Sonnentau
Drosera rotundifolia

Rundblättrige Sonnentau - Drosera rotundifolia

Foto: Noah Elhardt, Creative Commons Att.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Mittel
Zucht
Mittel
Wassertiefe
0cm
Standort
sonnig bis halbschattig
Winterhart
Ja
Blütenfarbe
-
Blütezeit
bis -

Der Rundblättrige Sonnentau unterscheidet sich von den anderen beiden einheimischen Sonnentauarten vor allem durch seine runde Blattform. An den klebrigen Drüsenhaaren der Blätter bleiben anfliegende Insekten hängen, die von der Pflanze verdaut und als Stickstoffquelle genutzt werden. Die Art ist in der Natur streng geschützt; im Fachhandel bekommt man aber zertifizierte Nachzuchten. Im Moorbeet braucht der Sonnentau eine feucht-nasse Stelle, die aber nicht überstaut sein darf, auf torfigem oder moosreichen Untergrund. In einem leuchtend grünen oder rötlich-braunen Sphagnum-Rasen kommt der Sonnentau am besten zur Geltung.

Verbreitung und Lebensraum des Rundblättrigen Sonnentaus

Der Rundblättrige Sonnentau ist in Deutschland noch weit verbreitet, obwohl die Bestände mit dem Verschwinden der Moore drastisch zurückgehen. Man findet ihn vor allem in den Moorgebieten der norddeutschen Tiefebene und des Alpenvorlandes. Der Rundblättrige Sonnentau wächst auf saurem, nährstoffarmem Boden in Zwischen- und Hochmooren. Stellenweise siedelt er sich sogar auf Torfmoosen (Gattung Sphagnum) oder auf reinen Torfflächen an.

Merkmale, Form und Färbung

Der Rundblättrige Sonnentau ist eine mehrjährige, karnivore Pflanze. Die lang gestielten Blätter bilden eine flache auf dem Bodensubtrat liegende Rosette. Die Blattstiele sind bis zu 3cm lang. Die Blattspreite ist abgerundet, manchmal aber breiter als lang.

Die Blattoberseite ist bis zu den Rändern hin mit leuchtend roten Tentakeln besetzt, die Klebdrüsen haben. An diesen Fangarmen bleiben Insekten hängen. Dadurch wird ein Reiz auf das Blatt ausgelöst und es beginnt sich einzurollen. Weitere Tentakel bewegen sich auf das gefangene Insekt zu und fixieren es mit ihrem klebrigen Schleim. Aus den Drüsen des Blattes werden proteolytische Substanzen ausgeschieden, die die Eiweiße der Beute und damit schließlich die Insekten auflösen. Übrig bleiben nur die unverdaulichen Chitinreste des Opfers. In den besonders an Stickstoff armen Moorböden liefert die tierische Zusatznahrung dem Sonnentau Stickstoff und andere essentiellen Nährstoffe.

Pflege des Rundblättrigen Sonnentaus am Gartenteich

Der Rundblättrige Sonnentau ist eine von drei einheimischen, winterharten Sonnentauarten. Es gibt einige subtropische Arten, die in einem gut temperierten Moorbeet im Sommer ebenfalls im Freien kultiviert werden können, im Herbst aber ins mäßig warme Winterquartier müssen. Im Moorbeet braucht der Sonnentau einen sonnigen Platz in einem wassergesättigten, aber nicht mit Wasser überstauten Areal. Am besten man pflanzt ihn mitten in eine Kolonie von Torfmoosen. Vor Austrocknung muss der Bereich um die Sonnentaurosetten herum unbedingt geschützt und gewässert werden, aber immer nur mit sauberem, abgestandenem Regenwasser.

Vermehrung des Rundblättrigen Sonnentaus

Der Rundblättrige Sonnentau ist in seinen natürlichen Beständen stark gefährdet und steht unter Naturschutz. Man bekommt ihn aber auch aus Nachzuchten von auf solche fleischfressende Pflanzen spezialisierte Gärtnereien. Umso wichtiger ist es diese Sonnentauart ? genau wie die beiden anderen einheimischen Sonnentauarten ? vor dem Aussterben zu schützen. Dazu gehört nicht nur die erfolgreiche Pflege, sondern auch eine erfolgreiche Vermehrung der Pflanzen.

Wie bei ganz ?normalen?, also nicht karnivoren Stauden ist dies mit Hilfe von Samen, aber auch mit Hilfe von vegetativen Vermehrungsformen möglich. Der Rundblättrige Sonnentau bekommt zwischen Juli und August kleine Blüten mit 5 weißen Kronblättern. Jeweils bis zu 10 dieser Blüten bilden zusammen mit ihren bis zu 20cm hohen blattlosen Blütenstängeln eine Gruppe. Aus den reifen Früchten lassen sich die Samen gewinnen. Die Samen werden auf nassem Torf ausgestreut und hell und feucht gehalten, dazu stülpt man am besten eine transparente Folie über die Anzuchttöpfe oder man setzt die Töpfchen in eines der kleinen Minitreibhäuschen, die in großer Auswahl vom Fachhandel angeboten werden. Bereits nach einigen Wochen erscheinen die ersten Keimlinge. Stehen die Pflänzchen dicht an dicht, sodass sich ihre Blätter gegenseitig zu berühren beginnen, dann werden sie vorsichtig pikiert und einzeln in Kulturtöpfe gesetzt. Sind die Sonnentaugewächse genügend erstarkt, dann können diese im Frühjahr ins Moorbeet ausgesetzt werden. Das erfordert natürlich viel Geduld.

Scheller geht, wenn man den Sonnentau mit Hilfe von Blatt- oder Wurzelstecklingen vermehrt. Dazu trennt man einfach ein Sonnentaublatt mit seiner Unterseite von der Mutterpflanze ab, und legt es waagerecht auf das feuchte Kultursubstrat an einen sonnigen Platz. Es dauert einige Wochen bis sich aus diesem Blatt die ersten Triebe entwickeln, weitere Wochen bis sich die ersten Blättchen mit den Fangtentakeln gebildet haben.

Aber auch mit Hilfe von Wurzelstecklingen lässt sich der Sonnentau vermehren; dazu legt man die einzelnen Wurzelstücke wiederum flach auf feuchtes Kultursubstrat und verfährt dann wie bei der Kultur der Blattstecklinge.

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