Gründling
Gobio gobio

Gründling

Gründling - Foto: SELF2, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
einfach
Zucht
einfach
Standort
grundnah
Größe
8 bis 15 cm
Anzahl
kleine Gruppen
Idealtemperatur
17 bis 22°C
Sauerstoffbedarf
hoch
Erreichbares Alter
5 Jahre
Winterhart
Ja
Für Teichart
Normaler Teich
Besonderheiten
wirbelt Bodengrund auf

Der Gründling ist ein relativ klein bleibender Vertreter der Karpfenfamilie, der vor allem in sauberen und schnellfließenden Gewässern vorkommt. Entsprechend sind die Milieuanforderungen im Gartenteich mit einem sandig-kiesigen Untergrund, stellenweise bepflanzt, einer leichten Strömung und sauberem, sauerstoffreichem Wasser. Eine gute Filteranlage ist daher unentbehrlich; optimal wäre ein Bachlauf, der über einen kleinen Wassersturz in den Teich mündet. Der Gründling ernährt sich in erster Linie von am Gewässerboden lebenden Kleintieren, lässt sich aber auch an Flockenfutter gewöhnen. Er ist friedlich, gesellig und kann mit Fischen mit ähnlichen Milieuansprüchen wie den Elritzen zusammen im Gartenteich gepflegt werden.

Verbreitung und Lebensraum des Gründlings

Der Gründling ist in Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel außer in Galizien, Schottland, Nordskandinavien, Italien, Griechenland und den Mittelmeerinseln weit verbreitet. Er besiedelt schnell fließende Abschnitte von Fließgewässern der Forellen- und Äschenregion sowie die Uferregion sauerstoffreicher, sauberer Seen über sandig-kiesigem Grund. Gelegentlich findet man ihn aber auch in Kleingewässern und Sümpfen oder sogar im Brackwasser der Ostsee. Es gibt einige Unterarten und Schwesterarten der Gattung Gobio, die meist nur eine regional begrenzte Verbreitung auf dem Balkan und in Osteuropa haben. Lediglich der Kessler-Gründling Gobio kessleri und der Weißflossen-Gründling Gobio alpinnatus dringen bis in den Mittellauf der Donau vor. Vom Gründling Gobio gobio sind sie gut durch die wesentlich längeren Barteln und die auffallenden blauen Flecken in oder oberhalb der Seitenlinie zu unterscheiden.

Merkmale, Form und Färbung des Gründlings

Der Gründling hat einen schlanken, drehrunden Körper, der ihn als behenden Schwimmer und Bewohner stark strömender Gewässer ausweist. Dazu passt auch der lang gestreckte Kopf mit einer stumpfen Schnauze und dem leicht unterständigen Maul. Die Bartfäden zu beiden Seiten des Oberkiefers sind im Gegensatz anderen Gobio-Arten kurz. Die Augen sind im Verhältnis zum Kopf recht groß. Die Schwanzflosse ist deutlich gegabelt und ? ähnlich wie die Rücken- und die Afterflosse mit Reihen dunkler Punkte besetzt. Die Körperfärbung des Gründlings reicht von einer schwarzgrauen oder grünlich braunen bis bläulichen Rückenpartie über die deutlich helleren Flanken bis zur weißlich glänzenden Bauchlinie. Entlang der Seitenlinie sind kleine, unregelmäßig geformte bläulich bis violett schimmernde Flecken zu sehen, die aber weitaus weniger ausgeprägt sind als beim Weißflossen-Gründling Gobio alpinnatus und dem Kesser-Gründling Gobio kessleri. Der Gründling wird regional auch Gressling, Grundel und Gresse genannt.

Pflege des Gründlings im Gartenteich

Der Gründling ist ein geselliger, friedlicher Fisch, der in den warmen Sommermonaten entlang der Flachwasserzone des Gartenteichs umher schwimmt, während er sich in den kalten Wintermonaten vollständig in den unteren Bereich der Tiefenzone zurückzieht. Der Gründling braucht sauberes, sauerstoffreiches Wasser; daher sollte der Teich eine gute Filteranlage mit entsprechender Rückströmung haben, in der sich der Gründling gerne aufhält. Günstig ist auch ein Bachlauf, dessen Wasser sich über einen kleinen Wasserfall in den Teich ergießt. Man sollte wenigstens 6 Gründlinge zusammen halten, wobei der Gartenteich eine Mindestgröße von 3000 Liter haben sollte. Da die Milieuansprüche beider Arten ähnlich sind, lassen sich Gründlinge vor allem mit Elritzen gut vergesellschaften. Gründlinge ernähren sich vor allem von am und im Gewässergrund lebenden Würmern, Krebsen und anderen Kleintieren, gehen aber gelegentlich auch an ihren eigenen Laich und den anderer Teichmitbewohner. Auch Wasserpflanzen und sogar Aas wird mitunter nicht verschmäht. Ähnlich wie die Goldschleien wirbeln auch die Gründlinge bei ihrer Futtersuche immer wieder Sand und Mulm vom Boden auf, sodass sich das Teichwasser leicht eintrübt. Auch aus diesem Grund braucht ein solcher mit Fischen besetzte Teich eine gut funktionierende, robuste Filteranlage. Man kann Gründlinge aber auch gut an handelsübliches Flockenfutter für Teichfische gewöhnen. Gründlinge dürfen nicht aus natürlichen Gewässern entnommen werden. Der Zoofachhandel bietet aber regelmäßig Gründlinge für Gartenteich und Kaltwasseraquarium an.

Vermehrung des Gründlings

Der Gründling laicht nachts zwischen Mai und Juni bei einer Wassertemperatur von etwa 18 Grad Celsius. Das Männchen zeigt dann einen deutlichen Laichausschlag an Kopf und Vorderkörper. Zur Paarungszeit kommunizieren die Gründlinge untereinander und geben dabei deutlich zu vernehmende Quietschtöne von sich. Ein Weibchen kann bis zu 3000 Eier pro Laichsaison legen. Die kleinen, klebrigen Eier werden im seichten Wasser abgesetzt und sinken zu Boden, wo sie dann an Steinen oder Wasserpflanzen hängen bleiben. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Fischlarven nach 10 bis 30 Tagen. Ist der Dottersack aufgezehrt, dann beginnen die Jungfische mit der Futtersuche am Boden im Detritus und Sand. Sie wachsen sehr schnell heran und sind bis zum ersten Winter bereits etwa 5cm groß.

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