1. Fischreiherschreck

Gegen den Fischreiher am Gartenteich hilft ein so genannter Reiherschreck. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das mit einem Bewegungsmelder ausgestattet ist. Dieser ist an eine Düse gekoppelt. Nähert sich der Fischreiher dem Gartenteich, dann schießen Wasserstrahlen aus der Düse direkt auf das sich bewegende Objekt. Der Vorteil eines solchen Geräts ist, dass es effektiv arbeitet und sich unauffällig in die Uferlandschaft integrieren lässt.

2. Laser Guard

Der elektrisch betriebene Laser Guard der Marke Velda treibt den Fischreiher mit Lärm, Lichtblitzen und grünen Laserstrahlen in die Flucht. In einem Winkel von 100 Grad und mit einer Reichweite von zwölf Metern reagiert der Bewegungssensor auf den gefiederten Eindringling. Das Abschreckprogramm dauert etwa eine Minute. Zuerst gibt es ein Blitzlichtgewitter, dann kommen die grünen Laserstrahlen als „gefährliche“ Hindernisse ins Spiel und zuletzt ertönen die Laute des Pfeilgiftfrosches, das Bellen von Hunden und das Wehklagen eines in Not geratenen Reihers.

3. Fischreiherattrappe / Künstlicher Fischreiher

Reiher sind futterneidisch. Sie dulden keine Nahrungskonkurrenz in ihrer Nähe. Einem anderen Graureiher die Jagdgründe streitig zu machen, gibt mächtigen Ärger. Diesem möchte der Vogel natürlich aus dem Weg gehen. Mit einem Kunststoffreiher in Originalgröße signalisiert man dem Tier, dass dieser Gartenteich bereits besetzt ist.

Achtung: Der Graureiher ist ein schlaues Tier. Merkt er, dass es sich bei der Figur nur um eine Attrappe handelt, ignoriert er sehr schnell die falsche Konkurrenz. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Figur Tag für Tag immer an der gleichen Stelle steht. Deshalb ist es sinnvoll, den künstlichen Fischreiher am Gartenteich immer wieder mal an einen anderen Platz zu setzen oder auch mal für einen Tag verschwinden zu lassen. Was wie lebend aussehen soll, muss sich bewegen!

4. Netz zum Fernhalten von Reihern

Das Überspannen des Gewässers mit einem Netz gehört zu den einfachsten und effektivsten Methoden, den Fischreiher vom Gartenteich fernzuhalten. Wichtig ist, dass das Netz straff gespannt ist, damit der Vogel nicht wie in einer Hängematte landet. Das Netz leistet auch im Herbst gute Dienste, indem es das herabfallende Laub daran hindert, in den Teich zu fallen.

Der Nachteil: Das Netz stört massiv die Optik. Außerdem verwehrt es auch Singvögeln und Libellen den Weg zum begehrten Nass.

5. Draht über dem Teich spannen

Eine Alternative zum Netz sind Drähte. Die Drähte sind in einem Abstand von etwa 40 bis 60 cm gespannt. Viele gewerbliche Teichwirte schützen so den Uferbereich ihrer größeren Gewässer vor den Räubern. Das sieht zwar auch nicht gut aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Tipp: Im Handel gibt es extra Nylondraht zu kaufen. Daran sind kleine Glöckchen befestigt. Diesen Draht spannt man um den Teich herum. Berührt der Fischreiher den Draht, dann klingeln die Glöckchen und treiben den Vogel in die Flucht.

6. Fischreiher Landemöglichkeit nehmen / Möglichkeit zum Stehen nehmen

Der Graureiher ist ein Schreitvogel. Er watet durch das Wasser und sticht dann mit dem Schnabel blitzschnell zu. Deshalb bevorzugt er ein seichtes Ufer als Einstieg. Ist ein solches vorhanden, dann lohnt es sich, einen Zaun zu bauen, oder das Ufer mit großformatigen Steinen und Brocken, aber auch mit Pflanzkübeln zu schützen. Auch das Überspannen der seichten Bereiche mit einer höheren Brücke kann den Reiher unter Umständen abhalten. Viele spitze und uneben platzierte Steine am Gewässergrund bieten dem Vogel außerdem weniger Halt. Ein stark gewellter Teichboden erschwert dem Tier ebenfalls das Jagen.

7. Spiegel zum Vertreiben von Reihern selber machen

Reiher hassen Unruhe. Sie jagen gerne ungestört. Außerdem sind sie schreckhaft. Das Prinzip, das die Rehe vom Straßenverkehr fernhält, funktioniert auch bei diesen Tieren. Alte CD´s an einer Schnur befestigt und über den Teich gespannt, ist eine mittlerweile weit verbreitete Methode. Zugegeben, das sieht hässlich aus, ist aber sehr effektiv.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert der Trick mit der Alufolie. Auch die Alufolie spiegelt das Licht und erzeugt die gewünschte Unruhe. Es ist gar nicht notwendig, den gesamten Teich mit der Folie zu überspannen. An einer Schnur befestigte Teilstücke reichen vollkommen. Natürlich sieht auch das nicht wirklich gut aus, aber es gibt eine Alternative. Hochwertige Alofolie bekommt man bei https://alfipa.de.

Die Spiegelpyramide

Eine Spiegelpyramide blendet und irritiert den Reiher und sieht deutlich besser aus als die mit Alufolie bestückten Schnüre. Zu kaufen gibt es die Pyramiden im gut sortierten Fachhandel. Es besteht aber auch die Möglichkeit, diese selbst zu basteln, und das geht so:

  • Schneide aus Styropor eine Pyramide aus. Zwecks besserer Stabilität ist die Basis möglichst breit und die Pyramide selbst nicht zu hoch.
  • Die seitlichen Flächen werden mit Alufolie umwickelt und beklebt.
  • Da Styropor sehr leicht ist und schnell verweht werden kann, ist es sinnvoll, die Pyramide mit einem Seil zu befestigen. Alternativ dazu versieht man sie mit einer Holzplatte, die sich allerdings nach einer gewissen Zeit voll Wasser saugen kann und ausgewechselt werden muss.

Tipp: Das Zurechtschneiden des Styropors ist aufwändig. Als schwimmfähige Basis eignen sich auch die runden Eisfreihalter aus Styropor, die es im Handel zu kaufen gibt. Diese lassen sich mit Sand befüllen und liegen deshalb stabil im Wasser. Die Pyramide errichtet man in der Art eines Indianerzelts mit vier Stecken und umwickelt sie anschließend rundum mit der Folie. Im Winter erfüllen die Eisfreihalter wieder ihren ursprünglichen Zweck.