Grüner Sonnenbarsch
Lepomis cyanellus

Grüner Sonnenbarsch

Grüner Sonnenbarsch- Graphik: Duane Raver, Public Domain

Pflege
mittel
Zucht
mittel
Winterhart
Nein
Für Teichart
Normaler Teich

Der Grüne Sonnenbarsch ist neben dem Gemeinen Sonnenbarsch die zweite Art, die auch in deutschen Gewässern erfolgreich ausgewildert worden ist, wobei er bereits einheimische Fischarten wie den Kaulbarsch im Oberrheingebiet zu verdrängen beginnt. Vorsichtshalber sollte man aber auch den Grünen Sonnenbarsch während der Wintermonate vom Gartenteich in ein größeres Kaltwasseraquarium umquartieren. Im Gartenteich braucht er neben genügend Freiraum zum Schwimmen auch Versteckmöglichkeiten. Das Männchen wedelt mit seinen Flossen eine flache Grube, in der das Weibchen ablaicht. Anschließend übernimmt das Männchen die Brutpflege. Auch Grüne Sonnenbarsche nehmen ausschließlich Lebendfutter. Man ernährt sie mit Insekten, im Wasser lebenden Insektenlarven und Wasserschnecken. Da Grüne Sonnenbarsche auch kleinere Fische als Beute ansehen, sollte man die Art nicht mit anderen Fischarten zusammen im Gartenteich halten.

Verbreitung und Lebensraum des Grünen Sonnenbarschs

Der Grüne Sonnenbarsch hat in Nordamerika ein verhältnismäßig großes Verbreitungsgebiet, welches östlich der Rocky Mountains von Kanada bis nach Mexiko reicht. Er wurde aber auch in anderen Regionen Nordamerikas eingeführt und stellenweise auch in Europa ausgesetzt. In Deutschland findet man Wildbestände des Grünen Sonnenbarsches im Rheingebiet zwischen Karlsruhe und Worms und in einigen hessischen Gewässern. Der Grüne Sonnenbarsch besiedelt pflanzenreiche Abschnitte in Seen und langsam fließenden Gewässern.

Merkmale, Form und Färbung des Grünen Sonnenbarschs

Der Grüne Sonnenbarsch, gelegentlich auch als Grasbarsch in der älteren Literatur aufgeführt, hat eine grünlich glänzende Körpergrundfärbung, die in Richtung Bauchunterseite in eine helle Messing- oder Kupferfarbe übergeht. Jungfische weisen in der oberen Körperhälfte 8 bis 10 dunklere Querstreifen auf. Am Kopf sind blaue Striche und Punkte zu sehen. Der grüne Kiemendeckelfortsatz hat einen großen schwarzen Fleck. Die Flossen schimmern grau bis grünlich, bei jüngeren Exemplaren sind Rücken- und Afterflosse zusätzlich braunrot gesprenkelt. Ihre Iris ist intensiv dunkelrot gefärbt. Alttiere sind eintönig graugrün gefärbt. Im Vergleich zu anderen Sonnenbarscharten hat der Grüne Sonnenbarsch einen noch flacheren, seitlich stärker zusammengedrückten Körperbau und auch ein größeres Maul.

Pflege des Grünen Sonnenbarschs im Gartenteich

Der Grüne Sonnenbarsch ist etwas temperaturempfindlicher als der Gemeine Sonnenbarsch und muss daher bei Wassertemperaturen über 12°C überwintert werden. Ansonsten sind die Ansprüche an Gartenteich und Kaltwasseraquarium als Winterquartier ähnlich wie die des Gemeinen Sonnenbarsches. Er braucht vor allem sauberes, klares und sauerstoffreiches Wasser mit einem pH-Wert über 7. In seinen Heimatgewässern ernährt sich der Grüne Sonnenbarsch von Insektenanflugnahrung, im Gewässer lebenden Insektenlarven, Wasserschnecken, Krebsen und kleineren Fischen. Daher sollte man ihn auch im Gartenteich mit entsprechendem Lebendfutter versorgen, aber nicht unbedingt mit anderen, kleineren Fischarten zusammen halten. An Trockenfutter wird man ihn nicht gewöhnen können. Der Grüne Sonnenbarsch hat sich zwar auch in einigen unserer Gewässer als winterhart erweisen, sicherheitshalber sollte man die Fische aber im Spätherbst vom Gartenteich in ein geschütztes Winterquartier, idealerweise in ein artgerecht ausgestattetes Kaltwasseraquarium umsetzen.

Vermehrung des Grünen Sonnenbarschs

Auch beim Grünen Sonnenbarsch übernimmt das Männchen die Brutpflege. Das Männchen fächelt zunächst im flachen Wasser eine flache Grube in den Sand. Dann versucht das Männchen das Weibchen zu diesem Nest zu locken. Es kommt zu mehreren Scheinpaarungen, bis das Weibchen schließlich die Eiere in die Grube abgibt. Der Vorgang kann sich mehrmals wiederholen, bis das Männchen schließlich das Weibchen wieder vertreibt. In den kommenden Tagen fächelt das Männchen dem Gelege frisches, sauerstoffreiches Wasser zu und bewacht die frisch geschlüpften Larven, bis sie das Dottersackstadium beenden und frei umher zu schwimmen beginnen.

Literaturhinweis

FRANK,A. (2004): Nordamerikaner unter sich.- in: GARTENTEICH- das Wassergarten-Magazin, Heft 3/2004, S. 32-34.

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