Kann man Seerosen ohne Erde pflanzen?

Normalerweise werden als Pflanzsubstrat für Seerosen folgende Mischungen empfohlen:

  • Ein Lehm-Sand-Gemisch im Volumenverhältnis 1 : 1
  • Falls kein Lehm zur Verfügung steht, nimmt man ungedüngte und fein gesiebte Gartenerde und mischt sie im Verhältnis 2 : 3 mit Sand
  • Spezielle Teichpflanzen-Erde aus dem Fachhandel, die im Verhältnis 1 : 1 mit Sand gemischt wird.
  • Früher wurde bei der Neuanlage eines Gartenteiches als Substrat für Seerosen auch ein Gemisch aus ungedüngter Gartenerde, Sand und Torf im Verhältnis 2 : 3 : 1 empfohlen. Davon ist heutzutage dringend abzuraten. Denn Torf sollte grundsätzlich nicht mehr im Garten und Teich verwendet werden. Zum einen um die letzten intakten Hochmoore vor dem Torfabbau zu schützen. Zum anderen weil Torf durch seine Huminstoffe und Gerbstoffe das Teichwasser stark ansäuert. Und weil sich durch den Torf das Wasser dunkelbraun färbt und die im Substrat enthaltenen Humusanteile zu Fäulnisbildung im Wasser führen können.

Auf Erde als Pflanzsubstrat ganz verzichten?

Grundsätzlich kann man Seerosen ohne Erde pflanzen, wenn damit gemeint ist, dass man keinen Lehm, Garten- oder Teicherde dazu verwendet und stattdessen nur anorganische Anteile wie Sand, Kies und Steine als Substrat nutzt. Dies wird inzwischen auch so in den meisten Fällen bei Neuanlage eines Teiches gehandhabt und hat sich vielfach bewährt.

Es ist jedoch völlig unmöglich, Seerosen auf Dauer ohne jedes Substrat im Teich zu kultivieren. Dazu ist der Auftrieb zu stark, auch wenn Rhizom und Wurzeln der Seerose bereits gut entwickelt und entsprechend schwer sind.  Seerosen sind ja schließlich keine Schwimmpflanzen, die frei auf der Wasseroberfläche treiben, sondern Schwimmblattpflanzen, deren Rhizom und seien Wurzeln einen festen Halt finden und sich im Substrat verankern, um senkrecht empor wachsen zu können, bis sie ihre Schwimmblätter und Blüten auf dem Wasserspiegel ausbreiten können.

Feinkies und Sand als Alternative zur Erde

Es reicht, wenn man das Rhizom mit seinen Wurzeln in eine Substratschicht aus Feinkies oder Feinkies und Sand einbettet, die dann mit Grobkies und kleineren Steinen beschwert wird – egal ob die Seerose direkt in den Teichgrund gepflanzt oder in einen Pflanzkorb gesetzt wird.

Vor- und Nachteile, wenn man als Substrat auf Garten- oder Teicherde verzichtet?

Vorteile:

  • Wenn keine Garten- oder Teicherde als Substratbeimischung verwendet wird, dann trübt sich das Wasser nicht durch die sonst aus der Erde freigesetzten Schwebstoffe ein.
  • Ein Nährstoffüberschuss im Wasser wird ausgeschlossen, insbesondere wenn keine gedüngte Erde verwendet würde.
  • Das Teichwasser bleibt klar und behält eine größere Sichttiefe.
  • Damit lässt sich auch verhindern, dass es im Sommer zu einer Massenwicklung von Fadenalgen und einer Algenblüte kommt.
  • Teichfische wirbeln bei ihrer Wühlarbeit im Teichgrund auf der Suche nach Lebendfutter weniger Sediment auf.

Nachteile:

  • Seerosenpflanzen sind Starkzehrer. Während andere Teichpflanzen und vor allen die völlig untergetauchten Wasserpflanzen Nährstoffe über ihre Blätter aufnehmen und ihre Wurzeln nur zur Verankerung im Bodengrund dienen, reicht dies für eine optimale Nährstoffversorgung von Seerosen nicht aus. Sie müssen einen Teil der benötigten Nährstoffe über ihre Wurzeln aufnehmen. Deshalb steckt man einmal jährlich zu Beginn der Vegetationsperiode organische Langzeitdünger in Form von kleinen Düngerkügelchen oder Düngerkegeln dicht neben die Rhizomwurzeln in das Substrat.
  • Verzichtet man dagegen völlig auf jede Düngung des Pflanzsubstrates, dann wird sich die Seerose langsamer entwickeln, weniger Blattmasse bilden und in den ersten beiden Jahren auch keine Seerosenblüten bilden.

Konkrete Anleitung für das Pflanzen ohne Erde

Bei Verwendung eines Pflanzsubstrates ohne Erde für Seerosen sollte man für Sand, Kies und Steine nur kalkfreies Material verwenden. Denn auch im Wasser gelöste Calcium-Verbindungen fördert die Massenentwicklung von unerwünschten Algen.

Geeigneter Sand, Kies und Steine

Als kalkfreies Material haben sich bewährt:

  • Granitsplit in der Korngröße 2 bis 6 mm
  • Gebrochenes und gebranntes Tongranulat oder Blähton, wie sie in Hydrokulturen für Landpflanzen verwendet werden.

Schichtdicke des Substrates

Die Schichtdicke des Pflanzsubstrates richtet sich nach der Größe der Seerosen-Sorte:

  • Die Kies-/Sand-Schicht für große Seerosen-Sorten sollte etwa 25 cm betragen
  • Für kleinere Seerosen-Sorten reicht eine Schichtdicke von 15 cm aus

Jeweils nicht mitgerechnet die Deckschicht aus Großkies und Steinen

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