Aber irgendwann muss man ihrem Ausbreitungsdrang Grenzen setzen: Sei es, weil sie im Gartenteich zu viel Platz einnehmen und benachbarte Seerosen überwachsen oder weil sie andere Teichpflanzen bedrängen.

Abgesehen davon entwickeln viele Seerosen nach einigen Jahren zu viel Blattmasse und nur noch wenige Blüten. Besonders, wenn sie zu wenig Platz an der Wasseroberfläche haben, beginnen sich die Schwimmblätter übereinander zu schieben, statt sich flach auf dem Wasser auszubreiten, und dann verdecken sie sogar die Blütenknospen, die sich dann nicht mehr öffnen können.

In der Regel reicht es, wenn man Seerosen nach 4 bis 7 Jahren zurechtstutzt oder teilt. Das hängt von der Wuchsfreudigkeit der jeweiligen Seerosen-Sorte ab. 

Seerosen, die in einem Pflanzkorb wurzeln, stoßen natürlich schon viel früher an ihre Grenzen.

Bis die Seerosen nach einer Verjüngung wieder blühen, kann es etwas dauern. In dieser Zeit hilft ein Outdoor Fotorahmen mit einem Foto der Seerosenblüten des vergangenen Jahres um die Zeit zu verkürzen.

Wann soll man Seerosen zurechtstutzen oder teilen?

Dazu bietet sich das späte Frühjahr an, also im April/Mai, bevor die Seerosenstaude wieder voll auszutreiben beginnt. Denn dazu ist zu dieser Zeit das Teichwasser meist noch etwas zu kalt.

Teilen und Verjüngen der Seerosenstaude

Seerosen mit Pflanzkorb

Seerosen zu teilen oder zu verjüngen, die in einem Pflanzkorb wurzeln, ist relativ einfach:

  1. Man hebt den Pflanzkorb dazu vorsichtig aus dem Teich und setzt ihm in eine größere Schale, die einige cm hoch mit Wasser gefüllt ist, damit das Substrat nicht austrocknet.
  2. Dann hebt man den Wurzelstock vorsichtig aus dem Pflanzkorb und wäscht ihn gründlich ab, um ihn von anhaftenden Substratresten zu befreien.
    1. Seerosen mit einem knollenförmigen Rhizom teilt man einfach, indem man den Wurzelstock auseinanderzieht. Bevor man die beiden Staudenteile in jeweils einen Pflanzkorb mit frischem Substrat wieder einsetzt, schneidet man die beim Teilen abgebrochene Blätter mitsamt ihren Stielen ab. Zudem stutz man die älteren Ankerwurzeln und die jungen Wurzeln so weit, dass der gesamte Wurzelstock ohne gequetscht zu werden, in den Pflanzkorb passt.
    2. Seerosen mit einem länglichen Rhizom teilt man, indem man ein ca. 15 cm langes Stück von der Spitze des Rhizoms mit einem sauberen Messer abtrennt. Vorausgesetzt das Stück ist wuchskräftig und weist genügend Augen (Blatt- und Blütenknopsen) auf. Die Schnittflächen der abgetrennten Rhizomstücke werden mit Aktivkohlepulver oder Holzkohle desinfiziert.
  3. Hat die Seerose bereits Ableger gebildet, dann können diese natürlich ebenfalls zur vegetativen Vermehrung verwendet werden: Einfach von der Mutterpflanze abtrennen und die Tochterpflänzchen dann separat in einen eigenen Behälter mit geeignetem Substrat (siehe Zusammensetzung des Pflanzsubstrates für Seerosen)  wieder einpflanzen.

Seerosen, die im Teichgrund ankern

  • Bei Seerosen, die nicht im Pflanzkorb, sondern direkt im Teichboden wurzeln, hat sich nach einigen Jahren das Rhizom mehrfach geteilt und in alle Richtungen ausgebreitet. Da ist es eine Illusion, dass man solch eine einige Jahre alte Seerosenstaude mitsamt ihrem Wurzelwerk komplett und unbeschädigt aus dem Teich herausheben oder ausgraben könnte. Zudem kann solch ein mehrjähriger Wurzelstock mitsamt dem dazu gehörenden Substratballen einen ganzen Zentner oder mehr wiegen!
  • Sinnvoller ist es, den Wasserspiegel im Teich soweit abzusenken, sodass man den Wurzelstock gut erreichen kann. Dann legt man die Rhizomspitzen jeweils auf einer Seite der Seerosenstaude frei, trennt nacheinander mehrere, wiederum etwa 15 cm lange Rhizomstücke ab und hebt sie mit ihren Wurzeln aus dem Substrat.
    • Warum schneidet man Rhizomstücke nur auf einer Seite der Seerosenstaude frei? Würde man die neuen Treibe rund um den Seerosenstock auf allen Seiten entfernen, dann würde die Seerose gar nicht mehr austreiben und schließlich absterben.
  • Als Ableger lassen sich nur junge Rhizomstücke mit Triebspitzen verwenden. Alte Rhizomstücke ohne solche Triebspitzen werden nicht mehr austreiben und sind deshalb zur vegetativen Vermehrung nicht zu gebrauchen.

Einpflanzen der jungen Rhizomstücke mit ihren Triebspitzen

Wie die Rhizomstücke wieder ins Substrat eingesetzt werden, das hängt vor allem vom Rhizomtyp (siehe Unterschiede zwischen Seerosen mit knollenartigem Wurzelstock und solchen mit Rhizomausläufern) ab.

  • Seerosen mit einem länglichen, waagerecht ausgebreiteten Rhizom legt man horizontal in den Pflanzkorb, der bereits zum Teil mit dem Pflanzsubstrat gefüllt ist. Dann gibt man so viel der Substratmischung hinzu, dass die Vegetationspunkte („Augen“ genannt) gerade noch zu sehen sind. Nun hebt man die Staude etwas an, damit das lockere Substrat die Lücken zwischen den Wurzeln vollständig ausfüllt.
  • Seerosen mit einem knollenförmigen Rhizom setzt man dagegen senkrecht in das Substrat ein und füllt es bis zum Hals der Triebe auf. Dann wird das Substrat mit der Hand festgedrückt und noch etwas Substrat nachgefüllt.

Alle auf diese Weise mit Hilfe von Rhizomstücken vermehrten Seerosen sollte man zunächst wenigstens für 1, besser 2 Jahre in einem Pflanzkorb heranziehen, auch wenn man sie später direkt in den Teichgrund einpflanzen will.

Seerosen, die nicht winterhart sind und im Herbst frostsicher umquartiert werden müssen, bleiben natürlich ihr ganzes Leben in einem Pflanzkorb.

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