Spanienkärpfling
Aphanius iberus

Spanienkärpfling

Männchen (oben) und Weibchen (untern) des Spanienkärpfling Aphanius iberus - Foto: Osado, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
einfach
Zucht
einfach
Standort
oberflächennah
Größe
6 bis 8 cm
Anzahl
größere Gruppen
Idealtemperatur
tolerant
Sauerstoffbedarf
gering
Winterhart
Nein
Für Teichart
Miniteich
Besonderheiten
Wasser: geringe Ansprüche

Der Spanienkärpfling, einer der wenigen Vertreter der Familie der Eierlegenden Zahnkarpfen, die auch an den südeuropäischen Küsten vorkommen, ist ein friedlicher, geselliger und klein bleibender Fisch, der durch die Farbenpracht der Männchen besticht, aber auch durch die Tatsache, dass er sehr effektiv durch Dezimierung von Stechmücken manche sommerliche Moskitoplage verhindert. Er stellt nur geringe Milieuansprüche, toleriert Temperaturschwankungen, geringes Sauerstoffangebot und eignet sich daher bestens auch für kleinere Teiche ? zumindest während der Sommerzeit. Im Winter muss er ins Aquarium umquartiert werden.

Verbreitung und Lebensraum des Spanienkärpflings

Eierlegende Zahnkärpflinge der Familie Cyprinodontidae haben ihren Verbreitungsschwerpunkt im den Gewässern des tropischen Afrikas. Der Spanienkärpfling, auch Mittelmeerkärpfling genannt, gehört zu den wenigen Vertretern der an den europäischen Mittelmeerküsten vorkommen. Er besiedelt Süß- und Brackwassertümpel, Entwässerungsgräben, teilweise sogar Sümpfe an der südspanischen und nordafrikanischen Küste von Marokko bis Algerien. In Spanien ist die Art vom Aussterben bedroht, da immer mehr der von ihnen bewohnten Kleingewässer vernichtet, trockengelegt oder zugeschüttet werden oder einfach austrocknen. Deshalb kann man mit der Pflege dieser friedlichen und farbenfrohen Fische im Gartenteich auch einen Beitrag zur Erhaltung dieser Art leisten.

Merkmale, Form und Färbung des Spanienkärpflings

Der Spanienkärpfling, im Englischen Iberian Killifish genannt, hat einen gedrungenen Körperbau mit einer abgeflachten Kopfoberseite und einem schräg nach oben gerichteten Maul. Dies weist ihn als Fisch aus, der dicht unter der Wasseroberfläche nach Anflugnahrung schnappt. Dazu passt auch die weit nach hinten verlegte Rückenflosse. Im Verhältnis zum nur 6 bis 8cm großen Körper sind die Schuppen auffallend groß. Die Männchen haben einen olivfarbenen Rücken, die Flanken sind blau oder blaugrün gefärbt, die Bauchseite ist hell weißlich. Über die Körperseiten sind 15 schmale, türkisblaue Querstreifen zwischen vom Hinterrand bis zum Ansatz der Schwanzflosse gleichmäßig verteilt. Die Schwanzflosse hat eine dunkelblaue Farbe mit mehreren hellblauen Querbändern und einem hellen Flossensaum. Rücken- und Afterflosse sind ebenfalls dunkelbau gefärbt, haben aber statt Streifen nur einzelne hellblaue Punkte. Die Weibchen sind wesentlich schlichter gefärbt. Ihre Körpergrundfärbung ist oliv- bis blaugrün mit bräunlichen Flecken in den Flanken. Ihre Flossen sind hell durchsichtig.

Ein naher Verwandter des Spanienkärpflings ist der Orientkärpfling Aphanius mento, dessen Verbreitungsgebiet im östlichen Mittelmeerraum zwischen der südlichen Türkei, dem Irak, Syrien bis Israel liegt. Er ist eher dunkelbraun oder blauschwarz gefärbt und wird daher auch Schwarzkärpfling genannt. Er wird zwar selten nach Europa importiert, eignet sich aber ebenso gut wie der Spanienkärpfling für die Pflege im sommerwarmen Gartenteich.

Pflege des Spanienkärpflings im Gartenteich

Der Spanienkärpfling ist recht unempfindlich gegenüber Schwankungen der Wassertemperatur, sollte aber im Spätherbst in einen Aquarium zum Überwintern eingesetzt werden. Spanienkärpflinge kommen auch mit geringen Konzentrationen an im Wasser gelösten Sauerstoff zurecht. Sie sind die Idealbesetzung auch für Miniteiche und andere kleine bis mittelgroße Gartenteiche. Nicht nur wegen der Farbenpracht der Männchen, sondern auch weil sie überaus tüchtig im Vertilgen von anfliegenden und auf der Wasseroberfläche landenden Insekten sind. Zu ihrer Lieblingslarven gehören Steckmücken und deren an der Wasseroberfläche hängenden Larven und Puppen. So können sie manchen Gartenteichbesitzer vor der allsommerlichen Stechmückenplage bewahren. Daneben ernähren sie sich aber auch Zooplankton, Algen und Detritus, die sich am Gewässerboden sammelt. Wie alle Zahnkarpfen machen sie sich aber leider an zarten Wasserpflanzen zu schaffen. Dies kann man etwas eindämmen, indem man die Fische mit Flockenfutter füttert, welches einen hohen Anteil an Algen oder anderen pflanzlichen Komponenten enthält. Spanienkärpflinge sind friedlich und gesellige Schwarmfische, die gut mit anderen friedlichen Teichfischen vergesellschaftet werden können.

Vermehrung des Spanienkärpflings

Je nach Temperaturverhältnissen fällt die Fortpflanzungszeit der Spanienkärpflinge in die Monate April bis August. Nach heftigen Balzspielen, bei denen das Männchen das Weibchen quer durch die dicht stehenden Wasserpflanzen verfolgt, legt das Weibchen bis zu 200 recht große Eier. Die Fischlarven schlüpfen nach etwa einer Woche.

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