Weitere Namen: Wasser-Aronstab, Grüner Pfeilaron
Früher: Peltandra undulata

Verbreitung und Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Virginischen Pfeilblattes liegt in Kanada und den USA. Es reicht vom Osten Kanada bis in die mittlere und östliche USA. Dabei werden die Feuchtgebiete der atlantische Küstenregion am häufigsten von Peltandra virginica besiedelt. Es kommt allerdings auch auf Kuba vor, wobei unklar ist, ob es sich um ein natürliches Vorkommen oder eine spätere Einbürgerung und Verwilderung handelt.

Das Virginische Pfeilblatt findet man in Nordamerika in den unterschiedlichsten Feuchtgebieten: Das Spektrum reicht von Sümpfen, Mooren, Marschen mit Süßwasser oder Brackwasser im Gezeitenbereich, wasserführenden Gräben, Teichen, Seen und Fließgewässern in Höhenlagen zwischen 0 und 1.200 m ü. NN.

Wuchs, Blätter und Blüte

Das Virginische Pfeilblatt Peltandra virginica, auch Wasseraronstab oder Grüner Pfeilaron genannt, gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Peltandra virginica ist eine von zwei Arten der Gattung Peltandra. Eine dritte Art, die aus dem Eozän nachgewiesen worden ist, ist längst ausgestorben.

Das Virginische Pfeilblatt ist eine mehrjährige Sumpfpflanze, die aber bei uns in Mitteleuropa nur eingeschränkt winterhart ist.

Wuchs

Die Pflanze hat ein knollenförmiges Rhizom, aus dem an langen Stielen pfeilförmige, grün glänzende Laubblätter empor sprießen. Peltandra virginica erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis 50cm, Teile der Pflanze können dabei unterhalb der Wasseroberfläche stehen.

Blätter

Die Blätter sind sehr variabel in Form und Größe. Sie teilen sich in eine Blattscheide, einen langen Blattstiel und die mehr oder weniger pfeilförmige Blattspreite auf. Aber auch die Blattscheide erreicht bereits mindestens die Hälfte der Länge des Blattstiels. Dieser Blattstiel hat Längen zwischen 38 und 98 cm und ist damit mindestens genauso lang wie die Blattspreite.

Der Blattstiel ist grün bis grünlich purpurn gefärbt.  Die Blattspreite ist auf der Oberseite grün, unterseits eher bläulich-grün gefärbt. Die meist lanzett-, seltener eiförmige Blattspreite hat eine pfeil- oder herzförmige Basis und ein meist spitzes, stacheliges oberes Ende.

Blüte

Die Blütezeit fällt in die Monate Mai/Juni.

Der grünlich gelbe, kolbenförmige Blütenstand hebt sich deutlich von den grünen Laubblättern ab. Dieser Blütenstand setzt sich aus zahlreichen, kleinen Einzelblüten zusammen. Dabei umhüllt eine geschlossene, röhrenförmige Spatha die Basis des Blütenkolbens. Dieses Hochblatt ist außen etwas dunkler grün als auf der Innenseite. Der Durchmesser des Blütenkolbens nimmt zur Spitze hin etwas ab.

Die weiblichen Blüten sind hell- bis weißlich-grün und haben jeweils bis zu 4 Samenanlagen in ihrem Fruchtknoten. Die männlichen Blüten sitzen im unteren Teil des Blütenkolbens, sie sind rein weiß, cremeweiß oder blass-gelb gefärbt. Jede diese männlichen Blüten hat vier bis fünf Staubblätter, die miteinander verwachsen sind.

Zwischen den männlichen und den weiblichen Blüten liegt eine Zone mit sterilen Blüten, eine zweite sterile Zone am oberen Ende des Blütenkolbens. Die weiblichen Blüten werden von Insekten bestäubt, vor allem von der Halmfliege (Elachiptera formosa).

Aus den weiblichen, bestäubten Blüten entwickeln sich beerenförmige Früchte in einfarbigem Grün, teilweise sind sie auch gefleckt oder purpurn überlaufen. Jede dieser Beeren enthält 1 bis 4 Samen.

Pflege am Gartenteich

Standort

Das Virginische Pfeilblatt benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit einem permanent feuchten bis nassen Substrat, wobei es auch bis zu 20 cm tief im Wasser stehen kann. Peltandra virginica eignet sich deshalb am besten für die sumpfige Feuchtzone oder den zwischen 10 und 20 cm tiefen Bereich der Flachwasserzone. Man kann es aber auch den feuchten Rand eines Bachlaufs pflanzen.

Kombination mit anderen Pflanzen

In Form und Farbe bildet es einen schönen Kontrast zu Goldkolben oder Gelben Sumpfdotterblumen oder pinkfarbenen Rosenprimeln, die am Teichufer stehen. Damit sich das Pfeilblatt voll entfalten kann, muss jedoch ein Mindestabstand von 30 bis 50 cm zu benachbarten Pflanzen einkalkuliert werden.

Winterhärte

Da Peltandra virginica bei uns in Mitteleuropa nicht vollständig winterhart ist, muss es vor Einsetzen der ersten Herbstfröste in ein Winterquartier umgesetzt werden. Dazu gräbt man das Rhizom aus und pflanzt es in einen Topf. Zum

Überwintern stellt man es in einen kühlen, aber frostfreien und hellen Raum. Im nächsten Frühjahr kann es dann wieder ausgepflanzt werden. Einfacher ist dieser jährliche Umzug natürlich, wenn man das Pfeilblatt ähnlich wie eine Seerose ständig in einen Pflanzkorb setzt.

Vermehrung

Dies Pfeilblatt lässt sich bei uns in Mitteleuropa nur vegetativ vermehren. Dazu teilt man nach dem Überwintern das Rhizom oder trennt die Nebentriebe ab, um sie an anderer Stelle wieder einzupflanzen.

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