Im Gartenteich kann man die Elritze auf Dauer nur in einem kleineren Schwarm von 8 bis 10 Individuen pflegen und züchten, wenn man ihnen adäquate Milieubedingungen bieten kann. Sie können mit kleineren einheimischen Fischarten mit ähnlichen Ansprüchen wie dem Dreistachligen Stichling und dem Bitterling zusammen gehalten werden.

Natürlicher Lebensraum und Verbreitung der Elritze

Die Elritze, regional auch Pfrille genannt, kommt vor allem in sauberen, sauerstoffreichen Gewässern bis in einer Höhenläge von 2.500 m ü. NN vor. Sie besiedelt überwiegend mittelgroße, saubere und sauerstoffreiche Fließgewässer der Forellen- und Äschenregion, aber auch saubere Seen. Wichtig ist dabei vor allem ein Gewässergrund aus Sand oder feinem Kies.

Hinweis

Die Elritze ist ein Indikator für hervorragende Wasserqualität. Ist dieser Fisch in einem Gewässer zu finden, so ist das Wasser von hoher Güte. Ist das Wasser hingegen nicht klar, sauerstoffreich und sauber, so findet man diesen Fisch nicht.

Die Elritze ist in Europa und Nordasien weit verbreitet, fehlt aber im Norden Großbritanniens, sowie im südlichen Italien und Griechenland. In manchen Regionen Deutschlands ist sie auch unter dem Namen Pfrille bekannt.

Früher wurden Elritzen auch in Stellnetzen und Reusen von Fischern gefangen, da sie als ‚Rümpelchen‘ oder auch ‚Maipiere‘ in marinierter Form im Rheinland als Delikatesse galten. Von Sportanglern wurde sie als Köderfisch benutzt. Die Elritze steht inzwischen aber in Deutschland unter Naturschutz und darf deshalb nicht aus Freilandgewässern entnommen werden, da sie vor allem durch Gewässerverschmutzung und Gewässerverbau (Staustufen u.ä.) gefährdet ist.

Lizensierte Nachzuchten werden aber im Zoofachhandel angeboten. Es gibt einige Schwesterarten und Unterarten wie die Posnan-Elritze oder die Sumpf-Elritze aus Nordosteuropa. Andere Elitzenarten mit einer eng begrenzten regionalen Verbreitung wie die Dalmatiner, die Spanische oder die Dubrovnik Elritze gehören anderen Gattungen an und sind mit unserer einheimischen Elritze nicht näher verwandt.

Mermale der Elritze

  • die Elritze weist sich mit ihrem torpedoförmig schlanken Körper als Freiwasserart aus
  • der Körperquerschnitt ist fast drehrund, der Schwanzstiel seitlich zusammengedrückt
  • Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum in der Färbung, zudem haben beide Geschlechter während der Fortpflanzungszeit einen Laichausschlag. Die Weibchen sind lediglich etwas fülliger
  • die Färbung variiert lokal sehr stark. Der Rücken ist meist grau grünlich gefärbt, die Flanken sind heller und silbrig glänzend, oft andeutungsweise mit dunklen Querstreifen und einer goldfarbenen Längsbinde.

Hinweis

Im Zoofachhandel werden hin und wieder auch sogenannte Gold-Elritzen angeboten. Dabei handelt es sich aber nicht um eine besonders farbige Zuchtform der Elritze, sondern um den Dickkopf-Kärpfling (Pimephales promelas), der mit der einheimischen Elritze nicht näher verwandt ist. Im Vergleich zu den Elritzen haben die Männchen dieser Dickkopf-Kärpflinge eine bullig wirkenden, verdickten Kopf. Es soll aber auch bereits Farbmutanten der echten Elritze geben.

Erreichbare Größe

Die weiblichen Elritzen erreichen eine Größe von 10 bis 14 cm. Die Männchen bleiben hingegen mit 7 bis 10 cm deutlich kleiner.

Erreichbares Alter

Die Lebenserwartung der Elritze liegt bei 3 bis 5 Jahren. Es sind jedoch auch Fälle dokumentiert, bei denen einige Elritzen ein Alter von bis zu 11 Jahren erreicht haben.

Pflege der Elritze im Gartenteich

Anzahl

Elritzen fühlen sich nur in einem kleinen Schwarm wohl. Man sollte sie deshalb in einer Gruppe von wenigstens 8 bis 10 Individuen pro m³ Wasservolumen im Gartenteich halten (wobei die ersten 1000 Liter Teichwasser den Wasserpflanzen vorbehalten bleiben sollten).

Wasserqualität

Elritzen kommen vor allem in sauberen Fließgewässern vor. Daher muss auch ein Gartenteich, in dem Elritzen erfolgreich gehalten und gezüchtet werden sollen, entsprechende Anforderungen erfüllen: Wichtig ist sauberes, klares Wasser mit einem sandig bis feinkiesigen Untergrund – zumindest in der Flachwasserzone.

Eine leichte Wasserströmung durch eine Umwälzpumpe wirkt daher auch im Gartenteich auf die Elritzen ablaichstimmulierend.

Vergesellschaftung mit anderen Fischen

Elritzen halten sich am liebsten in den oberen Wasserschichten auf. Elritzen kann man zusammen mit Bitterlingen und Stichlingen halten, die ähnliche Milieuansprüche haben.

Weniger sinnvoll ist eine Vergesellschaftung mit exotischen Arten wie dem Blaubandbärbling. Dieser Fisch raspelt die Schuppen anderer Fische während ihrer Winterruhe am Gewässergrund an und kann sie dabei auch ernsthaft verletzen.

Winter

Für eine sichere Überwinterung muss der Gartenteich eine Mindesttiefe von 80 bis 100 cm haben.

Wassertemperaturen

Wichtig ist auch, dass sich das Teichwasser im Sommer nicht zu sehr aufheizt. Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius werden von den Elritzen nicht vertragen.

Die Teichfläche sollte daher teilweise im Schatten oder wenigstens Halbschatten liegen; von Nutzen wären auch einige Schwimmblattpflanzen (Laichkräuter der Gattung Potamogeton oder Froschbiss Hydrocharis) oder eine bepflanzte Schwimminsel, unter denen sich die Elritzen aufhalten können.

Ernährung

In der Natur ernähren sich die Elritzen von Insektenlarven, Bachflohkrebsen und Fischlaich. Elritzen im Gartenteich kann man mit Teichplankton, Frost- und Trockenfutter versorgen. Die Jungfische bekommen staubfein gesiebtes Plankton.

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Vermehrung der Elritze

Lässt man die Elritzen im Gartenteich überwintern, dann laichen sie im Frühjahr ab April bis Anfang Juni in der Flachwasserzone in einem Bereich zwischen 10 und 15 cm Wassertiefe an Steinen, seltener an Wasserpflanzen ab. Die Fischlarven schlüpfen nach 10 bis 15 Tagen. Elritzen werden nach 1 bis 2 Jahren geschlechtsreif.

Bedrohung

Früher war die Elritze ein typischer und häufiger Fisch, der in großen Schwärmen in unseren heimischen Gewässern vorkam. Doch leider findet man ihn heute kaum mehr. Die Ursache liegt zum einen in der Verschmutzung und Verbauung der Gewässer, zum anderen werden Elritzen durch einen Besatz an Forellen und Hecht deutlich bedroht.

Fischliebhaber und Angelverbände versuchen diese edle Fischart wieder in unterschiedlichen Gewässern anzusiedeln.

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