Silberkarausche
Carassius gibelio

Weibchen der Silberkarausche

Weibchen der Silberkarausche - Foto: Viridiflavus, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
einfach
Zucht
einfach
Standort
Flachwasser
Größe
bis 30 cm
Anzahl
kleine Gruppen
Idealtemperatur
tolerant
Sauerstoffbedarf
mittel
Winterhart
Ja
Für Teichart
Miniteich

Der Giebel Carrasius gibelio ist auch unter dem Namen Silberkarausche bekannt, da er der einheimischen Karausche recht ähnlich sieht. Die Silberkarausche stammt aus dem Amurgebiet in Sibirien, ist aber inzwischen durch Besatzmaßnahmen auch in Mitteleuropa weitverbreitet. Die Silberkarausche gilt als die Stammform des Goldfisches, der vor vielen Jahrhunderten durch Selektion in chinesischen Teichkulturen herangezüchtet wurde. Die Silberkarausche ist robust und tolerant gegenüber einer großen Bandbreite von Wasserverhältnissen. Sie wächst sehr schnell heran und eignet sich daher nur für entsprechend große Gartenteiche. Sie gründelt gerne im Flachwasserbereiche über weichem Grund auf der Suche nach Würmern und anderen Bodentieren, vergreift sich leider aber auch an den Wasserpflanzen. Die Weibchen legen zwar im Frühsommer jede Menge Eier, die aber von anderen mit ihr vergesellschafteten Karpfenarten besamt werden müssen, da es in Europa nur rein weibliche Populationen der Silberkarausche gibt.

Verbreitung und Lebensraum der Silberkarausche

Die Silberkarausche stammt ursprünglich aus Ostasien, insbesondere dem Amurgebiet in Sibirien. Sie ist aber heute durch Besatzmaßnahmen auch im Mittel- und Südosteuropa weit verbreitet. Häufig ist sie mit der Karausche Carassius carassius vergesellschaftet, ist aber widerstandsfähiger und wächst schneller, sodass sie in vielen Gewässern die heimische Karausche zu verdrängen droht. Die Silberkarausche ist vermutlich die Stammform des Goldfisches Carassius auratus auratus, der bereits vor vielen Jahrhunderten in China in Teichen gehalten und durch Selektion zu immer neuen Formen und Farbschlägen herangezüchtet worden ist. Die Silberkarausche wurde daher bis vor kurzem als Unterart Carassius auratus gibelio geführt. Die Silberkarausche besiedelt langsam fließende und stehende Gewässer mit einem weichen, sandig-schlammigen Grund und dichten Pflanzenbeständen.

Merkmale, Form und Färbung der Silberkarausche

Die Silberkarausche hat eine gestrecktere und flachere Körperform als die Karausche; außerdem ist die Rückenfärbung hell bräunlich und nicht so dunkel gefärbt. Die Flanken und die Bauchpartie der Silberkarausche sind silbrig-gelblich glänzend. Ebenso wie die Karausche hat auch die Silberkarausche keine Bartfäden. Die Schuppen der Silberkarausche sind verhältnismäßig groß. Ihre Rückenflosse ist hochstehend mit einem geraden oder konkav nach außen gewölbten Rand. Die Afterflosse ist relativ kurz, die Schwanzflosse deutlich eingebuchtet. Die Männchen der Silberkarausche haben zur Fortpflanzungszeit einen deutlichen Laichausschlag am Kopf. Allerdings existiert in Mitteleuropa nur eine rein weibliche Populationen der Silberkarausche.

Pflege der Silberkarausche im Gartenteich

Die Silberkarausche toleriert – ähnlich wie ihr Abkömmling, der Goldfisch – eine große Bandbreite von Millieufaktoren, angefangen von der Wassertemperatur bis zum Schwebstoffgehalt und der Trübung des Wassers. Sie wächst jedoch sehr schnell und wird auch größer als der Goldfisch und benötigt daher auch einen entsprechend großen Gartenteich. Die Silberkarausche ist friedlich und kann gut mit anderen Karpfenfischen vergesellschaftet werden. Von einer gemeinsamen Haltung von Silberkarausche und Goldfisch im Teich sollte man aber absehen, da beide nah verwandte Arten sich kreuzen könnten. Der Bodengrund der Flachwasserzone sollte sandig bis feinkiesig sein und stellenweise dicht mit Wasserpflanzen besetzt sein. Die Silberkarausche gründelt meist dicht am Teichgrund auf der Suche nach Würmern und anderen im Sediment lebenden kleinen Wirbellosen. Leider verschont sie aber auch die Wasserpflanzen nicht. Daher sollte man den Teich besser mit grob- und breitblättrigen Wasserpflanzen, Gräser und Binsen als mit feinfiedrigen, zarten Unterwasserpflanzen bepflanzen.

Vermehrung der Silberkarausche

Die Fortpflanzungszeit der Silberkarausche fällt in die Monate Mai und Juni. Die Silberkarausche bildet in Europa eine ausschließlich weibliche Population. Jedes Weibchen kann bis zu 380.000 Eier produzieren. Die Eier werden an dichte Wasserpflanzenbüschel in der Flachwasserzone abgelegt und sich selbst überlassen. Sie werden von anderen Karpfenarten besamt, wobei aber keine Verschmelzung von Spermien und Ei stattfindet, sondern lediglich die Entwicklung der Fischembryonen in den Eiern in Gang gesetzt wird. Nach spätestens einer Woche schlüpft die Fischbrut. Silberkarauschen werden mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif bei einer Körperlänge von 15 bis 20cm.

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