Gottes Gnadenkraut
Gratiola officinalis

Gottes Gnadenkraut

Gottes Gnadenkraut (Foto: H. Zell, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
0 bis 10 cm
Standort
sonnig bis halbschattig
Winterhart
Ja
Boden
kalkarm, humusreich
Boden
20 bis 50 cm
Blütenfarbe
Weiß
Blütezeit
Juni bis August
Besonderheiten
Pflanze ist giftig

Trotz dieses weiten Spektrums an potentiell geeigneten Standorten ist das Gottes-Gnadenkraut fast überall selten geworden.

Ursachen hierfür sind vor allem der starke Rückgang geeigneter Kleingewässer und die Trockenlegung oder Regulierung der Wasserführung solcher Gewässer. Ein weiterer Faktor ist die Überdüngung und Eutrophierung von Gewässern.

Darüber hinaus wird diese einheimische Art durch invasive, gebietsfremde Arten mit ähnlichen Milieuansprüche verdrängt.

Umso wichtiger ist es, dass diese einst weit verbreitete Heilpflanze ein Refugium an Bachläufen und in der Feuchtzone naturnaher Teiche und Tümpel erhält.

Verbreitung des Gottes Gnadenkraut

Gratiola officinalis ist in ganz Europa verbreitet und kommt im Mittelmeerraum von Südeuropa bis zur Türkei vor. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis Sibirien und Mittelasien.

Das Gottes-Gnadenkraut fehlt jedoch in Skandinavien und auf den Britischen Inseln.

Die Pflanze besiedelt vor allem Ränder und Feuchtzonen von Kleingewässern mit wechselnden Wasserständen, aber auch Sümpfe. Weitere Standorte sind Seggenrieden, Röhrichte, zeitweise überflutete Rasen und Feuchtwiesen, kiesreiche Gewässerufer, Grabenränder. Potentielle Substrate zur Besiedlung sind vor allem zeitweise überschwemmte, staunasse und kalkarme Lehm- und Tonböden. Auch salzreiche Böden und Gewässer verträgt die Pflanze.

Merkmale, Form und Färbung des Gottes-Gnadenkrauts

Das Gottes-Gandenkraut Gratiola officinalis gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).

Wuchs

Diese mehrjährige, krautige Pflanze wird – je nach Standortbedingungen zwischen 20 und 50 cm hoch. Sie bildet ein unterirdisches, schuppig beblättertes Rhizom. Der aufsteigende bis aufrecht wachsende Pflanzenstängel ist an der Basis rund, hat aber oben einen kantigen Querschnitt.

Blätter

Die lanzettförmigen Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die unteren Blätter umfassen etwa die Hälfte des Stängelquerschnittes.

Blüte

Die Blütezeit fällt in die die Monate Juni bis August.

Die Blüten sitzen einzeln an kurzen Stielen in den Blattachseln. Der Blütenkelch hat eine grüne Färbung und ist siebenteilig. Aber durch zwei enganliegende Vorblätter wird scheinbar auf siebenteilig ergänzt. Die Blumenkrone setzt sich aus einer etwa 1 cm langen Blütenröhre und 5 zipfelförmigen Blütenblättern zusammen. Die Blütenröhre hat eine gelbliche Farbe und ist auf der Innenseite behaart. Die Kronzipfel der Blüte sind dagegen weiß bis schwach rötlich gefärbt. Diese Kronzipfel sind flach ausgebreitet, die oberen 2 sind kaum, die unteren 3 deutlich geteilt.

Eine einzelne Blüte des Gottes-Gnadenkrauts
Eine einzelne Blüte des Gottes-Gnadenkrauts (Foto: H. Zell, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Pflege am Gartenteich

Das Gottes-Gnadenkraut kommt vor allem in der Feuchtzone und am staunassen Rand kleinerer Teichanlagen und Bachläufe gut zur Geltung.

Die Pflanze braucht einen halbschattigen bis sonnigen Platz mit einem möglichst kalkarmen, aber humusreichen und mäßig nährstoffhaltigen Substrat.

Je sonniger der Standort ist, desto üppiger fällt die Blütenpracht dieses Gnadenkrautes aus. Es lässt sich gut mit Rosen- und anderen Primeln mit ähnlichen Milieuansprüchen vergesellschaften.

Das Gottes-Gnadenkraut lässt sich gut mit der Sibirischen Schwertlilie, dem Blutweiderich oder dem Mädesüß kombinieren. Ist das Gnadenkraut erst einmal fest angewurzelt, braucht die Pflanze kaum weitere Pflege.

Vorsicht beim Umgang mit der Pflanze, sie ist sehr giftig! Früher war das Gottes-Gnadenkraut eine geschätzte Heilpflanze, wird aber heute wegen ihrer Giftigkeit nicht mehr verwendet.

Vermehrung

Das Gottes-Gnadenkraut lässt sich am besten durch teilen seines Rhizoms vermehren.

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