblatt (Myriophyllum), Hornblatt (Ceratophyllum), Wasserstern (Callitriche) oder auch Pfennigkraut (Lysimachia nummularis) kombinieren.

Vermehrung der Armleuchteralge

Genauso problemlos wie die Pflege ist auch die vegetative Vermehrung der Armleuchteralge. Einfach einen Trieb abtrennen und an anderer Stelle wieder im Teich versenken.

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