Weitere Namen: Amerikanischer Riesenarobstab, Amerikanischer Stinktierkohl, Stinkender Willie

Verbreitung und Lebensraum

Die Gelbe Scheinkalla stammt aus Nordamerika. Dort besiedelt sie Sümpfe und Gewässerufer in Höhenlagen von 0 bis etwa 1.400 m ü. NN.

Lysichiton americanus breitet sich in einigen Ländern Europas als invasive Neupflanze aus, seit den 1980-ziger Jahren auch in Teilen Nordrhein-Westfalens, im Harz, im Taunus, in Rheinlandpfalz und in Bayern.

Einige Indianerstämme Nordamerikas nutzen die Pflanze als Nahrung und als Heilpflanze.

Merkmale, Form und Färbung

Blüten

Die Gelbe Scheinkalla (Lysichiton americanus) aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) ähnelt im Aussehen unserer einheimischen Sumpfkalla und hat ebenfalls einen langen Blütenkolben, der von einem muschelähnlichen, nach oben zugespitzten Hochblatt – Spatha genannt – teilweise eingehüllt wird.

Die winzig kleinen Blüten des Blütenkolbens sind gelbgrün gefärbt.

Die Blütezeit fällt in die Monate April/Mai. In ihrer nordamerikanischen Heimat beginnt die Gelbe Scheinkalla bereits gegen Ende des Winters zu blühen.

Die Blüten verströmen einen ziemlich unangenehmen Geruch, daher der Name Stinktierkohl.

Die Pflanze blüht jedoch erst zum ersten Mal im Alter von 5 Jahren.

Blätter

Erst nach der Blüte entwickeln sich die großen, bis zu 30 cm breiten Laubblätter, die eine blaugrüne Farbe haben.

Die Laubblätter sind und in Blattstiel und Blattspreite geteilt, wobei der verdickte Blattstiel bereits bis zu 40 cm lang sein kann. Die oft mehr als 70 cm lange Blattspreite ist ledrig glänzend mit keilförmiger Basis und einem spitzen oder stumpfen Ende.

Die Gesamtlänge eines Blattes kann bis zu 150 cm betragen.

Weiße Scheinkalla

Die Gelbe Scheinkalla unterscheidet sich von der aus Ostasien stammenden Weißen Scheinkalla (Lysichiton camtschatcensis) durch das leuchtend gelbe Hochblatt, welches bei Lysichiton camtschatcensis weiß gefärbt ist.

Die Pflanze ist mehrjährig, aber nur sommergrün. Als Überdauerungs- und Überwinterungsorgan bildet sie ein vertikales, bis zu 30 cm langes Rhizom, welches tief in den Boden reicht.

Pflege am Gartenteich

Standort

Die Gelbe Scheinkalla braucht einen Platz im Halbschatten mit einem feuchten bis nassen und tiefgründigen Boden. Sie kann aber auch einige Zentimeter tief im Wasser stehen. Daher kommt diese Scheinkalla vor allem für die Feuchtzone, sowie den Übergangsbereich zur Flachwasserzone bis zu einer Wassertiefe von 5 cm infrage.

Auch für einen Standort im seichten, langsam fließenden Abschnitt eines Bachlaufs ist Lysichiton americanus geeignet.

Die Gelbe Variante ist im Gegensatz zur Weißen Scheinkalla kalktolerant.

Kombination mit anderen Pflanzen

Diese Pflanze wirkt besonders schön in Kombination mit Sumpfdotterblumen, Sumpfvergissmeinnicht, Iris oder Rosenprimeln, die zur gleichen Zeit blühen.

Die Gelbe Scheinkalla ist absolut winterhart und sehr langlebig. Einmal an den richtigen Standort gepflanzt braucht sie keine weiteren Pflegemaßnahmen.

Vermehrung der Gelben Scheinkalla

Die Gelbe Scheinkalla kann aus den reifen Samen nachgezüchtet werden. Man sät sie auf einem handelsüblichen Anzuchtsubstrat aus, welches aber unbedingt während der gesamten Keimzeit permanent feucht gehalten werden muss.

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